Euch allen fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr - mit einer ganz besonderen Geschichte des Jahres…

Simone R. am 23. Dezember 2011 um 21:26
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Die Geschichte des Jahres - von Hans Christian Andersen

Es war in den letzten Tagen des Januar; ein fürchterlicher Schneesturm trieb daher. Der Schnee fegte wirbelnd durch die Straßen und Gassen. Die Fensterscheiben waren außen wie vom Schnee gepolstert, von den Dächern stürzte er in ganzen Haufen und die Leute hasteten vorwärts; sie liefen, sie flogen und stürzten einander in die Arme, hielten sich aneinander einen Augenblick fest und hatten wenigstens solange einen Halt. Wagen und Pferde waren gleichsam überpudert, die Diener standen mit dem Rücken gegen den Wagen gelehnt, um sich vor dem Winde zu schützen, und die Fußgänger suchten beständig Deckung hinter den Wagen, die nur langsam in dem tiefen Schnee von der Stelle kamen. Als sich endlich der Sturm legte, und ein schmaler Fußsteig längs den Häusern ausgeworfen wurde, standen die Leute doch noch stille, wenn sie sich begegneten. Keiner von ihren hatte Lust, den ersten Schritt in den tiefen Schnee an den Seiten zu tun, damit der andere vorüber könne. Schweigend standen sie still, bis endlich, fast wie in einer stummen Übereinkunft, jeder von ihnen ein Bein preisgab und es in dem Schneehaufen versinken ließ.

Gegen Abend wurde es windstill. Der Himmel sah aus wie gefegt und höher und durchsichtiger als zuvor; die Sterne waren funkelnagelneu und glänzten blau und klar. Dabei fror es, dass der Schnee krachte. Bei dem Wetter konnte wohl die oberste Schneeschicht so fest werden, dass sie am Morgen die Spatzen trug; die hüpften bald oben herum bald unten, wo geschaufelt war; viel Nahrung war jedoch nicht zu finden und sie froren bitterlich.

»Piep« sagte der eine zum anderen, »das nennt man nun das neue Jahr. Es ist ja schlimmer als das alte. Dann hätten wir es ebenso gut behalten können. Ich bin schlechter Laune, und dazu habe ich guten Grund.«

»Ja, da liefen nun die Menschen umher und schossen das neue Jahr ein,« sagte ein kleiner verfrorener Spatz. »Sie warfen Töpfe gegen die Türen und waren rein außer sich vor Freude, dass nun das alte Jahr vergangen war. Und ich war auch froh darüber, denn ich erwartete, dass wir nun warme Tage bekommen würden, aber daraus ist nichts geworden! Es friert noch viel stärker als zuvor; die Menschen haben sich in der Zeitrechnung geirrt!«
»Das haben sie« sagte ein Dritter, der schon alt und weißköpfig war. »Sie haben da etwas, das sie den Kalender nennen. Das ist ihre eigene Erfindung, und deshalb soll sich alles danach richten, aber das tut es nicht. Wenn der Frühling kommt, beginnt das Jahr. Das ist der Lauf der Natur und danach rechne ich.« Ich will mehr »


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Schnupperkursimpressionen…

Simone R. am 5. November 2011 um 23:03
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Wer auch immer für das Wetter verantwortlich ist, hat es am Schnupperkurstag am 05.11.2011 ganz besonders gut gemeint und uns einen herrlich goldenen Novembertag geschenkt.

Sogar einige Schmetterlinge ließen sich von der Sonne hervorlocken, so wie dieser Admiral hier:

Der Admiral (Vanessa atalanta) nascht im Herbst gerne an überreifem Obst. Unterwegs lernten wir die Wilde Karde (Dipsacus fullonum) kennen - Ihre Heilkräfte lassen sich bei der Behandlung der durch Zecken übertragenen Borreliose einsetzen.
Die Karde nochmal in ihrer ganzen herbstlichen Schönheit - Wilde Karde (Dipsacus fullonum) :: Foto © Stefanie Düsterhus frische Minze fanden wir sogar auch noch - wie das duftet!!! :: Foto © Stefanie Düsterhus Einführung in die Geheimnisse des Spurenlesens :: Foto © Stefanie Düsterhus
und schon ein paar Meter weiter die ersten Wildschweinspuren auf dem Feldweg! Löwenzahnherbstblüte…
hier hat/haben sich ein (oder mehrere) Wildschwein(e) gesuhlt! Die Teilnehmer waren mit vollem Körpereinsatz bei der Sache!
Zum Schluss haben wir von den schönsten Trittsiegeln Gipsabdrücke genommen… …und wer wollte, konnte “seine” Spur mit nach Hause nehmen.

Also uns hat dieser Nachmittag heute unheimlich viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon sehr auf den nächsten Schnupperkurstag am 03. Dezember 2011.

Anmelden - Mitmachen! #RausindieNatur!


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Besondere Entdeckungen und #Naturrätsel…

Simone R. am 9. September 2011 um 15:07
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…habe ich überhaupt nicht erwartet, da ich mit etwas sorgenvollen Gedanken heute morgen durch den Wald streifte. Dennoch war ich überrascht, dass mir insbesondere viele kleine Dinge ins Auge fielen und meine Wahrnehmung anscheinend gar nicht so abgelenkt war, wie ich befürchtet hatte.

Schaut mal, was ich alles entdeckt habe:

Viele dieser Waldmistkäfer sind derzeit unterwegs… …und Kellerasseln leben nicht nur in den Kellern, sondern auch im Wald!
Eine Kreuzspinne reparierte fleißig ihr großes Radnetz, das sie zwischen zwei Bäumen gespannt hat. selbst auf dem Wohlstandsmüll am Waldrand kann man als Jungeidechse ein Sonnenbad nehmen…
Wegschnecken bei der Paarung… und ein Tigerschnegel, der an einem Baumpilz nascht!
Der Löwenzahn läutet die Herbstblütezeit ein… und dann doch noch ein #Naturrätsel, welches ich noch nicht lösen konnte!

Von welchem Tier mögen diese Überreste wohl stammen? Die relative Größe könnt ihr mit der Eichel vergleichen, die mit im Bild ist. Ich glaube, es handelt sich um Teilstücke eines Schädels und einige Hals-/Rückenwirbel. Die Knochen sind sehr fragil, leicht und durchscheinend. Wer kann uns helfen dieses Rätsel zu lösen?

Ich werde später auf unserer facebook-Seite noch eine größere Aufnahme dazu veröffentlichen… hier entlang!


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Schnupperkurs mal anders: Der erdwissen-Naturerlebnisrundgang am 06.11.2010

Simone R. am 26. Oktober 2010 um 18:56
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Am Samstag, den 06.11.2010 möchten wir Euch zu einem herbstlichen Rundgang durch den Bieberer Wald einladen.

Spielerisch werden wir dabei unsere Wahrnehmung und unsere Sinne schulen und dabei sicher auch vielen Spuren am Wegesrand begegnen. Von unserer Kräuterfrau könnt ihr erfahren, welche Heilkräuter besonders gut durch die Erkältungszeit helfen oder Linderung verschaffen, wenn euch Husten, Schnupfen und Heiserkeit plagen. Unterwegs werden wir gemeinsam herausfinden, wie und wo man im Wald bei Regen oder Schnee am besten trocken bleibt und sich warm halten kann.

Wilder Thymian // Quendel “Lichtblick” durch die alte Eiche….
Trittsiegel von Hund oder Katze? da wurden fleißig Wildkräuter gesammelt…

 Treffpunkt ist wie immer auf dem Parkplatz am Restaurant “Zur Käsmühle” in Offenbach-Bieber, Dietesheimer Str. 408 um 14.00 Uhr.

Der Natur-Erlebnisrundgang ist kostenfrei - jedoch würden wir uns über eine kleine Spende für die Vereinsarbeit sehr freuen!

 Wer mitkommen möchte, kann sich ganz einfach hier anmelden per eMail unter hallo@erdwissen.de oder telefonisch unter 069-851586

Anmeldungen sind diesmal auch kurzfristig noch möglich. Der Spaziergang findet bei jedem Wetter statt!

 Wir freuen uns auf Euch und gemeinsame Erlebnisse in und mit der Natur!!!
 


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Fotorätsel…

Simone R. am 13. Oktober 2010 um 20:45
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Heute war es richtig herbstlich draußen. Gegen Abend tauchte die Sonne alles in ein milchiges Licht und es wehte ein kalter Nordwind. Auch tagsüber hat die Sonne nicht mehr die rechte Kraft, da noch gegen “anzuwärmen”. Die Blätter verfärben sich und viele fallen bereits von den Bäumen. Wenn man im Wald ganz genau hinhört, kann man sie beim Fallen sogar leise rascheln hören - oder auch das lautere Plumpsen der Eicheln…

Auf der Wiese am Waldrand schreckte ich einen Rehbock auf.  Er steckte schon mitten im Fellwechsel und sah deshalb ziemlich zerfleddert aus. Ein Trupp Schwanzmeisen hüpfte über mir in den Zweigen herum und unterhielt sich dabei fröhlich. Im letzten Jahr habe ich sie erst im Winter zu Gesicht bekommen…

So, und nun habe ich ein paar Rätsel für Euch…klickt einfach auf die Bilder!

Wer hat an diesem Apfel geknabbert? Oder waren vielleicht verschiedene Tiere? Wer hat hier auf einem Erdhaufen mitten auf dem Feldweg sein “Geschäft” erledigt?
Wer hat hier auf der Wiese so ein gemütliches Versteck? Wer hat hier die Baumschule durchpflügt? Ein Traktor war es nicht, soviel sei gesagt…

Was meint Ihr? Wir freuen auf eure Antworten - nutzt einfach die Kommentarfunktion unten! Wir freuen uns übrigens auch über eure Naturrätsel und Beobachtungen. Schreibt uns unter hallo(at)erdwissen.de


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Herbstgeschöpfe

Simone R. am 19. Oktober 2009 um 16:44
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Wenn man jetzt nach einem Regentag durch den Wald geht, dann kann man die wundersamsten Gesellen entdecken. Sie durchbrechen unaufhaltsam den Boden und recken Ihre Köpfe dem Licht entgegen. Pilze -nicht Tier und nicht Pflanze- sind doch ein unentbehrlicher Teil der Wälder und des Naturkreislaufes.

Parasol.jpg Schwefelkopf.JPG
Schopftintling.jpg Fliegenpilz.jpg
Hexenpilz.JPG Ziegenbart.JPG
Stockschwämmchen.jpg Samtfußkrempling.JPG

Was ihr hier seht, sind nur die Fruchtkörper des eigentlichen Pilzes, der weitverzweigt als netzartiges Gebilde unter der Erde oder im verrottenden Holz lebt. Ohne Pilze und ihre “Zersetzungsarbeit” würden Waldboden und auch die Wurzeln der Bäume unter verfaulenden Blättern regelrecht ersticken. Pilze sind nicht nur schön anzusehen, sondern sorgen auch noch für nährstoffreichen und lockeren Humusboden.

Ich persönlich kann dem Pilze sammeln absolut nichts abgewinnen - insbesondere seit ich weiß, dass sie nahezu keinen Nährwert haben und aus demselben Material bestehen, aus dem die Gliedertiere und Insekten aufgebaut sind - nämlich Chitin! Man sollte sich immer darüber bewusst sein, dass es auch hier bei uns in Deutschland ein paar wirklich giftige Pilze wachsen, die unter Umständen sogar tödlich wirken können. Also besser diese nützlichen Helfer mit ihrer Farben- und Formenvielfalt und ihrem einzigartigen Duft dort genießen, wo sie wachsen und an ihrem Standort belassen.


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Muster

Simone R. am 2. September 2009 um 22:42
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Ist euch schon einmal aufgefallen, welche Vielfalt an Mustern die Natur zu bieten hat?

Baumrinde, Blattadern, die Zeichnung von Insekten (denkt nur an die gelbschwarzen Ringel der Wespe und die Punkte der Marienkäfer!), das bunte Federkleid der Vögel, Lamellen am Pilzhut, Waben der Honigbienen, Wolkenformationen oder die kunstvollen Radnetze einiger Spinnen…die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Kartoffelbovist.jpg Bucheckern.jpg
Ausgetrocknet.jpg Wilde Möhre - Käfer.jpg
Eichel.jpg Leben im Baumstumpf.jpg
Erdkröte.jpg Fundstücke September.jpg

Beim heutigen Streifzug durch den Wald fiel mir auf, dass sich langsam schon die ersten Blätter verfärben und heruntersegeln. Dicke Eicheln und Bucheckern liegen schon auf dem Boden - sogar sehr viele! Der Sommer neigt sich dem Ende zu und der Herbst kommt mit großen Schritten.

Gleichzeitig ist auch noch immer junges Leben zu beobachten - wie diese kleine Erdkröte oder der zarte Schössling am tot erscheinenden, abgesägten Baumstamm. Auf dem letzten Bild könnt ihr die Fundstücke des einstündigen Waldspaziergangs sehen. Welche Vögel mögen da wohl Federn verloren haben?

Habt auch Ihr da draußen schon Muster entdeckt? Wenn ja, welche?

Wir sind gespannt auf eure “Natur-Muster” - Entdeckungen. Nutzt dazu einfach die Kommentarfunktion. oder schickt uns eure Fotos.


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