Bilder von der Küste (2)

Simone R. am 13. August 2009 um 10:07
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Möwen sind hier oben an der Ostsee unsere ständigen Begleiter. Aber auch etwas im Landesinneren sind sie sofort zu Stelle, um gemeinsam mit Schwärmen von Saatkrähen und Staren auf den abgeernteten und frisch gepflügten Getreidefeldern nach Nahrung zu suchen.

Silbermöwe adult.jpg Silbermöwe Jungvogel.jpg
Möwenspuren im Sand.jpg Ohrenqualle gestrandet.jpg
Sand - Kothäufchen.jpg Wellenspiele.jpg
Admiral.jpg Tagpfauenauge.jpg

Beim Strandspaziergang kann man spannende Dinge finden. Sonne, Wellen und Sand und die im Sand lebenden Tiere zaubern einmalige Muster, die mit dem nächsten Windstoß oder der folgenden Welle schon wieder vergangen sind. Wer macht nur diese winzigen Sandhäufchen? Wenn man sich etwas Zeit nimmt, kann man sehen ie sie immer größer werden und es dabei im nassen Sand “blubbert”….

Jetzt nichts wie ‘raus und eigene Beobachtungen machen. Teilt EURE eigenen Geschichten und Erlebnisse auch mit uns!


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Urlaubserlebnisse 04.07.2008

Simone R. am 7. Juli 2008 um 11:11
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Strandwetter!!! Und das nun schon 3 Tage lang! Dazu wegen des frischen Windes herrliche Wellen.

Für die Möwen anscheinend auch eine wahre Freude – sie scheinen es richtig zu genießen, in den Windböen dahinzusegeln. Sie schaffen es sogar –scheinbar ohne jeglichen Kraftaufwand) quasi in der Luft zu „stehen“. Packt man am Strand seinen Proviant aus, sind im Nu ein paar Möwen in der Nähe (es könnte ja etwas für sie abfallen).

Lachmöwe Möwe

Eine Lachmöwe schwebte auf Augenhöhe (ca. 1 m vom Boden) genau vor uns lange in der Luft, dass wir sie genau beobachten konnten. Schokobrauner (fast schwarzer) Kopf mit weißen Augenringen, roter Schnabel und rote Füße, schlanke Flügel und schwarze Flügelspitzen. Von den Keksen hat Sie aber trotzdem nichts abbekommen und segelte dann nach einigen Sekunden (wie ich finde mit leicht beleidigtem Blick) von dannen.

Viele schöne Spuren im Sand haben wir auch gefunden:

Spur01 Spuren01

In der Nähe der Felsen war Wolf zusammen mit ein paar anderen Kindern mit dem Kescher zugange und kam plötzlich aufgeregt rufend mit irgendetwas in der Hand angerannt „Ein Fisch, ein Fisch!!“. Schnell befüllten wir den Eimer mit Meerwasser und ließen den Fang hineinplumpsen – eine Babyscholle ca. 4 cm. groß!!!! Perfekt getarnt, dass wir sie im Eimer erst für einen Sandhaufen gehalten haben. Erst bei genauerem Hinsehen konnten wir die Umrisse erkennen (das Blau des Eimers konnte sie zum Glück nicht nachahmen…). Leider ließ sie sich auch nicht gut fotografieren – oben links im Bild kann man die Umrisse erahnen.

Scholle

Natürlich haben wir den kleinen Fisch dann sofort wieder in die Freiheit entlassen.

Zurück in der Ferienwohnung auf der Terrasse, erregte ein schabendes, kratzendes Geräusch meine Aufmerksamkeit. Ich brauchte einige Zeit, um die Ursache auszumachen: Eine Wespe knabberte am Besenstiel – wohl um sich Material für den Nestbau zu beschaffen. Schaut mal, was für ein schönes Tier.

Wespe

So, jetzt habe ich aber lange genug vor dem Computer gesessen – jetzt geht’s wieder Raus an die frische Luft!!


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Urlaubserlebnisse 02.07.2008

Simone R. am 5. Juli 2008 um 12:00
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An unseren nächsten beiden Urlaubstagen war das Wetter zunächst unbeständig und kühl.

Wir haben daher in Kiel/Laboe eine meeresbiologische Station besucht, was wirklich interessant war. Ich wusste bisher nicht, dass die Ostsee erst vor ca. 10.000 Jahren mit Ende der letzten Eiszeit entstanden ist. Sie gilt als das größe Brackwassermeer der Erde und wurde/wird quasi durch einströmendes Salzwasser der Nordsee und dem aus Flüssen zufließenden Süßwasser sowie Regenwasser gespeist (=Brackwasser). Deshalb ist auch der Salzgehalt der Ostsee sehr unterschiedlich von 3,5 % im Kategatt, ca. 1,5 % in der Kieler Förde und nimmt nach Norden hin weiter ab und beträgt oben in Skandinavien nur noch 0,3 – 0,5 %. Das stellt natürlich unheimliche Ansprüche an die in der Ostsee lebenden Tierarten, die mit diesen unterschiedlichen Bedingungen erstmal klarkommen müssen.

Sehr beeindruckend ist auch das Jagdverhalten der Seesterne – Geduld ist das Motto, die setzen sich einfach auf die geschlossenen Muscheln, bis diesen im wahrsten Sinne des „die Luft ausgeht“ (das kann bis zu 6 Stunden dauern). Wenn die Muscheln sich dann öffnen um zu Atmen, stülpen die Seesterne ihren Magen hinein und verzehren das Muschelfleisch. Die Seesterne durften wir sogar anfassen – sie fühlen sich so rau an, wie eine Katzenzunge oder Schmirgelpapier aber gleichzeitig auch weich.

Seestern

Oben im Bild über dem Seestern sind Seeigel zu sehen, welche auch in der Ostsee heimisch sind.

Am nächsten Tag sind wir einfach ein bisschen am Strand entlang spaziert – ein wunderbarer Naturstrand teils mit Steilküste. An einigen Abschnitten ist diese durchlöchert wie ein Schweizer Käse.

Schwalbe01 Schwalbe02

Hier brüten Kolonien von Uferschwalben. Und was für ein Betrieb dort herrscht! Unermüdlich starten und landen die kleinen Flugkünstler geschickt in ihren Behausungen. Dabei wird zur Verständigung immer zwitschernd geschwatzt. Unglaublich, dass es dabei zu keinen Zusammenstößen kommt. Am Fuße einer der Kolonien entdecken wir eine kleine, wohl gerade erst flügge gewordene Schwalbe, welche ihre Flugkünste wohl etwas überschätzt hat.

Schwalbe03

Sie sah ziemlich mitgenommen aus und versuchte und mein Sohn Wolf hatte wirklich Angst, dass sie dort nicht lange überleben kann. Ein Blick ins Vogelbuch später zu Hause beruhigte uns etwas, denn die Kleinen werden wohl noch längere Zeit von den Eltern weiter gefüttert, selbst wenn Sie schon flügge sind. Ich habe aber trotzdem Zweifel, ob Sie von dort unten überhaupt alleine starten kann…

Unterwegs haben wir dann Unmengen schöner Steine, Muscheln uns sonstiges Treibgut gesammelt. Seht mal unsere Schätze:

Stein Schätze

Die Krabben im Bild sind nicht etwa tot, sondern es handelt sich einfach um leere Krabbenpanzer, die von den Krabben mühsam abgestreift werden, wenn sie „herausgewachsen“ sind. Die Krabben häuten sich nämlich einfach, wenn Ihnen der Panzer zu eng wird –praktisch, oder?

So, das war es für heute – mal sehen, was uns morgen erwartet…

Ganz liebe Grüße, Simone & Wolf

P.S.: Wolf hat eben ganz aufgeregt entdeckt, dass die ursprünglich grün-grau gefärbten Krabbenpanzer, die wir gefunden hatten, sich auf der Terrasse (wo ich sie zum fotografieren drapiert hatte) knallrot gefärbt haben. Ging innerhalb von einer Minute…wirklich cool!!


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Urlaubserlebnisse 26./27.06.2008

Simone R. am 2. Juli 2008 um 10:00
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Mächtige, alte Pappeln und Linden singen ihr Lied, wenn der Küstenwind durch die Äste und Zweige streicht. Sie umsäumen das alte Bauernhaus nahe der Ostseeküste, in dem wir nun für 2 Wochen Ferienzeit unser Domizil haben. Über die Rapsfelder kann man bis zur Ostsee schauen. Mehl- und Rauchschwalben segeln mit wahnwitzigen Flugmanövern oft so nah an uns vorbei, dass man den Luftzug der Flügelschläge spüren kann.

Gleich nach der Ankunft zog es uns zum Strand - feinster, fast weißer Sand und eine natürliche Steilküste, welche guten Windschutz bietet (zumindest wenn es nicht gerade landeinwärts bläst…). Zum Baden ist die Ostsee jetzt Ende Juni mit knapp 17°C noch recht kalt – aber zumindest mit den Füßen haben wir uns hineingetraut und den Strand entlangspaziert.

Dann die Überraschung hinter ein paar Felsen:
Eine Robbe (!!!!) direkt am Strand. Wir konnten Sie aus ca. 8 m Entfernung genau beobachten – sie schien tatsächlich wie wir die Sonne zu genießen und ließ sich auch durch uns nicht aus der Ruhe bringen.

Robbe01 Robbe02 Robbe03

Als in der Nähe ein Jetski losfuhr, ist sie zwar schnell ins Wasser geflüchtet, drehte ein paar Runden und legte sich aber wieder ganz entspannt an die gleiche Stelle an den Strand. Die Strandwache vom DLRG erzählte uns später, dass schon ein Tierarzt da war, aber das Tier zum Glück vollkommen in Ordnung sein. Ob es nun ein Seehund, eine Ringelrobbe oder Kegelrobbe war, konnte keiner genau sagen aber eines ist sicher – in der Ostsee (und gerade so weit südlich) sind sie eine absolute Seltenheit. Für uns ein wunderbares Erlebnis – und das schon am ersten Urlaubstag.

Ansonsten kann Wolf noch von seinen neuen Freunden – den Rapsglanzkäfern- berichten, die sein gelbes Spongebob-T-Shirt wohl für ein Rapsfeld hielten und sich in Massen darauf niedergelassen haben. Hier ein Bild von so einem kleinen Kerlchen (in natura so ca. 1,5-2 mm groß..)

Käfer


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