Archiv der Kategorie 'Natur-Rätsel'

…und das war los beim letzten erdwissen-Schnupperkurstag:

Montag, den 9. August 2010
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Inspiriert von der letzten “Natur erleben” Ausgabe  im  Familienmagazin Rappelpost (siehe letzter blog-Eintrag vom 05.08.2010) haben wir uns ausgiebig mit dem Thema Spurenlesen beschäftigt. Dabei konnten die Teilnehmer auch eine einfache Methode selbst ausprobieren, um die  die Trittsiegel der Wildtiere im wahrsten Sinne des Wortes “begreifbar” zu machen - das Ausgießen mit Gips!  (hier schonmal beschrieben: http://www.erdwissen.de/2008/12/17/was-so-zu-sehen-war1314122008/ )

Wasser, Gips, Becher zum Anrühren und Spachtel - mehr brauchst Du nicht. den angerührten Gips vorsichtig in die Spur laufen lassen…
ob das mal ‘was wird..? und so sieht das dann aus, wenn die Abdrücke fertig sind!
auch Vögel hinterlassen manchmal Fährten… trinkende Bienen…
Trittsiegel vom Wildschwein Spechtschmiede im Zaunpfosten

Unterwegs entdeckten wir in einem hohlen, regenwassergefüllten Baumstamm ganz viele Bienen. Haben Sie dort nur getrunken oder gar Wasser zum Bienenstock getragen?  Und den Zaunpfosten im letzten Bild hat auch jemand für seine Zwecke so umgearbeitet, dass er dort Haselnüsse öffnen kann. Wer war’s?

Nichts wie RAUS IN DIE NATUR und eigene Entdeckungen machen - und am besten gleich zu den nächsten Schnupperkursen am 04.09.2010 bei uns anmelden! Anmeldung hier ganz einfach per eMail unter hallo@erdwissen.de oder telefonisch unter 069-851586

Nesträuber…

Donnerstag, den 11. März 2010
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…waren wir keine, denn wir haben dieses merkwürdige Nestgebilde unter einer Fichte gefunden. Vermutlich hat es der vergangene Sturm dort heruntergefegt. Die äußere Schicht besteht aus Moos und dann kommt eine Schicht aus verwobenen Grashalmen in verschiedenen Stärken. Der innere Teil besteht offensichtlich aus zerkleinerten und eingespeichelten Holz- und Pflanzenfasern und ist zu einem stabilen, runden Napf geformt.  Fast so fest und haltbar wie eine Eierverpackung oder getrocknetes Pappmaché. Erstaunlich!

Singdrosselnest

Welcher Vogel mag der geniale Baumeister sein, der darin im letzten Jahr seine Jungen großgezogen hat?

Also los, nichts wie Raus in die Natur - dort gibt es noch viel mehr dieser spannenden Rätsel!

Februar 2010 - Winterstreifzug

Montag, den 15. Februar 2010
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Heute haben wir einen Streifzug durch den winterlichen Offenbacher Lohwald unternommen. Am Waldrand begegneten wir einem Fuchs, der offensichtlich genauso überrascht war wie wir und nach kurzem Zögen (siehe Bild 2) erstmal Fersengeld gab. Einmalige Gelegenheit für uns, der frischen Fuchsfährte zu folgen! Da er statt der üblichen “schnürenden” Gangart diesmal etwas schneller unterwegs war, konnten wir die Abdrücke der Hinter- und Vorderfüße endlich mal genau im Verhältnis betrachten, da sie nicht ineinandergesetzt waren. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, ist der Vorderfuß (Bild 3) größer als der Hinterfuß (Bild 4) des Fuchses. Warum ist das wohl so?

Eiszapfen Hier entdeckt uns der Fuchs gerade
Trittsiegel Fuchs Voderfuß Trittsiegel Fuchs Hinterfuß

Als wir der Fuchsspur weiter folgten, schaukelten plötzlich sanft von oben kleine grau-gelbe Flaumfedern eines Singvogels auf uns herab. Einige davon waren sogar etwas blutig. Offensichtlich rupfte da irgendwo über uns ein Greifvogel seine Mahlzeit. Entdecken konnten wir ihn aber leider nicht. Die Fährte (Bild 5) verlief weiter in Richtung Schneckenberg. Schon von weitem hörten wir den Schwarzspecht (Bild 7) am abgestorbenen Baum (Bild 6) herumhämmern, wo er mit einmaliger Technik unter der Rinde nach Insekten suchte. Stören ließ er sich durch uns dabei nicht.

Fuchsfährte Hier war der Schwarzspecht am Werk… Schwarzspecht

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Wisst Ihr eigentlich, dass der Schnee euch Geschichten erzählen kann?

Sonntag, den 20. Dezember 2009
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Mir zum Beispiel erzählte er heute, dass viele geflügelte Freunde mit hungrigen Mägen futtersuchend auf meiner Terrasse unterwegs waren und dass eine Amsel hier Hagebutten genascht hat.

Vogelspuren.jpg Amselspuren im Schnee.jpg

Auch die Vierbeiner waren im Schnee unterwegs. Wer das wohl gewesen sein mag? Und stammen die Abdrücke auf dem zweiten Bild von einem oder zwei verschiedenen Tieren?

Rätsel Pfotenabdrücke 1.jpg Rätsel Pfotenabdrücke 2.jpg

Dass hier ein Wildschwein mit seinem Rüssel unter dem Schnee nach Futter gesucht hat, ist doch gut zu erkennen, oder? Auf einem Feldweg huschte direkt vor mir eine kleine Maus in den (greifvogel-) sicheren Schutz unter der Schneedecke. Sogar die winzigen Abdrücke der Mäusepfötchen lassen sich auf der Rennbahn zwischen den Mauselöchern im Schnee gut erkennen.

Wildschweingewühle.jpg Mäusespur.jpg

Also nichts wie raus und am besten am Wald- oder Feldesrand eure eigenen “Schneegeschichten” suchen! Aber passt auf, denn sehr schnell deckt der fallende Schnee seine spannenden Erzählungen auch wieder zu…

Bilder von der Küste (3)

Montag, den 17. August 2009
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Habt ihr Euch schonmal überlegt, wie eigentlich Seile gemacht werden? Wir konnten das gestern “live” erleben und kennen nun auch den Unterschied zwischen dem alten Handwerk der Reepschläger und der Seiler. Die für die Seefahrt und Schiffsbau hier benötigten Taue wurden in fast 400 Meter langen “Reeperbahnen” hergestellt - die später einfach in Straßen umgewandelt wurden.

Reepschlägerei1.jpg Reepschlägerei2.jpg
fertiges Tau.jpg Moschusbock.jpg
Rehbock.jpg Halo-Nebensonne.jpg

Auf dem dritten Bild seht ihr das fertige Tau - übrigens ein reines Naturprodukt: es besteht komplett aus Hanf. Es fühlt sich erstaunlich weich an.Mein Sohn meint, es riecht nach Schaf und ich finde, er hat recht…

Der große, metallisch glänzende Käfer ist ein Moschusbock. Trotz seiner Größe durchaus in der Lage zu fliegen - kurz nach dem Foto hob er von meiner Hand ab und flog davon.

Jeden Abend sehen wir Rehe auf dem abgeernteten Getreidefeld, die dort hinkommen um Kräuter und junge Blätter an den angrenzenden Sträuchern und Bäumen zu fressen. Auf dem Foto könnt Ihr noch ein weiteres Säugetier entdecken, welches zum Glück wieder öfter auf den Feldern zu sehen ist. Wer ist es?

Also nichts wie ‘raus und eigene Beobachtungen machen! Wir freuen uns auch übere eure Geschichten und Erlebnisse!

Bilder von der Küste (2)

Donnerstag, den 13. August 2009
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Möwen sind hier oben an der Ostsee unsere ständigen Begleiter. Aber auch etwas im Landesinneren sind sie sofort zu Stelle, um gemeinsam mit Schwärmen von Saatkrähen und Staren auf den abgeernteten und frisch gepflügten Getreidefeldern nach Nahrung zu suchen.

Silbermöwe adult.jpg Silbermöwe Jungvogel.jpg
Möwenspuren im Sand.jpg Ohrenqualle gestrandet.jpg
Sand - Kothäufchen.jpg Wellenspiele.jpg
Admiral.jpg Tagpfauenauge.jpg

Beim Strandspaziergang kann man spannende Dinge finden. Sonne, Wellen und Sand und die im Sand lebenden Tiere zaubern einmalige Muster, die mit dem nächsten Windstoß oder der folgenden Welle schon wieder vergangen sind. Wer macht nur diese winzigen Sandhäufchen? Wenn man sich etwas Zeit nimmt, kann man sehen ie sie immer größer werden und es dabei im nassen Sand “blubbert”….

Jetzt nichts wie ‘raus und eigene Beobachtungen machen. Teilt EURE eigenen Geschichten und Erlebnisse auch mit uns!

Habt ihr schon mal Glühwürmchen gesehen?

Samstag, den 4. Juli 2009
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Nein? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt!

Vor ein paar Tagen stellte ich mir die Frage: Gibt es überhaupt noch Glühwürmchen?

Die letzten hatte ich nämlich in meiner Kindheit gesehen - als ich ungefähr so alt war, wie mein Sohn jetzt. Also ging es gemeinsam los auf Glühwürmchenjagd! Geduld war gefragt, denn derzeit haben wir die kürzesten Nächte des Jahres und man muss lange warten, bis es dunkel genug ist. Aber wir wurden belohnt. Da waren Sie - Hunderte!! Grünleuchtende Lichtpunkte tanzten durch den dunklen Wald und verzauberten diesen in einen magischen Ort. Wer dies einmal gesehen hat, vergisst es nie wieder.

Glühwürmchen.jpg Glühwürmchen-weiblich.jpg

Glühwürmchen sind eigentlich auch keine Würmchen, sondern Käfer. Auf dem Bild seht ihr übrigens ein weibliches Tier. Die Weibchen können nicht fliegen, senden aber ebenfalls zur Partnersuche Lichtsignale aus. Nur die Männchen sind flugfähig und folgen (ebenfalls hellgrün leuchtend) dem Leuchtsignal der Weibchen, welche auf Pflanzen sitzen und dort auf einen Partner warten. Wunderbar, was sich die Natur da ausgedacht hat!

Ach ja, Glühwürmchen findet ihr überall dort an Wald- und Wegrändern, wo es viele Schnecken gibt. Schecken? Was haben Glühwürmchen mit Schnecken zu tun…?

alles neu macht der…April

Donnerstag, den 16. April 2009
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Kaum zu glauben, was das fast schon sommerliche Wetter der letzten Tage in der Natur für einen Entwicklungsschub ausgelöst hat. Waren die Bäume vor 2 Wochen noch kahl und grau, leuchtet uns jetzt überall frisches Grün und das duftige Weiß der Kirsch- und Apfelblüten entgegen.

buchen.JPG bluhende-eiche.JPG
Hummel auf Blüte.JPG Apfelbluete.JPG

Alle möglichen vier-, sechs,- und achtbeinigen Bodenbewohner sind aktiv und eifrig mit Nahrungssuche beschäftigt oder genießen ganz einfach so wie wir Zweibeiner die wärmenden Sonnenstrahlen.

spinne-im-klee.JPG Rote Waldameisen.JPG
Dreihornmistkäfer-Stierkäfer.JPG Igel im Garten.JPG

Dem Igel gefällt offensichtlich unser naturbelassener Garten, den manche Menschen sicher als unordentlich und verwuchert bezeichnen würden. Ich will mehr »

Was so zu sehen war…13./14.12.2008

Mittwoch, den 17. Dezember 2008
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Am letzten Wochenende haben wir wieder spannende Beobachtungen an unserem Natursitzplatz gemacht.

Bei kaltem Wetter um die 0°C und bedecktem Himmel sind wir losgezogen, um Gipsabdrücke von Tierspuren zu machen. Das ist ganz einfach: Aus Pappe einen Ring ausschneiden und mit Tesa zusammenkleben. Dann muss man sich einen schönen, möglichst gut erhaltenen Abdruck suchen und den Ring drumherum etwas in die Erde drücken. Dann Gips mit Wasser anrühren (nicht zu dick und nicht zu flüssig) und vorsichtig in die Spur gießen. Einige Zeit warten, bis es fest wird und dann den überschüssigen Sand entfernen. Wenn Ihr einen Sandkasten zu Hause habt und ein Haustier dann geht das wunderbar auch dort! Hier könnt Ihr den Gipsabdruck sehen, den wir am Samstag gegossen haben - wer kann erraten, von welchem Tier er wohl stammen könnte?

gipsspur.JPG

Als wir in der Zwischenzeit still an unserem Platz am Waldrand saßen, konnten wir einen Falken bei der Jagd beobachten. Er “rüttelte” über der Wiese, d.h. er stand quasi mit schnellen Flügelschlägen still in der Luft und visierte seine Beute an. Nach und nach kam er stufenweise tiefer, bis er aus recht niedriger Höhe steil und pfeilschnell herabstieß. Eine mühselige und nicht immer von Erfolg gekrönte Jagdweise - es brauchte einige Versuche, bis der Vogel erfolgreich war. Was uns sehr erstaunt hat war, dass er mit seiner Beute hoch auf den Wipfel eines Baumes geflogen ist, um dort zu fressen. Später folgten noch einige Beuteflüge direkt vom Baum aus, jedoch alle erfolglos. Hier ein paar Bilder (leider aus einiger Entfernung, mehr gibt meine Kamera nicht her):

falki3.JPG falki2.JPG

Sonntags waren wir dann einfach nur an einer anderen Stelle am Waldrand spazieren und auch hier jagte wieder ein Falke über dem abgeernteten Feld. Die Kinder spielten am Bach auf einem umgestürzten Baum und hatten Ihren Spaß… Schaut nur die leuchtenden Farben dieser Flechten auf einem abgebrochenen Ast! Und welcher Baum hat trägt diese zwei unterschiedlichen Anhängsel? Die Tautropfen auf den Grashalmen vergrößern wie kleine Lupen!

flechten2.JPG querschnitt1.JPG

grashalme.JPG baumbluten5.JPG

Ich wette, Ihr könnt da draußen auch solche tollen Sachen finden - also, Augen auf!

Bilder Rätsel

Mittwoch, den 15. Oktober 2008
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Wenn wir ruhig im Wald an unserem Platz sitzen, hört man es zur Zeit überall knistern rascheln. Das sind nicht nur die Blätter, die jetzt von den Bäumen herabfallen (denn das kann man auch HÖREN, versucht es mal!). Es hört sich eher an, wie ein leichter Regen, der sanft auf die Blätter prasselt. Hier stehen viele alte Eichen und wenn man sich den Boden mal genauer ansieht, liegen dort viele weißliche flache runde Dinger, die wie Linsen aussehen.

G_Linsen

Da haben wir uns auch die abgefallenen Blätter mal genauer angesehen und festgestellt, dass die runden Scheibchen an der Unterseite der Eichenblätter haften.

G

Was kann das nur sein? Wir haben es schon herausgefunden….!

Auf dem angrenzenden Feld haben wir diese Spur gefunden. Der Boden daneben war ganz durchwühlt. Wer hier wohl sein Unwesen getrieben hat?

Spur

In der letzten Woche haben wir diese goldgelben, mit braunem Flaum überzogenen Früchte geerntet.

Früchte

Daraus kann man leckeres Gelee kochen. Und wenn Ihr nur riechen könntet, wie herrlich sie duften. Unser ganzes Wohnzimmer riecht danach! Und warum die Natur hier Buchstaben mit Wurzeln schreibt ist, auch ziemlich rätselhaft, oder?

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Geht hinaus und haltet die Augen offen – es gibt so viel zu entdecken!!