Archiv der Kategorie 'Serie "Pflanzenwesen"'

Der Klee (Trifolium spp.)

Sonntag, den 21. September 2008
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Heute möchte ich wieder ein Pflanzenwesen vorstellen, das jeder kennt aber kaum einer beachtet. Es ist in unserer Natur heimisch, ist in direkter Umgebung zu finden, kommt sehr häufig vor und blüht sogar noch im Moment. Also raus an die frische Luft und Ausschau nach diesem wunderbaren Pflanzenwesen halten.

Auf unseren Grasflächen ist er fast überall anzutreffen. Er mag am liebsten etwas feuchten Boden. Unter guten Bedingungen wird er 50 cm hoch. Der Klee hat rosa oder weiße Blütenköpfe mit unzähligen Blütenblättern. Seine hellgrün gezeichneten Blätter sind wechselständig und dreiteilig gefiedert.

Klee 01 Klee 02

er Klee ist abhängig von Langrüsselhummeln, die für seine Bestäubung sorgen. Oma sagt, dass bei Katzenfreunden viel Klee auf dem Rasen wächst! Katzen sind die Feinde der Mäuse und diese sind die Hauptfeinde der Hummeln. Wenige Mäuse = viele Hummeln = viel Klee. Also könnte was dran sein an der Volksweisheit. Der Klee war früher eine der wichtigsten Futterpflanzen und so auch ein Symbol für Frische. Glück bringt der seltene „vierblättrige“ Klee.

Seine Blätter sind sehr eiweißreich und können wie Spinat zubereitet werden. Sie haben kaum Eigengeschmack und mögen die Gesellschaft von Bärlauch oder Löwenzahn sehr gerne. Seine jungen Blütenköpfchen geben Salaten eine bunte und süßliche Note. In Notzeiten kann aus den getrockneten Blüten Mehl hergestellt werden.

Auch als Medizin hat er seine Qualitäten. Er ist Magen- und Leberwirksam, hustenlösend und entkrampfend. Seine Blüten sind als Hustenmittel sehr beliebt. Dazu bereitet man einen Tee aus den getrockneten Blüten und lässt ihn zugedeckt 15 Minuten ziehen. Zwei bis drei Tassen dieses aromatischen Tees kann man am Tag vertragen. Alternativ werden die frischen Blüten für mehrere Wochen in Honig eingelegt. Nachdem der Honig abgeseiht ist, kann man ihn pur einnehmen. Ich liebe es damit meinen Tee zu süßen. Achtung, der Honig hält sich wegen der aufgenommenen Flüssigkeit nur einige Wochen im Kühlschrank.

Gesammelt werden die Blüten von Juni bis September, die Blätter können das ganze Jahr hindurch geerntet werden. Klee macht sich sehr gut in Wildgärten, vor allem bei Katzenfreunden - wie wir gelernt haben. Auf diese Art ist auch der Nachschub an eiweißreicher Grünkost gesichert.

Wichtig: Ernte nur das, was du zu 100% kennst. Alles andere ist Leichtsinn und kann tödlich enden. Nimm von 10 Pflanzen immer nur eine, der Rest bleibt stehen! Erkläre der Pflanze, warum du das tust und danke ihr für die Gaben, die sie bereithält für dich.

Das Johanniskraut (Hypericum perfoliatum)

Mittwoch, den 3. September 2008
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Heute möchte ich wieder ein Pflanzenwesen vorstellen, das jeder kennt aber kaum einer beachtet. Es ist in unserer Natur heimisch, ist in direkter Umgebung zu finden, kommt sehr häufig vor und blüht sogar noch im Moment. Also raus an die frische Luft und Ausschau nach diesem wunderbaren Pflanzenwesen halten.

Zum alten Fest der Sommersonnenwende am 21. Juni blüht das Johanniskraut. An diesem Tag steht die Sonne am höchsten und schenkt uns den längsten Tag im Jahr. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Pflanze nur so von Sonnenenergie und Licht durchzogen ist. Sie hat die Kraft Licht ins Dunkel zu bringen. Schauen wir uns das Johanniskraut doch etwas genauer an.

Johanniskraut 01 Johanniskraut 02

Das bis zu ein Meter hohe Johanniskraut liebt sonnige, trockene Plätze und kommt in unseren Breitengraden sehr häufig vor. In meiner Gegend ist es auf mageren Wiesen, an Wegrändern und sonnigen Waldrändern zu finden.
Die goldgelben Blüten haben 5 Blütenblätter, viele Staubblätter und kleine schwarze Punkte. Ein harter, zweikantiger, mit Mark gefüllter Stängel verzweigt sich nach oben buschartig. Die Blätter haben keinen Stiel und sitzen gegenständig am Stängel. Sie sind eiförmig bis elliptisch und haben einen glatten Rand. Hält man so ein Blatt gegen das Licht, wirkt es durch die Öldrüsen wie perforiert – daher auch der wissenschaftliche Name. Ein sicheres Kennzeichen ist der rote Saft der Blüten, der beim Zerreiben die Finger violett färbt.

Es gibt einiges an Brauchtum und Mysterien um das Johanniskraut. So wurden zu Johanni, dem 24. Juni, Kränze aus Johanniskraut als „Blitz Zauber“ auf die Hausdächer gesteckt. Bei Gewitter half etwas Kraut um den Herd. Auch als Mittel gegen Stichwunden wurde das Kraut verwendet – die „durchstochenen“ Blätter und der blutrote Saft der Blüten waren die Zeichen der Signaturenlehre.

Heute ist das Johanniskraut ein beliebtes Nerven- und Wundheilmittel. Selbst Paracelsus hat damals schon Johanniskraut gegen Depressionen und Melancholie verwendet. Außerdem hat das Johanniskraut eine allgemein kräftigende Wirkung und ist eine Hilfe bei geistiger Erschöpfung und in der Rekonvaleszenz. Klingt doch wie gemacht für unsere Zeit, oder? Aber Achtung, während einer Johanniskrautkur besser nicht in die pralle Sonne, denn die Lichtempfindlichkeit der Haut ist erhöht und es kann zu Hautreizungen kommen. Bei einem Sonnenbrand hilft dann aber das Öl des Krauts! Auch kann das Johanniskraut den Wirkstoffspiegel mancher „Medikamente“ herabsetzen, wie zum Beispiel der Antibabypille. Bitte vor einer Einnahme bedenken.

Bei Rheuma-, Gischt- und Nervenschmerzen wird ebenso Johanniskrautöl verwendet wie bei Brandwunden. Es sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Achtet beim Kauf von Johanniskrautöl auf eine Olivenölbasis – in Apotheken als offenes Johanniskrautöl nach Arzneibuch zu bekommen.

„Licht ins Dunkel“ bringt ein Tee aus der getrockneten Pflanze. Sie wird über der Erde abgeschnitten und in lockeren Büscheln im Schatten aufgehängt. Das so getrocknete Kraut wird klein geschnitten und trocken gelagert. Gesammelt wird von Johanni bis Ende September. Bei gekauftem Tee darauf achten, dass keine vierkantigen Stängel darin sind – das sind Johanniskraut - Arten von minderer Heilqualität. Tee am besten mit kaltem Wasser ansetzen, kurz aufkochen und zugedeckt etwas ziehen lassen. Täglich werden 1 – 3 Tassen getrunken. Am besten wirkt Johanniskraut als Kur über 4 bis 12 Wochen. Übrigens die Blätter vom Johanniskraut sind auch roh gut in einem Wildsalat genießbar.

Wichtig: Ernte nur das, was du zu 100% kennst. Alles andere ist Leichtsinn und kann tödlich enden. Nimm von 10 Pflanzen immer nur eine, der Rest bleibt stehen! Erkläre der Pflanze, warum du das tust und danke ihr für die Gaben, die sie bereithält für dich.

Serie “Natur Pur” Juni 2008

Freitag, den 30. Mai 2008
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Nun schreibt der Wurzeltrapp noch eine Serie! Für alle die mehr über die Pflanzenwesen erfahren wollen gibt es “Natur Pur”. Passend zur Jahreszeit werden hier Pflanzenwesen in all ihren Aspekten vorgestellt.

Natur Pur erscheint alle 2 Monate im Wellnesser, den du auch im Zeitschriftenhandel bekommen kannst.

In der Juni Ausgabe kannst du den Löwenzahn und den Sauer Ampfer kennen lernen. Viel Spaß beim lesen, ernten und herstellen deiner Nahrung und Medizin!

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Natur Pur Juni 08