Archiv der Kategorie 'Geschichten'

Nächster Schnupperkurs: Samstag 01.09.2012

Samstag, den 25. August 2012
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Am Samstag, den 01.09.2012 gibt es wieder Natur-Erlebnis-Schnupperkurse in und mit der Natur am Schneckenberg in Offenbach!

Beginn - 14.00h (Dauer ca. 2 Stunden)
Treffpunkt - Am Schneckenberg 61, 63075 Offenbach (dem Schild OVO 1997 e.V. folgen)
Kostenbeitrag - Kinder 3 Euro, Erwachsene 5 Euro (für Vereinsmitglieder kostenlos !)

Erlebe die Natur mit all deinen Sinnen. Erlerne Naturwissen auf spielerische Art. Entdecke Themen wie Spurenlesen, Heilkräuter, scharfe Sinne, Laubhüttenbau, Schnüre aus Naturmaterialien, Vogelsprache, Baummedizin, Pirschen,Feuer ohne Hilfmittel, Pflanzennahrung und noch viel mehr.

Unsere Schnupperkurse sind ein wunderbarer Einstieg in diese Welten.
Die Wahl der Themen am Schnupperkurstag richtet sich nach der jeweiligen Jahreszeit und dem Wetter.
Die Schnupperkurse sind bestens für Familien geeignet und finden bei jedem Wetter statt.

Als Einstimmung hier ein paar Entdeckungen vom heutigen Waldstreifzug:

Die tiefstehende Abendsonne zaubert ein besonderes Licht und “bemalt” Stämme und Boden… Die Theorie meines Sohnes mal wieder bestätigt “unter großen Fichten findet man meistens Knochen” ;-)
Diesen Ort hier nenne ich “Grüne Wand” - ihr versteht warum? Undurchdringlich… Die Spießmelde :: Atriplex prostrata - essbar z.B. gedünstet wie Spinat
Am Waldrand eine mächtige alte Eiche mit tiefgefurchter, borkiger Rinde. Das es sich hier um die Blätter der Knoblauchsrauke handelt, sollte man angesichts der Größe gar nicht meinen! Aber wunderschön sind sie im Gegenlicht!
Waldmistkäfer-Festschmaus mitten auf dem Waldweg. Vermutlich war das mal ein Haufen Pferdeäpfel.  Übrigens hat sich auch ein Totengräber daruntergemogelt. Wer entdeckt ihn? Und das sind die Fundstücke vom heutigen Rundgang…

Das war übrigens nur ein Bruchteil der Entdeckungen…wie die jagenden Großlibellen am Waldrand (fernab vom Wasser), deren Flügel man im Flug knistern hören konnte, ein Rotkehlchen das mir sein Nest verriet, gelbrot beleuchtete Wolkenformationen und ein Fuchs der meinen Weg kreuzte bannte ich nicht mit der Digitalkamera, sondern mit meiner Wahrnehmung in meine Erinnerung…

Macht mit - lasst und beim Schnupperkurs diese Dinge gemeinsam erleben!

Maximal 20 Teilnehmer können mit - Also schnell einen Platz sichern!

Hier klicken für deine Anmeldung per eMail oder anrufen unter 069-851586

Regen…

Sonntag, den 6. Mai 2012
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…hatten wir zur Abwechslung einmal reichlich beim Schnupperkurs gestern. Das hat uns jedoch nicht davon abgehalten, einen Kräuterstreifzug rund um den Schneckenberg zu unternehmen. Und erstaunlich, wie viele unterschiedliche Pflanzenwesen uns dort begegnet sind! Wie die Weber-Karde zu Ihrem Namen kam, das erzählte uns ein Märchen…und dann begegneten wir später sogar ihrer Verwandten, der Wilden Karde:

Schnell in den Wald - weg von dem lauten Techno-Gewummere aus dem Festzelt am Scheckenberg… So viele Schnecken unterwegs heute - wenigstens sie genießen den Regentag!
Die Wilde Karde (Dipsacus fullonum) hat einen eingebauten “Wasserspeicher” an dem Insekten und Vögel - aber auch durstige Wanderer erfrischen können! Der Weißdorn - ein herzstärkendes Gewächs!
Das Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) seidenweich behaarte Blätter, die auf der unterseite sogar silbrig schimmern… An der Buche läuft das Regenwasser in Strömen herunter. Wer sich jetzt darunter niederlässt um den Schauer abzuwarten, wird mit Sicherheit einen nassen Hintern bekommen… Die Rätselpflanze einer Teilnehmerin aus deren Garten konnten wir auch bestimmen - und gleich für den Salat sammeln: die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
Der Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) - die darin enthaltenden Kieselsäurekristalle brachten ihm zu früherer Zeit auch den Namen “Zinnkraut ein, da man mit der Pflanze das Zinngeschirr zu putzen pflegte. Die Gundelrebe/Gundermann (Glechoma hederacea) ist nicht nur ein hervorragendes Würzkraut sondern auch eine alte Heilpflanze: Der Name leitet sich aus altgermanischen Wort „Gund“ = Eiter oder Beule ab
Die Ausbeute nach ca. 1 Std. Rundgang - und dazu die Feststellung der Teilnehmer: Es braucht ganz schön Zeit und ist mühsam, bis man seinen Wildkräutersalat beisammen hat! Nun noch sortieren und etwas zerkleinern - Dank der Kinder war die Arbeit schnell erledigt!
Schnupper-Kurs…Wahrnehmen mit allen Sinnen… Aud die Plätze - fertig - los! Zum Schluss konnte jeder probieren, was wir gemeinsam gesammelt hatten!

Trotz des Regenwetters vergingen 2 Stunden wir im Fluge, bis wir zurück am Startpunkt unseren Wildkräutersalat genießen konnten. Die Bemerkung des jüngsten Teilnehmers “Das schmeckt aber ziemlich eklig!” haben wir nicht so ernst genommen, denn er hat trotzdem weiter aus der Schüssel genascht…

Beim nächsten Mal sehen wir Euch hoffentlich wieder bei sonnigem Wetter zum Schnupperkurs am 02.06.2012!

Hier klicken für deine Anmeldung per eMail oder anrufen unter 069-851586

Euch allen fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr - mit einer ganz besonderen Geschichte des Jahres…

Freitag, den 23. Dezember 2011
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Die Geschichte des Jahres - von Hans Christian Andersen

Es war in den letzten Tagen des Januar; ein fürchterlicher Schneesturm trieb daher. Der Schnee fegte wirbelnd durch die Straßen und Gassen. Die Fensterscheiben waren außen wie vom Schnee gepolstert, von den Dächern stürzte er in ganzen Haufen und die Leute hasteten vorwärts; sie liefen, sie flogen und stürzten einander in die Arme, hielten sich aneinander einen Augenblick fest und hatten wenigstens solange einen Halt. Wagen und Pferde waren gleichsam überpudert, die Diener standen mit dem Rücken gegen den Wagen gelehnt, um sich vor dem Winde zu schützen, und die Fußgänger suchten beständig Deckung hinter den Wagen, die nur langsam in dem tiefen Schnee von der Stelle kamen. Als sich endlich der Sturm legte, und ein schmaler Fußsteig längs den Häusern ausgeworfen wurde, standen die Leute doch noch stille, wenn sie sich begegneten. Keiner von ihren hatte Lust, den ersten Schritt in den tiefen Schnee an den Seiten zu tun, damit der andere vorüber könne. Schweigend standen sie still, bis endlich, fast wie in einer stummen Übereinkunft, jeder von ihnen ein Bein preisgab und es in dem Schneehaufen versinken ließ.

Gegen Abend wurde es windstill. Der Himmel sah aus wie gefegt und höher und durchsichtiger als zuvor; die Sterne waren funkelnagelneu und glänzten blau und klar. Dabei fror es, dass der Schnee krachte. Bei dem Wetter konnte wohl die oberste Schneeschicht so fest werden, dass sie am Morgen die Spatzen trug; die hüpften bald oben herum bald unten, wo geschaufelt war; viel Nahrung war jedoch nicht zu finden und sie froren bitterlich.

»Piep« sagte der eine zum anderen, »das nennt man nun das neue Jahr. Es ist ja schlimmer als das alte. Dann hätten wir es ebenso gut behalten können. Ich bin schlechter Laune, und dazu habe ich guten Grund.«

»Ja, da liefen nun die Menschen umher und schossen das neue Jahr ein,« sagte ein kleiner verfrorener Spatz. »Sie warfen Töpfe gegen die Türen und waren rein außer sich vor Freude, dass nun das alte Jahr vergangen war. Und ich war auch froh darüber, denn ich erwartete, dass wir nun warme Tage bekommen würden, aber daraus ist nichts geworden! Es friert noch viel stärker als zuvor; die Menschen haben sich in der Zeitrechnung geirrt!«
»Das haben sie« sagte ein Dritter, der schon alt und weißköpfig war. »Sie haben da etwas, das sie den Kalender nennen. Das ist ihre eigene Erfindung, und deshalb soll sich alles danach richten, aber das tut es nicht. Wenn der Frühling kommt, beginnt das Jahr. Das ist der Lauf der Natur und danach rechne ich.« Ich will mehr »

Ein Besuch im Zoo…

Sonntag, den 11. Dezember 2011
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…hat uns letzte Woche ein ganz besonderes Erlebnis beschert - und das ganz unerwartet fernab der Schauhäuser und Gehege!

Wir befanden uns gerade auf dem Weg hinter den Nashorngehege, als mein Sohn rief: “Mama schau mal, was für eine komische Krähe!” und auf eine Rabenkrähe zeigte, die sich gerade auf einem Baum niederließ. Diese hatte in der Tat ein sehr sonderbares Gefieder. Nicht ganz schwarz wie man es kennt, sondern mit einzelnen braun/grauen Federn.

Während wir noch so da standen und der Krähe beim Gefiederputzen zugesehen haben, wurde es um uns herum in den Bäumen plötzlich sehr unruhig: Die Tauben, die mit der Krähe auf dem Baum gesessen hatten, stoben wie auf Kommando mit lautem Flügelklatschen in alle Richtungen auseinander und die im Zoo allgegenwärtigen Spatzen verschwanden laut kreischend in die dichten Büsche rechts und links der Wege. Die Krähe flog auch davon, angesteckt von der Aufregung überall.

Einer der Spazen flog mit einem langgezogenen, kläglichen Schrei in das Gebüsch direkt vor mir. ANGST! Dieser Vogel hatte ganz eindeutig Angst!

Kein Wunder, denn gejagt wurde er von einem Sperber! Dieser (konnte oder wollte) dem Sperling jedoch nicht ins dichte Dornengebüsch folgen, sondern drehte leicht nach oben ab und querte direkt über unsere Köpfen den Weg, so dass wir wunderbar die braun-weiß “gesperberte” Unterseite des Greifvogels sehen konnten. Herr Sperber war da also auf der Jagd!

Nun setzte sich die Aufregung unter dem Vogelvolk auf der anderen Seite des Weges fort - Gezeter überall und schon kam von dort auch ein Trupp Spatzen angeflogen und setzte sich in die Büsche direkt neben mich. Ganz nah - ich hätte sie anfassen können!

Aber meine Nähe suchten Sie nicht ohne Grund…oder war das alles Zufall? Was meint ihr?

ein Wächter….

Wenn Euch diese Geschichte und unsere Beobachtungen neugierig gemacht haben, dann freut Euch auf das kommende Jahr - denn da werden wir Euch mit der geheimen Sprache der Vögel bekannt machen!

Augen auf - bald mehr dazu hier bei erdwissen e.V.!!!!!

Regen…

Samstag, den 3. Dezember 2011
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…hat uns nicht davon abgehalten, heute #RausindieNatur zu gehen.

Und tatsächlich gab es ein paar hartgesottene Mitstreiter, die sich trotz anstehender Weihnachtsvorbereitungen, strömendem Regen und eisigem Wind auf dem Weg an die Käsmühle gemacht haben.

Wer nicht dabei war, hat die wunderbare Wege-Geschichte von der Baumakotta-Armee, dem Großen Grünen (König des Baumlandes), seiner beiden Kinder (dem Prinz und der Prinzessin), dem alten, dürren Großvater, den 4 Wächtern vor dem Haus mit dem grünen Dach, dem Weg durch das Mikado-Tor, vorbei am Kletterbaum in das grüne Paradies verpasst!!!

Fragezeichen??? Eine grüne Wohnung…

Wir sehen uns beim nächsten Schnupperkurs -dann erst wieder im Jahr 2012- am Samstag, den 07.01.2012.

Bis dahin wünschen wir Euch eine gute Zeit und viele schöne Erlebnisse Draußen in der Natur!

Aber vergesst nicht, immer mal wieder einen Blick hier auf unseren blog zu werfen - bald gibt’s den neuen Veranstaltungskalender für das kommende Jahr!

Wintergeschichten…

Freitag, den 17. Dezember 2010
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…erzählt uns der Schnee derzeit wieder! Haltet die Augen offen - auch auf eurer Terrasse, im Hof oder im Garten könnt ihr derzeit die Spuren vieler tierischer “Untermieter” finden…

Die Bilder unten erzählen alle für sich eine Wintergeschichte oder bergen sogar ein kleines Naturrätsel…schaut mal rein!

hier war richtig viel los auf unserer Terrasse, gleich neben dem Vogelfutterhäuschen…. und wenn ich das Futter nachfülle, schreibe ich meine eigene Geschichte gleich daneben…

Auch im Wald war wieder viel zu entdecken. Einige der Wildtiere waren noch gestern Abend während des Schneefalls unterwegs…andere erst, nachdem es aufgehört hat. Woher weiss ich das wohl? Habt ihr eine Idee?

an “meinem” Baum am Waldrand trat der Fuchs hinaus auf die Wiese. Am Mauseloch (unter dem Schnee) verharrte er kurz… vor mir ist hier nur ein Tier den Pfad entlang gelaufen. Wer war es? Am Waldrand wühlten die Wildschweine unter dem Schnee nach Futter - aufs angrenzende Feld trauten sie sich wohl nicht …aber warum klettern die Wildschschweine mühsam über den umgestürzten Baum, statt einfach drumherum zu gehen?

Auf dem Rückweg schaute ich dann nochmal an dem Loch in der alten Eiche vorbei. Ich hoffe jedesmal, den Bewohner anzutreffen - bisher erfolglos. Die Höhle wurde im Herbst mit frischem Moos ausstaffiert und befindet sich etwa in Kniehöhe in einer alten Eiche. Diesmal konnte ich immerhin einen Hinweis auf den Nutzer dieses Unterschlupfes finden…die Schalen einer Eichel und eine angeknabberte, leere Haselnuss…

wer wohnt wohl hier im hohlen Baumstamm der alten Eiche?

Was denkt ihr, wer hier wohnt? Schreibt uns und erzählt uns doch auch eure Wintergeschichten!!!

Also - nix wie raus in die Natur….

Früchte und Samen…

Dienstag, den 7. September 2010
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…kann man jetzt überall finden. Brombeeren, Holunderbeeren und Birnen sind reif. Wenn ihr euch auf den Wiesen mal genauer umseht werdet ihr feststellen, dass Vieles noch blüht - aber dass die meisten Pflanzen ihr Wachstum längst eingestellt und ihre Kraft in die Entwicklung der Samen gesteckt haben. Die Weiße Lichtnelke hier fasziniert mich immer wieder mit ihrem perfekt geformten “Samentöpfchen” mit dem gezackten Rand. Da sich oben eine Öffnung befindet, verstreuen sich die Samen ringsumher, wenn Mensch oder Tier daran vorbeistreifen.

Als Kind habe ich immer die braunen Samenkapseln gesammelt und mit den kleinen kugeligen Samen gespielt. Sie landeten meist zusammen mit denen des Breitwegerichs in der imaginären Suppe, die ich gebraut habe.

Fruchtstand Weiße Lichtnelke / Weiße Nachtnelke / Weißes Leinkraut die Samen fallen ganz einfach heraus und verbreiten sich so weiter…
Schlehe - Schwarzdorn - Schlehdorn Die Birnen sind auch schon reif…

Könnt ihr euch auch an solche Kinderspiele erinnern? Mit welchen Dingen aus der Natur habt ihr gespielt? Oder kocht auch der eigene Nachwuchs schon Schlammkuchen und Kräutersüppchen? Welche Früchte reifen derzeit bei Euch? Schreibt uns dazu doch einfach über die Kommentarfunktion ein paar Zeilen!

Der Platz der 1000 Steine…

Freitag, den 14. Mai 2010
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Gestern habe ich mit meinem Sohn 3 Stunden im Wald rund um den Schneckenberg verbracht. Wollt Ihr wissen, was es mit dem “Platz der 1000 Steine” auf sich hat? Wolf wird es euch erzählen:

Heute habe ich ein riesiges komisches Insekt gesehen, als ich auf einen Baum kletterte. Direkt daneben hat eine Drossel lauter Schnecken auf einem Stein zerhackt um sie zu fressen (Drosselschmiede).

Ein riesiges komisches Insekt - Birkenknopfhornblattwespe Drosselschmiede

Danach habe ich eine Songline gemacht und habe 9 besondere Stellen gefunden:

Nr.1 Platz der 1000 Steine - Unter einem Baum liegen ganz viele gelbweisse Kalksteine

Nr.2 Wespenhotel - in diesem morschen Baum habe ich letztes Jahr unter der Rinde im Winter viele Wespen entdeckt

Nr.3 Freundschaftskreis der Brombeeren  - Hier war eine Kreuzspinne, mit Beute und noch ein rotbraunes Insekt, das ich nicht kenne

Nr. 3 Freundschaftskreis der Brombeeren - Kreuzspinne mit Beute Nr.3 Freundschaftskreis der Brombeeren - unbekanntes Insekt (Kurzflügler?)

Nr.4 Wildhügel - da hatten die Wildschweine den Boden aufgewühlt 

Nr.5 Tarzans Spielplatz - da hängen richtige Lianen in einem Baum

Nr.5 Tarzans Spielplatz - Lianen

Nr.6 Mooswellen - Rehe sind an uns vorbei gelaufen.

Nr.7 Wasserweg - wenn es stark geregnet hat, fließt hier ein Bach vom Schneckenberg runter

Nr.8 Igelröhre - 2 m langer Baumstamm, der auf dem Boden liegt und ausgehöhlt ist

Nr.9 BB Bussardbuche - darauf ist ein riesiges Nest

Eine Songline ist eine Geschichte, die man sich beim Laufen selbst ausdenkt,damit man seinen Weg besser wiederfindet!

(Bericht von Wolf, 9 Jahre)

Wisst Ihr eigentlich, dass der Schnee euch Geschichten erzählen kann?

Sonntag, den 20. Dezember 2009
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Mir zum Beispiel erzählte er heute, dass viele geflügelte Freunde mit hungrigen Mägen futtersuchend auf meiner Terrasse unterwegs waren und dass eine Amsel hier Hagebutten genascht hat.

Vogelspuren.jpg Amselspuren im Schnee.jpg

Auch die Vierbeiner waren im Schnee unterwegs. Wer das wohl gewesen sein mag? Und stammen die Abdrücke auf dem zweiten Bild von einem oder zwei verschiedenen Tieren?

Rätsel Pfotenabdrücke 1.jpg Rätsel Pfotenabdrücke 2.jpg

Dass hier ein Wildschwein mit seinem Rüssel unter dem Schnee nach Futter gesucht hat, ist doch gut zu erkennen, oder? Auf einem Feldweg huschte direkt vor mir eine kleine Maus in den (greifvogel-) sicheren Schutz unter der Schneedecke. Sogar die winzigen Abdrücke der Mäusepfötchen lassen sich auf der Rennbahn zwischen den Mauselöchern im Schnee gut erkennen.

Wildschweingewühle.jpg Mäusespur.jpg

Also nichts wie raus und am besten am Wald- oder Feldesrand eure eigenen “Schneegeschichten” suchen! Aber passt auf, denn sehr schnell deckt der fallende Schnee seine spannenden Erzählungen auch wieder zu…

Das Ende des Spechtbaumes

Dienstag, den 24. Februar 2009
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Leider müssen auch wir heute eine leider wahre Geschichte über die Ignoranz und Gleichgültigkeit der Menschen gegenüber der Natur beisteuern.

Direkt am Natursitzplatz meines Sohnes Wolf steht ein alter, abgestorbener Baum - den er wegen der vielen Löcher im Stamm auch den “Spechtbaum” getauft hat. Tatsächlich sind dort immer viele Buntspechte zu Besuch, die unter der Rinde des Baumes nach Larven suchen. Der große Baum hat einige kreisrunde Schlupflöcher und dahinter befinden sich Spechtwohnungen. Im Mulch der nicht bewohnten Spechtbehausungen finden viele Insekten eine Unterkunft und Brutstätte.

Heute mussten wir leider feststellen, dass sich ein gedankenloser MENSCH genau diesen Baum ausgesucht hat, um damit vermutlich seinen Kamin zu befeuern. Wenn er dabei überhaupt etwas gedacht hat, dann vermutlich nur, dass so ein absterbender Baum sowieso nicht mehr von Nutzen ist. Dass aber gerade solche alten Bäume insbesondere von vielen Insekten und Käfern als Brutstätten benötigt werden und in unseren Wäldern immer seltener geworden sind, interessiert keinen, denn dass ist ja nur ekliges Krabbelzeug. Vom Verlust der Wohnungen für die Spechte und Kleiber will ich hier gar nicht erst reden.

Überreste Spechtbaum

Spechtwohnung

Abgesägt, zerstückelt, die Reste achtlos beiseite geworfen - es liegenhier nur noch klägliche Überreste herum. Das Stück Baum auf dem zweiten Bild hat einmal einer Spechtfamilie als Behausung gedient

Wut

Hier sieht man, wie mein Sohn wütend und weinend über den Verlust des Baumes aus dem Bild stapft - wie wütend er ist, sieht man an der geballten Faust. Es dauerte lange, bis er sich wieder beruhigt hatte. Wir können hier leider nichts mehr daran ändern - das Einzige, was wir tun können ist, anderen Leuten diese Dinge bewusster zu machen und dazu beizutragen, dass mehr Menschen Ihre Verbundenheit mit der Natur (wieder-) entdecken. Denn nur was wir kennen und lieben werden wir auch schützen wollen.