Neuigkeiten vom Schneckenberg

Simone R. am 10. Juni 2012 um 22:24
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Kaum zu glauben, wie die Zeit verfliegt - nun konnten wir schon zwei Mal vom Schneckenberg aus zu den Schnupperkursen starten und haben schon tolle Dinge entdeckt! Durch den für die Eröffnungsfeier ausgelegten Rindenmulch haben sich unbeirrt wieder viele Pflanzenwesen hindurchgekämpft - zielstrebig dem Licht entgegen…
Löwenzahn, Kamille (die Echte!!!), Nelkenwurz, Brombeere, Klee, Vergissmeinnicht und und und…schaut mal bei den Bildern unten.

Voller Freude konnten wir auch gestern feststellen, dass unser Insektenhotel gut angenommen wird und die ersten Mörtelbienen die ausgehöhlten Zweige als Nisthilfe genutzt haben.

Kriechendes Fingerkraut Brennnesseln haben wir natürlich auch ausreichend - jetzt gerade die sieht man die ersten unscheinbaren Blüten…
Eine unreife Walnuss fanden wir zwischen den Zelten und wunderten uns woher sie kam: Von diesem jungen Walnussbaum, der uns hoffentlich in den nächsten Jahren viele Nuesse schenken wird! Ein paar Baldrianplanzen stehen nur an einer Stelle am sonst sehr trocknenen Hang - da muss wohl irgendwo eine Wasserader entlang laufen… Die Nachtkerze - noch sind erst die Knospen zu sehen. Ich freue mich schon darauf, den Blüten beim Öffnen zuzuschauen…
Die klettenähnlichen Samengebilde der Echten Nelkenwurz sind kleine Kunstwerke Die ersten Mörtelbienen waren da!
Die mehlige Königskerze wächst nicht direkt am Platz wie die anderen gezeigten Pflanzen - aber ganz in der Nähe  bei den Wildschwein - Liegeplätzen ;-) Übrigens konnten wir heute sogar noch 2 gespendete Nistkästen aufhängen! Der gelbe Fingerhut ist nicht so häufig und wächst auch am Schneckenberg.

Einen besonderen Dank möchte ich heute an Biggi & Stefan aus Offenbach schicken. Nachdem wir -mehr oder weniger durch “Zufall” - über das soziale Netzwerken in Kontakt gekommen sind, wurden uns ganz spontan selbst gezogene Pflanzen angeboten. Tomatenpflanzen und Salbei haben mittlerweile ihre Heimat am Schneckenberg und die rote Verwandtschaft des gelben Fingerhutes wird dort hoffentlich auch seine Heimat finden. Samen der Digitalis purpurea hat uns die Biggi nämlich auch mitgebracht. Gesät haben wir schon - mal sehen was daraus wird.

Die beiden haben uns darüberhinaus auch noch zwei Meisen-Nistkästen gespendet, die wir heute auch gleich an unserem erdwissen-Platz aufgehängt haben.

So füllt sich unser neuer Vereinstreffpunkt doch langsam mit Leben…durch spontane Hilfe, Anpacken, Aussäen von Samen und “Nisthilfen” - nicht nur für die Vögel…! Danke!


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Morgen, 04.06.2011 wieder Natur-Erlebniskurse an der Käsmühle!

Simone R. am 31. Mai 2011 um 15:14
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Morgen gibt es wieder Schnupperkurse in Offenbach-Bieber!

Treffpunkt ist wie immer um 14.00 Uhr auf dem Parkplatz am Restaurant “Zur Käsmühle” in Offenbach-Bieber, Dietesheimer Str. 408
(Achung: dieses Wochenende KEINE zusätzlichen Schnupperkurse in Nidderau)

Der Jahreszeit entsprechend werdet ihr Einblick in eine Auswahl aus folgenden Themenbereichen erhalten :: Gefahren :: Tiere und Spurenlesen :: der natürliche Kreislauf :: Pflanzen und Bäume als Nahrung, Medizin & Werkzeug :: Orientierung und Survival :: Sinne und Wahrnehmung oder :: Natur und Kreativität …

Herbstzeitlose mit Fruchtknoten Fingerhut :: Digitalis - hochgiftig und zugleich Heilpflanze…

Diesmal wollen wir uns etwas näher mit den giftigen Vertretern unserer heimischen Pflanzenwesen beschäftigen. Außerdem gibt es einige Pflanzen, die Euch prima bei Insektenstichen und -bissen helfen können - wir verraten euch welche dies sind! Wer mag, kann mit uns einen Kräuterkranz flechten oder aus Pflanzenfasern Schnüre drehen…

Kostenbeitrag: Erwachsene 5 Euro - Kinder 3 Euro (Mitglieder kostenlos)

Wer mitkommen möchte, kann sich ganz einfach hier anmelden per eMail unter hallo@erdwissen.de oder telefonisch unter 069-851586

Auch Kurzentschlossene können sich noch anmelden.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt!

Wir freuen uns auf Euch und gemeinsame Erlebnisse in und mit der Natur!!!


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“Natur erleben” April 2011

wurzeltrapp am 1. April 2011 um 13:06
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Der Frühling ist die perfekte Zeit um den Körper mit Wildkräutern zu reinigen und zu stärken. Also, worauf noch warten? Komm mit dem Wurzeltrapp raus, und entdecke die Geheimnisse der Pflanzenwesen. Alles was du brauchst, findest du in der aktuellen Ausgabe “Natur erleben” aus der Rappelpost.

Natürlich bekommst du auch wieder jede Menge Tipps für deine Naturbeobachtungen im April und Mai.

Klick auf das Bild - hol dir deine Ausgabe - und dann Raus in die Natur!

Natur erleben April 2011 Wurzeltrapp


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“Natur erleben” Februar 2011

wurzeltrapp am 2. Februar 2011 um 17:21
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Werde zum Naturdetektiv und entdecke die Greifvögel in deinem Wald. Alles was du dazu brauchst, findest du in der aktuellen Ausgabe “Natur erleben” aus der Rappelpost.

Natürlich bekommst du auch wieder viele Tipps für deine Beobachtungen im Februar und März.

Viel Spaß beim Entdecken der Natur wünscht
Der Wurzeltrapp

Hol dir deine Ausgabe. Klick auf das Bild…

Natur erleben Februar 2011


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Der Klee (Trifolium spp.)

wurzeltrapp am 21. September 2008 um 14:12
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Heute möchte ich wieder ein Pflanzenwesen vorstellen, das jeder kennt aber kaum einer beachtet. Es ist in unserer Natur heimisch, ist in direkter Umgebung zu finden, kommt sehr häufig vor und blüht sogar noch im Moment. Also raus an die frische Luft und Ausschau nach diesem wunderbaren Pflanzenwesen halten.

Auf unseren Grasflächen ist er fast überall anzutreffen. Er mag am liebsten etwas feuchten Boden. Unter guten Bedingungen wird er 50 cm hoch. Der Klee hat rosa oder weiße Blütenköpfe mit unzähligen Blütenblättern. Seine hellgrün gezeichneten Blätter sind wechselständig und dreiteilig gefiedert.

Klee 01 Klee 02

er Klee ist abhängig von Langrüsselhummeln, die für seine Bestäubung sorgen. Oma sagt, dass bei Katzenfreunden viel Klee auf dem Rasen wächst! Katzen sind die Feinde der Mäuse und diese sind die Hauptfeinde der Hummeln. Wenige Mäuse = viele Hummeln = viel Klee. Also könnte was dran sein an der Volksweisheit. Der Klee war früher eine der wichtigsten Futterpflanzen und so auch ein Symbol für Frische. Glück bringt der seltene „vierblättrige“ Klee.

Seine Blätter sind sehr eiweißreich und können wie Spinat zubereitet werden. Sie haben kaum Eigengeschmack und mögen die Gesellschaft von Bärlauch oder Löwenzahn sehr gerne. Seine jungen Blütenköpfchen geben Salaten eine bunte und süßliche Note. In Notzeiten kann aus den getrockneten Blüten Mehl hergestellt werden.

Auch als Medizin hat er seine Qualitäten. Er ist Magen- und Leberwirksam, hustenlösend und entkrampfend. Seine Blüten sind als Hustenmittel sehr beliebt. Dazu bereitet man einen Tee aus den getrockneten Blüten und lässt ihn zugedeckt 15 Minuten ziehen. Zwei bis drei Tassen dieses aromatischen Tees kann man am Tag vertragen. Alternativ werden die frischen Blüten für mehrere Wochen in Honig eingelegt. Nachdem der Honig abgeseiht ist, kann man ihn pur einnehmen. Ich liebe es damit meinen Tee zu süßen. Achtung, der Honig hält sich wegen der aufgenommenen Flüssigkeit nur einige Wochen im Kühlschrank.

Gesammelt werden die Blüten von Juni bis September, die Blätter können das ganze Jahr hindurch geerntet werden. Klee macht sich sehr gut in Wildgärten, vor allem bei Katzenfreunden - wie wir gelernt haben. Auf diese Art ist auch der Nachschub an eiweißreicher Grünkost gesichert.

Wichtig: Ernte nur das, was du zu 100% kennst. Alles andere ist Leichtsinn und kann tödlich enden. Nimm von 10 Pflanzen immer nur eine, der Rest bleibt stehen! Erkläre der Pflanze, warum du das tust und danke ihr für die Gaben, die sie bereithält für dich.


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Das Johanniskraut (Hypericum perfoliatum)

wurzeltrapp am 3. September 2008 um 13:54
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Heute möchte ich wieder ein Pflanzenwesen vorstellen, das jeder kennt aber kaum einer beachtet. Es ist in unserer Natur heimisch, ist in direkter Umgebung zu finden, kommt sehr häufig vor und blüht sogar noch im Moment. Also raus an die frische Luft und Ausschau nach diesem wunderbaren Pflanzenwesen halten.

Zum alten Fest der Sommersonnenwende am 21. Juni blüht das Johanniskraut. An diesem Tag steht die Sonne am höchsten und schenkt uns den längsten Tag im Jahr. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Pflanze nur so von Sonnenenergie und Licht durchzogen ist. Sie hat die Kraft Licht ins Dunkel zu bringen. Schauen wir uns das Johanniskraut doch etwas genauer an.

Johanniskraut 01 Johanniskraut 02

Das bis zu ein Meter hohe Johanniskraut liebt sonnige, trockene Plätze und kommt in unseren Breitengraden sehr häufig vor. In meiner Gegend ist es auf mageren Wiesen, an Wegrändern und sonnigen Waldrändern zu finden.
Die goldgelben Blüten haben 5 Blütenblätter, viele Staubblätter und kleine schwarze Punkte. Ein harter, zweikantiger, mit Mark gefüllter Stängel verzweigt sich nach oben buschartig. Die Blätter haben keinen Stiel und sitzen gegenständig am Stängel. Sie sind eiförmig bis elliptisch und haben einen glatten Rand. Hält man so ein Blatt gegen das Licht, wirkt es durch die Öldrüsen wie perforiert – daher auch der wissenschaftliche Name. Ein sicheres Kennzeichen ist der rote Saft der Blüten, der beim Zerreiben die Finger violett färbt.

Es gibt einiges an Brauchtum und Mysterien um das Johanniskraut. So wurden zu Johanni, dem 24. Juni, Kränze aus Johanniskraut als „Blitz Zauber“ auf die Hausdächer gesteckt. Bei Gewitter half etwas Kraut um den Herd. Auch als Mittel gegen Stichwunden wurde das Kraut verwendet – die „durchstochenen“ Blätter und der blutrote Saft der Blüten waren die Zeichen der Signaturenlehre.

Heute ist das Johanniskraut ein beliebtes Nerven- und Wundheilmittel. Selbst Paracelsus hat damals schon Johanniskraut gegen Depressionen und Melancholie verwendet. Außerdem hat das Johanniskraut eine allgemein kräftigende Wirkung und ist eine Hilfe bei geistiger Erschöpfung und in der Rekonvaleszenz. Klingt doch wie gemacht für unsere Zeit, oder? Aber Achtung, während einer Johanniskrautkur besser nicht in die pralle Sonne, denn die Lichtempfindlichkeit der Haut ist erhöht und es kann zu Hautreizungen kommen. Bei einem Sonnenbrand hilft dann aber das Öl des Krauts! Auch kann das Johanniskraut den Wirkstoffspiegel mancher „Medikamente“ herabsetzen, wie zum Beispiel der Antibabypille. Bitte vor einer Einnahme bedenken.

Bei Rheuma-, Gischt- und Nervenschmerzen wird ebenso Johanniskrautöl verwendet wie bei Brandwunden. Es sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Achtet beim Kauf von Johanniskrautöl auf eine Olivenölbasis – in Apotheken als offenes Johanniskrautöl nach Arzneibuch zu bekommen.

„Licht ins Dunkel“ bringt ein Tee aus der getrockneten Pflanze. Sie wird über der Erde abgeschnitten und in lockeren Büscheln im Schatten aufgehängt. Das so getrocknete Kraut wird klein geschnitten und trocken gelagert. Gesammelt wird von Johanni bis Ende September. Bei gekauftem Tee darauf achten, dass keine vierkantigen Stängel darin sind – das sind Johanniskraut - Arten von minderer Heilqualität. Tee am besten mit kaltem Wasser ansetzen, kurz aufkochen und zugedeckt etwas ziehen lassen. Täglich werden 1 – 3 Tassen getrunken. Am besten wirkt Johanniskraut als Kur über 4 bis 12 Wochen. Übrigens die Blätter vom Johanniskraut sind auch roh gut in einem Wildsalat genießbar.

Wichtig: Ernte nur das, was du zu 100% kennst. Alles andere ist Leichtsinn und kann tödlich enden. Nimm von 10 Pflanzen immer nur eine, der Rest bleibt stehen! Erkläre der Pflanze, warum du das tust und danke ihr für die Gaben, die sie bereithält für dich.


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