Archiv der Kategorie 'FotoBlog'

erdwissen e.V. auf der Globeboot 2010

Sonntag, den 11. April 2010
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Am Wochenende 10./11.April 2010 waren wir mit unserem Natur-Erlebnis-Stand auf der auf der Outdoor-Messe GLOBEBOOT  am Langener Waldsee zu Gast.

Viele Dinge zum Anfassen und Staunen hatten wir dabei - dazu jede Menge Buchtipps für große und kleine Naturforscher. Und wer mit dem Wurzeltrapp auf Spurensuche gehen wollte,  der war bei uns gleich an der richtigen Adresse.

erdwissen auf der Globeboot 2010 I erdwissen auf der Globeboot 2010 - Schädel
erdwissen auf der Globeboot 2010 II erdwissen auf der Globeboot 2010 - Büchertipps
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Bilder vom Schnupperkurs am 03.04.2010 :: Raus in die Natur!

Samstag, den 3. April 2010
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Das war los am Ostersamstag an der Käsmühle…für mehr Info auf die Bilder klicken!

hier haben die Wildschweine (un)ordentlich die Wiese zerwühlt… aber wieso haben sie nirgendwo Abdrücke hinterlassen?
das Bestimmungsbuch sollte immer dabei sein… wenn man frischen Sauerampfer finden will.
ein Kothaufen! ja, welches Tier hat denn nun den Kotkaufen hinterlassen?
zur Bestimmung daran zu schnuppern hat sich aber keiner getraut ;-) ein paar Trittsiegel fanden wir dann doch noch…

Teilt eure Erlebnisse mit uns - oder auch die Rätsel, die ihr alleine nicht lösen könnt!
Mailt uns unter hallo(at)erdwissen.de, schickt uns Fotos oder erzählt, was ihr draußen erlebt habt.

Macht mit! Geht öfter mal ‘raus in die Natur…es gibt so viel zu entdecken!!

Nesträuber…

Donnerstag, den 11. März 2010
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…waren wir keine, denn wir haben dieses merkwürdige Nestgebilde unter einer Fichte gefunden. Vermutlich hat es der vergangene Sturm dort heruntergefegt. Die äußere Schicht besteht aus Moos und dann kommt eine Schicht aus verwobenen Grashalmen in verschiedenen Stärken. Der innere Teil besteht offensichtlich aus zerkleinerten und eingespeichelten Holz- und Pflanzenfasern und ist zu einem stabilen, runden Napf geformt.  Fast so fest und haltbar wie eine Eierverpackung oder getrocknetes Pappmaché. Erstaunlich!

Singdrosselnest

Welcher Vogel mag der geniale Baumeister sein, der darin im letzten Jahr seine Jungen großgezogen hat?

Also los, nichts wie Raus in die Natur - dort gibt es noch viel mehr dieser spannenden Rätsel!

Februar 2010 - Winterstreifzug

Montag, den 15. Februar 2010
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Heute haben wir einen Streifzug durch den winterlichen Offenbacher Lohwald unternommen. Am Waldrand begegneten wir einem Fuchs, der offensichtlich genauso überrascht war wie wir und nach kurzem Zögen (siehe Bild 2) erstmal Fersengeld gab. Einmalige Gelegenheit für uns, der frischen Fuchsfährte zu folgen! Da er statt der üblichen “schnürenden” Gangart diesmal etwas schneller unterwegs war, konnten wir die Abdrücke der Hinter- und Vorderfüße endlich mal genau im Verhältnis betrachten, da sie nicht ineinandergesetzt waren. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, ist der Vorderfuß (Bild 3) größer als der Hinterfuß (Bild 4) des Fuchses. Warum ist das wohl so?

Eiszapfen Hier entdeckt uns der Fuchs gerade
Trittsiegel Fuchs Voderfuß Trittsiegel Fuchs Hinterfuß

Als wir der Fuchsspur weiter folgten, schaukelten plötzlich sanft von oben kleine grau-gelbe Flaumfedern eines Singvogels auf uns herab. Einige davon waren sogar etwas blutig. Offensichtlich rupfte da irgendwo über uns ein Greifvogel seine Mahlzeit. Entdecken konnten wir ihn aber leider nicht. Die Fährte (Bild 5) verlief weiter in Richtung Schneckenberg. Schon von weitem hörten wir den Schwarzspecht (Bild 7) am abgestorbenen Baum (Bild 6) herumhämmern, wo er mit einmaliger Technik unter der Rinde nach Insekten suchte. Stören ließ er sich durch uns dabei nicht.

Fuchsfährte Hier war der Schwarzspecht am Werk… Schwarzspecht

Ich will mehr »

Schnupperkurstag am 06.02.2010

Sonntag, den 7. Februar 2010
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Tja, die Kinder entdeckten auf dem Parkplatz eine Feuerstelle, in der noch Glut steckte. Während wir Erwachsenen noch beim Kennenlernen waren, schafften sie es innerhalb kürzester Zeit, daraus wieder ein kleines Feuerchen zu entfachen. Natürlich wurde alles sorgfältig mit Schnee wieder gelöscht - denn wir wollen ja draußen alles so hinterlassen, wie wir es vorgefunden haben.

Bei kühlem aber trockenem Wetter ging es dann los Richtung Waldrand. Schneereste auf dem Feld und die feuchte Erde boten gute Voraussetzungen, um nach Tierspuren zu suchen. Wer ist auf Schalen und wer auf Pfoten unterwegs? Wie viele Zehen sind zu erkennen - oder sieht man gar Krallenabdrücke?

hier wird gewissenhaft die Feuerstelle gelöscht hier wurde nach Eicheln unter dem Schnee gescharrt
Rehlosung und nochmal Hinterlassenschaften vom Reh…
alter Baum - Ende Spaß

Auch die “Hinterlassenschaften” der Tiere sind Spuren. Diese hier vom Reh hat ausgerechnet der jüngste Kursteilnehmer entdeckt!
Ein paar Schritte weiter wiesen uns ausgerufte Federn einer Taube den Weg zu einem “Tatort” - doch wer hielt hier seine Mahlzeit ab? Die Federn waren allesamt ausgerupft, nicht abgebissen…Die alte Eiche konnte offensichtlich der Last des Schnees in den letzten Wochen nicht mehr standhalten und fiel. Wir schafften es nicht, die Jahresringe durchzuzählen - es waren sehr, sehr viele…

Es gibt immer Neues zu entdecken - schaut einfach beim nächsten Mal vorbei. Am Samstag, den 06.03.2010 gibt’s die nächsten Schnupperkurse an der Käsmühle. Wir sehn’ uns!

Begegnungen…echt tierisch!

Donnerstag, den 14. Januar 2010
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Heute war es also soweit - bei den vielen Streifzügen, die wir durch den Offenbacher Stadtwald schon unternommen haben, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann wir einmal einem der Schwarzkittel begegnen würden, deren Spuren wir schon so oft gefunden haben. Auf unserem gewohnten Weg am Rande des Waldes schoss plötzlich ca. 50 Meter entfernt eine dunkle, massige Gestalt aus dem Gestrüpp am Waldsaum hervor und rannte mit hoch erhobenen (und gar nicht geringeltem) Schwänzchen im gestreckten Schweinsgalopp in den Wald.

Einmalige Gelegenheit, eine superfrische Wildschweinfährte zu begutachten! Wir konnten sie im tiefen Schnee wunderbar zurückverfolgen und so auch den Ruheplatz ausfindig machen, an dem das Schwein tagsüber Schutz suchte , bevor wir es nichtsahnend aufgeschreckt haben: Ein trockener, schneefreier Platz unter einer alten umgestürzten Eiche…

Wildschweinfährte.jpg Wildschweinlager.jpg
Maus im Schnee.jpg Insekt im Schnee.jpg

Am Tag zuvor hatten wir schon diese zitternde und offensichtlich erschöpfte Maus neben einem Trampelpfad auf der dicken Schneedecke liegend gefunden. War sie in die Fänge eines Fressfeindes geraten, der von ihr abgelassen hat, als wir uns näherten? Oder war sie schlichtweg hungrig und entkräftet angesichts der langen Schnee- und Frostperiode? Mein Sohn suchte sofort einen abgestorbenen Baum als Unterschlupf, dann busgierte ich sie mit behandschuhten Händen dorthin und sie verkroch sich sofort in den Schutz der Baumwurzeln. Eine Handvoll Sonnenblumenkerne hat sicher geholfen, den Schock zu überstehen…

Dass auch bei Minusgraden und Schnee noch Insekten aktiv sind, beweist das letzte Bild.

Also los, nichts wie ‘raus - auch bei Schnee und Eis könnt Ihr tierisch tolle Begegnungen haben!

Wisst Ihr eigentlich, dass der Schnee euch Geschichten erzählen kann?

Sonntag, den 20. Dezember 2009
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Mir zum Beispiel erzählte er heute, dass viele geflügelte Freunde mit hungrigen Mägen futtersuchend auf meiner Terrasse unterwegs waren und dass eine Amsel hier Hagebutten genascht hat.

Vogelspuren.jpg Amselspuren im Schnee.jpg

Auch die Vierbeiner waren im Schnee unterwegs. Wer das wohl gewesen sein mag? Und stammen die Abdrücke auf dem zweiten Bild von einem oder zwei verschiedenen Tieren?

Rätsel Pfotenabdrücke 1.jpg Rätsel Pfotenabdrücke 2.jpg

Dass hier ein Wildschwein mit seinem Rüssel unter dem Schnee nach Futter gesucht hat, ist doch gut zu erkennen, oder? Auf einem Feldweg huschte direkt vor mir eine kleine Maus in den (greifvogel-) sicheren Schutz unter der Schneedecke. Sogar die winzigen Abdrücke der Mäusepfötchen lassen sich auf der Rennbahn zwischen den Mauselöchern im Schnee gut erkennen.

Wildschweingewühle.jpg Mäusespur.jpg

Also nichts wie raus und am besten am Wald- oder Feldesrand eure eigenen “Schneegeschichten” suchen! Aber passt auf, denn sehr schnell deckt der fallende Schnee seine spannenden Erzählungen auch wieder zu…

07.11.2009 Schnupperkurse - und das war los:

Sonntag, den 8. November 2009
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Samstag Nachmittag - kurz vor 14.00 Uhr an der Käsmühle. Es regnet in Strömen. Wer wohl bei diesem Wetter Lust auf Naturerlebnisse hat? Ob diesmal überhaupt jemand kommen wird?

Aber diesmal werden wir positiv überrascht - rund 15 kleine und große Leute wollen heute mitmachen. Die Kinder bestimmen das Programm, denn von Ihnen kam der Wunsch, Wildschweinspuren zu sehen. In der Runde wurde daraufhin erst einmal besprochen, wie so ein Schweineabdruck wohl aussehen könnte und wie er sich z.B. von dem eines Rehs unterscheiden lässt. Die Bezeichnungen “Schalen” und “Afterklauen” konnten die Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes “begreifen”, da wir entsprechende Präparate mitgebracht hatten und jeder so einen Fuß mal in die Hand nehmen und befühlen konnte.

Als der Regen etwas nachlässt, ziehen wir los Richtung Wald. Angesichts des Regens sollten die Teilnehmer erst einmal herausfinden, wo man im Wald am besten ein trockenes Plätzchen findet. Wer bietet besseren Regenschutz: Laub- oder Nadelbaum? Wer dabei war, weiss jetzt, wo er sich beim nächsten Regenschauer lieber unterstellen wird…

nasser Stamm.jpg Wer hat an diesem Pilz geknabbert.jpg
Spurensuche.jpg Wildschweinfährte.jpg
Spur Fuchs.jpg Spurensuchen.jpg
Spiel und Spaß.jpg Bachüberquerung.jpg

Wie man sieht, wurden alle vom Fieber der Fährtensucherei gepackt und gemeinsam haben wir wirklich viel entdeckt dort draußen auf dem Feld! Mit schlammverschmierten Hosen und Schuhen aber guter Stimmung ging es dann zurück zum Treffpunkt.

Wir alle hatten jedenfalls eine Menge Spaß - also lasst Euch nicht von ein paar Regentropfen abschrecken. Beim nächsten Schnupperkurstag wollen wir wieder spannende Dinge mit Euch erleben. Nicht vergessen: an jedem 1. Samstag im Monat an der Käsmühle…

Herbstgeschöpfe

Montag, den 19. Oktober 2009
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Wenn man jetzt nach einem Regentag durch den Wald geht, dann kann man die wundersamsten Gesellen entdecken. Sie durchbrechen unaufhaltsam den Boden und recken Ihre Köpfe dem Licht entgegen. Pilze -nicht Tier und nicht Pflanze- sind doch ein unentbehrlicher Teil der Wälder und des Naturkreislaufes.

Parasol.jpg Schwefelkopf.JPG
Schopftintling.jpg Fliegenpilz.jpg
Hexenpilz.JPG Ziegenbart.JPG
Stockschwämmchen.jpg Samtfußkrempling.JPG

Was ihr hier seht, sind nur die Fruchtkörper des eigentlichen Pilzes, der weitverzweigt als netzartiges Gebilde unter der Erde oder im verrottenden Holz lebt. Ohne Pilze und ihre “Zersetzungsarbeit” würden Waldboden und auch die Wurzeln der Bäume unter verfaulenden Blättern regelrecht ersticken. Pilze sind nicht nur schön anzusehen, sondern sorgen auch noch für nährstoffreichen und lockeren Humusboden.

Ich persönlich kann dem Pilze sammeln absolut nichts abgewinnen - insbesondere seit ich weiß, dass sie nahezu keinen Nährwert haben und aus demselben Material bestehen, aus dem die Gliedertiere und Insekten aufgebaut sind - nämlich Chitin! Man sollte sich immer darüber bewusst sein, dass es auch hier bei uns in Deutschland ein paar wirklich giftige Pilze wachsen, die unter Umständen sogar tödlich wirken können. Also besser diese nützlichen Helfer mit ihrer Farben- und Formenvielfalt und ihrem einzigartigen Duft dort genießen, wo sie wachsen und an ihrem Standort belassen.

Muster

Mittwoch, den 2. September 2009
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Ist euch schon einmal aufgefallen, welche Vielfalt an Mustern die Natur zu bieten hat?

Baumrinde, Blattadern, die Zeichnung von Insekten (denkt nur an die gelbschwarzen Ringel der Wespe und die Punkte der Marienkäfer!), das bunte Federkleid der Vögel, Lamellen am Pilzhut, Waben der Honigbienen, Wolkenformationen oder die kunstvollen Radnetze einiger Spinnen…die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Kartoffelbovist.jpg Bucheckern.jpg
Ausgetrocknet.jpg Wilde Möhre - Käfer.jpg
Eichel.jpg Leben im Baumstumpf.jpg
Erdkröte.jpg Fundstücke September.jpg

Beim heutigen Streifzug durch den Wald fiel mir auf, dass sich langsam schon die ersten Blätter verfärben und heruntersegeln. Dicke Eicheln und Bucheckern liegen schon auf dem Boden - sogar sehr viele! Der Sommer neigt sich dem Ende zu und der Herbst kommt mit großen Schritten.

Gleichzeitig ist auch noch immer junges Leben zu beobachten - wie diese kleine Erdkröte oder der zarte Schössling am tot erscheinenden, abgesägten Baumstamm. Auf dem letzten Bild könnt ihr die Fundstücke des einstündigen Waldspaziergangs sehen. Welche Vögel mögen da wohl Federn verloren haben?

Habt auch Ihr da draußen schon Muster entdeckt? Wenn ja, welche?

Wir sind gespannt auf eure “Natur-Muster” - Entdeckungen. Nutzt dazu einfach die Kommentarfunktion. oder schickt uns eure Fotos.