Da ist Leben in der Wiese!

Simone R. am 12. Juni 2009 um 14:30
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Auf den Wiesen und an Wegrändern lockt die farbenfrohe Blütenvielfalt unzählige Insekten herbei. Überall summt, brummt, piepst, singt, zirpt und krabbelt es. Seit ca. einem Monat ist auch wieder das monotone und irgendwie beruhigende Gezirpe der Grillen zu hören. Mit diesem Geräusch beginnt für mich persönlich der Sommer - unabhängig vom Kalender.

Feldgrille.JPG Klatschmohn-Vogelwicke-Leimkraut.JPG

Rundum entsteht neues Leben. Die geflügelten Blütenbesucher bestäuben die Pflanzen und erzeugen so neue Samen, die im nächsten Jahr wieder neue Keimlinge hervorbringen. Im Gegenzug werden sie für Ihre Dienste mit Nektar belohnt und halten dort auf den Gewächsen durchaus auch mal ihre Hochzeit ab.

Hummelflug.JPG Wiesen-Flockenblume.JPG

Wanzen -Hochzeit.JPG Brennnessel & Marienkäfer.JPG

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Die Quelle mit den 3 Bäumen

wurzeltrapp am 18. Februar 2009 um 14:12
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Ein (leider) wahre Geschichte die mir Larissa geschickt hat. Doch lies selbst…

Es war einmal eine Quelle, die seit ganz langer Zeit den Menschen ihr Wasser gab. Früher wußten die Menschen, daß Quellen heilige Orte sind. Durch sie fließt der Geist des Himmels in diese Welt und spendet Leben.

Aber dann kam eine Zeit, in der die Menschen vergessen haben, wie lebensbringend die Quellen sind. Auch vergaßen sie die Orte, wo sich die Quellen befanden. Stattdessen tranken die Menschen Wasser aus Aufbereitungsfabriken. Dort floss das Wasser durch lange Leitungsrohre und es wurde auch noch mit chemischen Fremdstoffen behandelt. Diese Flüssigkeit sah zwar aus wie Wasser, aber es war kein wirkliches Wasser mehr, sondern nur noch fliessende tote Materie.

Nun in dieser Zeit, wo die meisten Menschen nur noch totes Wasser tranken und sie sich wunderten, dass sie immer kränker und kränker wurden, da gab es noch eine wunderschöne Quelle, die einige Menschen
nicht vergessen hatten. Sie lag am Hange eines Berges, am Waldrand und das Wasser sprudelte vor Freude aus ihr heraus. Diese Quelle hatte drei Freunde…
Drei große uralte Bäume wuchsen über ihr. Diese wundervollen Buchen, deren kräftige Wurzeln bis tief in die Quelle hineinwuchsen, boten ihr während der 4 Jahrenzeiten Schutz und Gesellschaft. Viele Liebende saßen dort und haben ihre Namen in die Bäume eingeritzt und eine schöne Zeit verbracht. Es war dort wirklich schön wie im Märchen.

Quelle vorher

Doch eines Tages kamen Menschen, die kein Leben mehr in ihrer Seele trugen und fällten den Entschluß, dass diese Bäume gefällt werden müssten. Diese Menschen hassten das Leben und alles was noch lebendig und frei war, wollten sie durch Regelungen, Gesetze und sonstige Maßnahmen zerstören.

Quelle nachher

Sie begriffen nicht das Wesen, das in der gewachsenen Natur liegt, und waren blind für die Schönheit, die ganz frei von menschlichen Eingriffen ist. So wurden die drei treuen Freunde der Quelle durch Sägen förmlich hingerichtet…
Diese unbarmherzigen Menschen waren natürlich nicht um rationale Begründungen verlegen: “Es ist alles nur zum Besten des Waldes und zur Sicherheit der Menschen dort geschehen. ” Wieder einmal wurde ein Teil der Schöpfung zerstört, nur weil bewußtseinslose Menschen mit angeblich “besten” Absichten Gott spielten.

Die Bäume wurden zwar im Auftrag von seelisch erblindeten, rational denkenden Menschen abgesägt aber solange es Menschen mit Bewußtsein gibt, die die Geschichte dieser 3 Bäume und der Quelle nicht vergessen - werden die 3 Bäume weiterleben.

Und vielleicht bringen sie uns wieder ins Bewußtsein, dass das wirkliche Leben aus der inneren Quelle, der Seele, dem Empfinden kommt und nicht aus dem Vernunftdenken der geld -erfolg und sicherheitsorientieren heutigen Gesellschaft.

Wenn nur ein Mensch aufgrund dieser Geschichte aus s-einer Quelle trinkt und wieder der Natur traut, dann hat das Leben gewonnen und die Bäume wurden nicht umsonst abgesägt.

15. Februar 2009 - Larissa@bewusstsein-gesundheit.de


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Was so zu sehen war…13./14.12.2008

Simone R. am 17. Dezember 2008 um 18:40
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Am letzten Wochenende haben wir wieder spannende Beobachtungen an unserem Natursitzplatz gemacht.

Bei kaltem Wetter um die 0°C und bedecktem Himmel sind wir losgezogen, um Gipsabdrücke von Tierspuren zu machen. Das ist ganz einfach: Aus Pappe einen Ring ausschneiden und mit Tesa zusammenkleben. Dann muss man sich einen schönen, möglichst gut erhaltenen Abdruck suchen und den Ring drumherum etwas in die Erde drücken. Dann Gips mit Wasser anrühren (nicht zu dick und nicht zu flüssig) und vorsichtig in die Spur gießen. Einige Zeit warten, bis es fest wird und dann den überschüssigen Sand entfernen. Wenn Ihr einen Sandkasten zu Hause habt und ein Haustier dann geht das wunderbar auch dort! Hier könnt Ihr den Gipsabdruck sehen, den wir am Samstag gegossen haben - wer kann erraten, von welchem Tier er wohl stammen könnte?

gipsspur.JPG

Als wir in der Zwischenzeit still an unserem Platz am Waldrand saßen, konnten wir einen Falken bei der Jagd beobachten. Er “rüttelte” über der Wiese, d.h. er stand quasi mit schnellen Flügelschlägen still in der Luft und visierte seine Beute an. Nach und nach kam er stufenweise tiefer, bis er aus recht niedriger Höhe steil und pfeilschnell herabstieß. Eine mühselige und nicht immer von Erfolg gekrönte Jagdweise - es brauchte einige Versuche, bis der Vogel erfolgreich war. Was uns sehr erstaunt hat war, dass er mit seiner Beute hoch auf den Wipfel eines Baumes geflogen ist, um dort zu fressen. Später folgten noch einige Beuteflüge direkt vom Baum aus, jedoch alle erfolglos. Hier ein paar Bilder (leider aus einiger Entfernung, mehr gibt meine Kamera nicht her):

falki3.JPG falki2.JPG

Sonntags waren wir dann einfach nur an einer anderen Stelle am Waldrand spazieren und auch hier jagte wieder ein Falke über dem abgeernteten Feld. Die Kinder spielten am Bach auf einem umgestürzten Baum und hatten Ihren Spaß… Schaut nur die leuchtenden Farben dieser Flechten auf einem abgebrochenen Ast! Und welcher Baum hat trägt diese zwei unterschiedlichen Anhängsel? Die Tautropfen auf den Grashalmen vergrößern wie kleine Lupen!

flechten2.JPG querschnitt1.JPG

grashalme.JPG baumbluten5.JPG

Ich wette, Ihr könnt da draußen auch solche tollen Sachen finden - also, Augen auf!


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Beobachtungen Oktober / November 2008

Simone R. am 17. November 2008 um 22:22
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15.10.2008
Freitag – mein „Frei-Tag“ d.h. nachdem Wolf zur Schule abgezischt ist, geht es für mich los zum Platz – auf diese Zeit „mit mir selbst“ freue ich mich immer schon die ganze Woche. Es ist noch etwas dämmerig und bedeckt, aber dafür sehr schön ruhig. Als es Zeit ist zu gehen, zeigt sich die Sonne und mir fällt diese frische Losung auf (Reh…?)

Losung

Und die unvermeidlichen Flieger…a lot of traffic

Traffic

Dazu am Wegesrand (musste ich wegen der leuchtenden Farben einfach ablichten…)

Blume

17.10.08
Heute sind wir zunächst zum Ententeich im Bieberer Wald gelaufen. Dort schlagen wir uns in die Büsche und gehen am lehmigen, schlammigen Ufer entlang. Massenhaft Spuren…offensichtlich kommen die Rehe zum Trinken dorthin. Hinter dem Teich kommen wir wie vermutet an unserem „Sitzplatz 3“ heraus. Dort entdecken wir diese sonderbar geformten Pilze, die beiden unteren in der schrillen Farbe Lila!:

Alienpilz Moospilze
Gehirnpilz

Wolf hört zuerst das Reh, das wir aufgescheucht haben und sieht es auch fortspringen, während ich mit meinen verschlammten Schuhen beschäftigt bin… Dieses Netz fanden wir an einem enorm langen Haltefaden (bestimmt 3 m lang!) gespannt zwischen zwei Bäumen, unglaublich wie stabil diese Spinnenfäden sind!

Spinne im Netz

24.10.08
Ich bin heute schon sehr früh unterwegs, die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Heute gab es den ersten Nachtfrost. Man sieht jeden Atemhauch als Wölkchen in der Luft. Als ich an der Wiese ankomme, ist alles mit Reif überzogen. Bei jedem Schritt knistern die gefrorenen Halme unter meinen Füßen und der Frost hat zudem überall abstrakte Muster aus Eiskristallen hingezaubert: Spinnennetz, Gräser und Klee

Frost Gräser
Klee

Langsam geht die Sonne auf, noch ist es dämmrig (das Bild natürlich ist nur ein müder Abklatsch der Wirklichkeit draußen)

Sonnenaufgang Aufgang 2

Auch die Vögel werden langsam munter. Nach einer Weile fällt mir eine Stimme besonders auf, die ich bisher am Platz nie gehört habe. Erst hinter mir im Gestrüpp, dann neben mir im Haselstrauch: Ein hohes, fast schrilles, plapperndes Gezwitscher. Das macht mich wirklich neugierig. Ich höre die Vögel in den Zeigen über mir umherhüpfen. Plötzlich fliegt einer auf einen Zweig „meiner“ Eiche – nur knapp 1 m von meiner Nase entfernt. Der winzige Kerl schaut mich an (zumindest empfand ich das so !), zwitschert wieder los und fliegt zum nächsten Zweig, wo er wie ein Kolibri flatternd in der Luft schwebend an einem Blatt herumpickt.

Das sonderbare war, dass ich das alles wie in Zeitlupe wahrgenommen habe und jedes Detail sich eingeprägt hat. Ich sehe jetzt noch genau die Szene vor mir – die schwirrenden Flügelchen und die leicht angezogenen Vogelbeinchen mit gekrümmten Krallen währenddessen. (Es war übrigens ein Wintergoldhähnchen, konnte ich dann zu Hause ja leicht im Bestimmungsbuch nachschlagen…).

Jedenfalls ein ganz besonderer Morgen, den ich so schnell nicht vergessen werde!

26.10.2008 Fasanerie Klein Auheim: Rotwild und Kolkrabe

Rot und Wild Rabe

Ich wusste gar nicht, dass Kraniche rote Augen haben! Weisstörche…

Kranich mit rotem Auge Störche

30.10.2008 Regenbesuch am Platz

Am Platz

Ein Admiral - Auf dem Rückweg zum Auto sahen wir dieses Prachtexemplar (saugte zuerst an faulem Obst)

Admiral


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Urlaubserlebnisse 02.07.2008

Simone R. am 5. Juli 2008 um 12:00
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An unseren nächsten beiden Urlaubstagen war das Wetter zunächst unbeständig und kühl.

Wir haben daher in Kiel/Laboe eine meeresbiologische Station besucht, was wirklich interessant war. Ich wusste bisher nicht, dass die Ostsee erst vor ca. 10.000 Jahren mit Ende der letzten Eiszeit entstanden ist. Sie gilt als das größe Brackwassermeer der Erde und wurde/wird quasi durch einströmendes Salzwasser der Nordsee und dem aus Flüssen zufließenden Süßwasser sowie Regenwasser gespeist (=Brackwasser). Deshalb ist auch der Salzgehalt der Ostsee sehr unterschiedlich von 3,5 % im Kategatt, ca. 1,5 % in der Kieler Förde und nimmt nach Norden hin weiter ab und beträgt oben in Skandinavien nur noch 0,3 – 0,5 %. Das stellt natürlich unheimliche Ansprüche an die in der Ostsee lebenden Tierarten, die mit diesen unterschiedlichen Bedingungen erstmal klarkommen müssen.

Sehr beeindruckend ist auch das Jagdverhalten der Seesterne – Geduld ist das Motto, die setzen sich einfach auf die geschlossenen Muscheln, bis diesen im wahrsten Sinne des „die Luft ausgeht“ (das kann bis zu 6 Stunden dauern). Wenn die Muscheln sich dann öffnen um zu Atmen, stülpen die Seesterne ihren Magen hinein und verzehren das Muschelfleisch. Die Seesterne durften wir sogar anfassen – sie fühlen sich so rau an, wie eine Katzenzunge oder Schmirgelpapier aber gleichzeitig auch weich.

Seestern

Oben im Bild über dem Seestern sind Seeigel zu sehen, welche auch in der Ostsee heimisch sind.

Am nächsten Tag sind wir einfach ein bisschen am Strand entlang spaziert – ein wunderbarer Naturstrand teils mit Steilküste. An einigen Abschnitten ist diese durchlöchert wie ein Schweizer Käse.

Schwalbe01 Schwalbe02

Hier brüten Kolonien von Uferschwalben. Und was für ein Betrieb dort herrscht! Unermüdlich starten und landen die kleinen Flugkünstler geschickt in ihren Behausungen. Dabei wird zur Verständigung immer zwitschernd geschwatzt. Unglaublich, dass es dabei zu keinen Zusammenstößen kommt. Am Fuße einer der Kolonien entdecken wir eine kleine, wohl gerade erst flügge gewordene Schwalbe, welche ihre Flugkünste wohl etwas überschätzt hat.

Schwalbe03

Sie sah ziemlich mitgenommen aus und versuchte und mein Sohn Wolf hatte wirklich Angst, dass sie dort nicht lange überleben kann. Ein Blick ins Vogelbuch später zu Hause beruhigte uns etwas, denn die Kleinen werden wohl noch längere Zeit von den Eltern weiter gefüttert, selbst wenn Sie schon flügge sind. Ich habe aber trotzdem Zweifel, ob Sie von dort unten überhaupt alleine starten kann…

Unterwegs haben wir dann Unmengen schöner Steine, Muscheln uns sonstiges Treibgut gesammelt. Seht mal unsere Schätze:

Stein Schätze

Die Krabben im Bild sind nicht etwa tot, sondern es handelt sich einfach um leere Krabbenpanzer, die von den Krabben mühsam abgestreift werden, wenn sie „herausgewachsen“ sind. Die Krabben häuten sich nämlich einfach, wenn Ihnen der Panzer zu eng wird –praktisch, oder?

So, das war es für heute – mal sehen, was uns morgen erwartet…

Ganz liebe Grüße, Simone & Wolf

P.S.: Wolf hat eben ganz aufgeregt entdeckt, dass die ursprünglich grün-grau gefärbten Krabbenpanzer, die wir gefunden hatten, sich auf der Terrasse (wo ich sie zum fotografieren drapiert hatte) knallrot gefärbt haben. Ging innerhalb von einer Minute…wirklich cool!!


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Kraft der Natur…

wurzeltrapp am 30. April 2008 um 10:32
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Klick auf die Bilder um sie zu vergrößern. Schau dir an, was Hubert entdeckt hat!

Am 13.03.08 hat Hubert geschrieben:
Lieber Wurzeltrapp, siehst Du es?

Naturkräfte

Da hat sich einer mit unglaublichen Kräften durch die Teerdecke gearbeitet. Wie ist das möglich? Noch dazu jetzt Anfang März.

Herzlichst Hubert

Am 16.03.08 hat Hubert geschrieben:
schau, lieber Wurzeltrapp, der kleine Kraftprotz ist schon ganz schön gewachsen! Ich beobachte ihn weiter.

Kraftprotz 02

 

hubert

Am 27.04.08 hat Hubert geschrieben:

Inzwischen hat sich eine ganze Mannschaft durchgekämpft!

Steinbrecher

hubert

 


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Rappelpost April 08 - Spuren beim Wurzeltrapp?

wurzeltrapp am 15. April 2008 um 12:16
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Am 26.01.2008 hieß es wieder “Spurenlesen mit dem Wurzeltrapp
Wir hatten prima Wetter zum Spurenlesen und auch die Nachmittagsonne machte es uns einfach.

Für die Rappelpost hat Ben (10) einen Bericht geschrieben und Hendrik (9) hat tolle Fotos gemacht. Vielen Dank dafür! Klickt auf die Bilder um sie zu vergrößern.

Spurenlesen Wurzeltrapp 01 Spurenlesen Wurzeltrapp 02 Spurenlesen Wurzeltrapp 03 Rappelpost April / Mai 2008


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Natur erleben - Bericht 06.04.2008

Simone R. am 11. April 2008 um 14:37
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Unsere Tour haben wir diesmal hinter dem Kickers-Stadion am Ende der B 448 begonnen. Liefen dann erst über das Gebiet mit dem Aushub vom S-Bahnbau (ist immer Wolfs besonderer Wunsch, da es bei Regen dort wegen des lehmhaltigen Bodens immer superschlammig ist und man mit den Riesenklumpen an den Gummistiefel kaum noch vorwärts kommt). An einer großen Pfütze stand er bis fast zu den Knien im Schlamm und ich musste ihn befreien. Am Rand der Ebene hat sich in einer Senke ein Wassergraben gebildet – dort haben wir viele Rehspuren gesehen und sind diese dann ein Stückchen gefolgt. Kurz darauf wurde unsere Aufmerksamkeit von vielen unterschiedlichen zerbrochenen Schneckenhäusern gefesselt, die alle direkt neben einem Grenzstein lagen.

Schnecken

Wir haben uns dann den Kopf zerbrochen, wer denn wohl so viel Appetit auf Schnecken hatte. Wolf meinte, „Das war sicher ein Fuchs!“. Ich hatte vor ein paar Tagen durch Zufall in einem Buch gelesen, dass ein Vogel der Täter ist – doch wer weiß, welcher?

Lies hier wie unsere Entdeckungsreise weitergeht Ich will mehr »


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Pflanzen Kurs am Ostersamstag

wurzeltrapp am 27. März 2008 um 12:57
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In der Februar / März Ausgabe der Rappelpost gab es beim Wurzeltrapp einen Pflanzenkurs zu gewinnen.

Am Ostersamstag war es dann soweit. Da der Winter ja noch einmal zurück gekommen ist, dachte ich mit schon, dass wenige der Gewinner auftauchen werden. Als es dann um 1430h blitzte, donnerte und hagelte kamen mir noch mehr Zweifel. Aber da ich am Vortag um trockenes Wetter gebeten hatte, hörte es pünktlich um 1455h auf mit dem Nass von oben. Um 1510h ging es dann los und wir waren fast 3 Stunden unterwegs! Vielen Dank an die tapferen Teilnehmer! Schau mal was Simone und Wolf mir geschrieben haben…

Hallo Axel!

ich wollte mich nochmal ganz herzlich für den tollen Nachmittag am Samstag bedanken - trotz nasser Füsse und Hosen sind wir von der Schnupfennase verschont geblieben…

Wolf hat es auch richtig gut gefallen (trotz der “mir ist langweilig” -Kommentare; darf man nicht so ernst nehmen…) und es ist auch wirklich einiges hängen geblieben: Wir waren Sonntag nachmittag nochmal losgezogen, um bei unserer “Bärlauch-Stelle” nach dem Rechten zu sehen. Ich fragte Wolf dann, wie viel er denn nehmen möchte und er meinte sofort “nur 3 Blätter, damit im nächsten Jahr wieder etwas wächst” und sagte dann wahrhaftig noch “Danke, lieber Bärlauch” und streichelte die restlichen Blätter - Ich wette, im nächsten Frühjahr wird der Bärlauch an der Stelle nur so sprießen…

Genau dort an der gleichen Stelle haben wir später auch noch einen Buntspecht gehört und beobachten können. Ist übrigens auch einer meiner Lieblingsplätze in Offenbach - das sogenannte “Amerikawäldchen”, falls dir das etwas sagt. Da habe ich als Kind schon mit meinen Freunden gespielt und ich entdecke heute noch immer neue abenteuerliche Stellen - und das quasi fast in der Stadt.

Im Übrigen war es auch Wolf, der heute beim Spielen im Garten in dem bisher völlig unbeachteten Grünzeug neben unserem Kompost den “Giersch” erkannt hat - so hatten wir die Vitaminquelle jahrelang direkt vor der Nase, ohne es zu wissen. Wird jetzt in jedem Fall unseren Speiseplan bereichern ;-)

Ich hab’ Dir ein paar Bilder angehängt, die am Wochenende teils im Garten meiner Eltern (in der Pfalz), teils im Leonhard-Eißnert-Park hier in OF entstanden sind.

Sieht der Baumpilz nicht aus wie eine riesige Blüte? Der ganze Stamm war übersät davon…

Die Farben und Formen der Flechten am Johannisbeerstrauch meiner Mutter sind wirklich beeindruckend - ich befürchte nur, dass die zukünftigen Ernten nicht wirklich üppig ausfallen werden, wenn sie sich weiter so rasend schnell ausbreiten…

Nochmals 1000 Dank.

Ganz liebe Grüße

Simone & Wolf

Ahornkeim Baumpilz

Hummel Flechten


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Müll in der Natur #1 - Die Plastiktüte

wurzeltrapp am 13. Februar 2008 um 12:56
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Heute will ich mir mal die Plastiktüte vornehmen.

Jute sollte einmal Plastik ersetzen - nicht generell, sondern die Plastik Einkaufstasche. Die Jutetasche kam 1978 auf den Markt. Diese quadratische Einkaufstasche aus grobem Jutestoff, mit dem Aufdruck “Jute statt Plastik” wurde in Bangladesch genäht und kostete 1,50 Mark pro Stück.

30 Jahre später ist in weiten Teilen der Welt die Entscheidung gefallen - zugunsten der Plastiktüte!
Sie ist in der Herstellung viel billiger. Es scheint wenige zu interessieren, dass sie zu Milliarden durch die Natur fliegt und fast ewig braucht, um sich aufzulösen!

Plastiktüte in der Natur

Nach Angaben des Umweltministeriums werden in Deutschland jährlich 100 Millionen Tonnen Öl zur Produktion von 3,5 Milliarden Plastiktüten verbraucht!
Immerhin, in Irland wird eine Abgabe auf Plastiktüten erhoben und in San Francisco sind sie seit Anfang 2007 in Supermärkten und Drogerien verboten!

Plastik Einkaufstüten in Zahlen:

Jährliche Produktion weltweit: mehr als 500 Milliarden

Jährlicher Verbrauch in den USA: rund 100 Milliarden - das sind 333 pro Kopf

Recyclingquote in den USA: 1 Prozent

Jährlicher Verbrauch in Deutschland: 3,5 Milliarden - das sind 43 pro Kopf

Das kannst DU tun: Nimm immer eine wiederverwendbare Tüte mit! In der kannst du deine Fundstücke aus dem Wald oder den Konsumtempeln nach Hause tragen - und zwar mehrfach. Auch ich habe so eine Stofftasche in meinem Rucksack! Und du kannst mir glauben, sie hat mir schon oft gute Dienste erwiesen.
Ach ja, noch etwas kannst du tun! Erzähle deinen Freunden von den Plastik-und Jutetaschen! Und am besten machst du ihnen täglich vor, wie es richtig geht!


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