Das Rätsel der Haselnüsse…

Simone R. am 8. Juli 2011 um 16:26
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…werdet ihr hoffentlich mit uns zusammen lösen: Unter der Eiche an meinem Natursitzplatz am Waldrand fand ich heute ganz viele Schalen von aufgeknackten Haselnüssen. Direkt daneben sind tatsächlich auch einige Haselnussbüsche. Aber wie kommen die Schalen unter den Eichenbaum und wieso liegen sie alle auf einem Haufen beisammen?

unter meinem Baum fand ich heute viele aufgeknackte Haselnüsse… an einem starken Astabzweig der Eiche steckte in einem Loch auch eine zertrümmerte Nuss! auch auf einem Zaunpfosten am Waldrand in einer Vertiefung: eine gespaltene Nuss!

Irgendjemand steht hier auf frische Nüsse! Habt ihr eine Idee, wer der Nuss-Liebhaber ist?


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Über uns

wurzeltrapp am 21. September 2009 um 12:50
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Du möchtest die Verbindung zu Tieren, Pflanzen, der Landschaft in der Du lebst und den Elementen wieder herstellen? Deine Kinder sollen erfahren, dass es auch draußen spannende Dinge zu erleben gibt?

Durch gemeinsame Naturerlebnisse und Sinneserfahrungen fördern wir Gemeinschaft und verbinden Generationen. Erlebe und erfahre mit uns die natürliche Umgebung, die Geschichte und Geschichten des Ortes und die Rhythmen des Jahreskreislaufs. Werde am eigenen Wohnort wieder heimisch!

In unseren Kursen vereinen sich uralte und moderne ökologische Weisheiten. Wir vermitteln Wissen über alte Handwerks- und Kulturtechniken in und mit der Natur.

Unsere Themen sind:

  • Gefahren
  • Tiere und Spurenlesen
  • der natürliche Kreislauf
  • Pflanzen und Bäume als Nahrung,Medizin und Werkzeug
  • Orientierung und Survival
  • Vögel und ihre Sprache
  • Sinne und Wahrnehmung
  • Natur und Kreativität
  • Altes Handwerk

Natur Erlebnis Kurse gibt es an jedem ersten Samstag im Monat um 1400h in Offenbach an der Käsmühle. Erwachsene zahlen einen Kostenbeitrag von 5 Euro Kinder 3 Euro - Für Mitglieder sind diese kostenlos!

Zusätzlich bieten wir Wochenendkurse an wechselnden Orten an (Termine nach Ankündigung).

Unterstütze mit Deiner Mitgliedschaft unsere wichtige Arbeit. Werde aktiv!
HILFE! Erdwissen e.V. sucht ein Grundstück mit Wald, Wiese, Wasser…

Hier noch unser Flyer zum download [PDF 2MB] bitte weitergeben!

 erdwissen flyer

Erdwissen e.V. ::: Naturwissen und altes Handwerk mit allen Sinnen erfahren, erlernen und bewahren…


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Das Ende des Spechtbaumes

Simone R. am 24. Februar 2009 um 11:08
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Leider müssen auch wir heute eine leider wahre Geschichte über die Ignoranz und Gleichgültigkeit der Menschen gegenüber der Natur beisteuern.

Direkt am Natursitzplatz meines Sohnes Wolf steht ein alter, abgestorbener Baum - den er wegen der vielen Löcher im Stamm auch den “Spechtbaum” getauft hat. Tatsächlich sind dort immer viele Buntspechte zu Besuch, die unter der Rinde des Baumes nach Larven suchen. Der große Baum hat einige kreisrunde Schlupflöcher und dahinter befinden sich Spechtwohnungen. Im Mulch der nicht bewohnten Spechtbehausungen finden viele Insekten eine Unterkunft und Brutstätte.

Heute mussten wir leider feststellen, dass sich ein gedankenloser MENSCH genau diesen Baum ausgesucht hat, um damit vermutlich seinen Kamin zu befeuern. Wenn er dabei überhaupt etwas gedacht hat, dann vermutlich nur, dass so ein absterbender Baum sowieso nicht mehr von Nutzen ist. Dass aber gerade solche alten Bäume insbesondere von vielen Insekten und Käfern als Brutstätten benötigt werden und in unseren Wäldern immer seltener geworden sind, interessiert keinen, denn dass ist ja nur ekliges Krabbelzeug. Vom Verlust der Wohnungen für die Spechte und Kleiber will ich hier gar nicht erst reden.

Überreste Spechtbaum

Spechtwohnung

Abgesägt, zerstückelt, die Reste achtlos beiseite geworfen - es liegenhier nur noch klägliche Überreste herum. Das Stück Baum auf dem zweiten Bild hat einmal einer Spechtfamilie als Behausung gedient

Wut

Hier sieht man, wie mein Sohn wütend und weinend über den Verlust des Baumes aus dem Bild stapft - wie wütend er ist, sieht man an der geballten Faust. Es dauerte lange, bis er sich wieder beruhigt hatte. Wir können hier leider nichts mehr daran ändern - das Einzige, was wir tun können ist, anderen Leuten diese Dinge bewusster zu machen und dazu beizutragen, dass mehr Menschen Ihre Verbundenheit mit der Natur (wieder-) entdecken. Denn nur was wir kennen und lieben werden wir auch schützen wollen.


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Was so zu sehen war…13./14.12.2008

Simone R. am 17. Dezember 2008 um 18:40
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Am letzten Wochenende haben wir wieder spannende Beobachtungen an unserem Natursitzplatz gemacht.

Bei kaltem Wetter um die 0°C und bedecktem Himmel sind wir losgezogen, um Gipsabdrücke von Tierspuren zu machen. Das ist ganz einfach: Aus Pappe einen Ring ausschneiden und mit Tesa zusammenkleben. Dann muss man sich einen schönen, möglichst gut erhaltenen Abdruck suchen und den Ring drumherum etwas in die Erde drücken. Dann Gips mit Wasser anrühren (nicht zu dick und nicht zu flüssig) und vorsichtig in die Spur gießen. Einige Zeit warten, bis es fest wird und dann den überschüssigen Sand entfernen. Wenn Ihr einen Sandkasten zu Hause habt und ein Haustier dann geht das wunderbar auch dort! Hier könnt Ihr den Gipsabdruck sehen, den wir am Samstag gegossen haben - wer kann erraten, von welchem Tier er wohl stammen könnte?

gipsspur.JPG

Als wir in der Zwischenzeit still an unserem Platz am Waldrand saßen, konnten wir einen Falken bei der Jagd beobachten. Er “rüttelte” über der Wiese, d.h. er stand quasi mit schnellen Flügelschlägen still in der Luft und visierte seine Beute an. Nach und nach kam er stufenweise tiefer, bis er aus recht niedriger Höhe steil und pfeilschnell herabstieß. Eine mühselige und nicht immer von Erfolg gekrönte Jagdweise - es brauchte einige Versuche, bis der Vogel erfolgreich war. Was uns sehr erstaunt hat war, dass er mit seiner Beute hoch auf den Wipfel eines Baumes geflogen ist, um dort zu fressen. Später folgten noch einige Beuteflüge direkt vom Baum aus, jedoch alle erfolglos. Hier ein paar Bilder (leider aus einiger Entfernung, mehr gibt meine Kamera nicht her):

falki3.JPG falki2.JPG

Sonntags waren wir dann einfach nur an einer anderen Stelle am Waldrand spazieren und auch hier jagte wieder ein Falke über dem abgeernteten Feld. Die Kinder spielten am Bach auf einem umgestürzten Baum und hatten Ihren Spaß… Schaut nur die leuchtenden Farben dieser Flechten auf einem abgebrochenen Ast! Und welcher Baum hat trägt diese zwei unterschiedlichen Anhängsel? Die Tautropfen auf den Grashalmen vergrößern wie kleine Lupen!

flechten2.JPG querschnitt1.JPG

grashalme.JPG baumbluten5.JPG

Ich wette, Ihr könnt da draußen auch solche tollen Sachen finden - also, Augen auf!


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Beobachtungen Oktober / November 2008

Simone R. am 17. November 2008 um 22:22
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15.10.2008
Freitag – mein „Frei-Tag“ d.h. nachdem Wolf zur Schule abgezischt ist, geht es für mich los zum Platz – auf diese Zeit „mit mir selbst“ freue ich mich immer schon die ganze Woche. Es ist noch etwas dämmerig und bedeckt, aber dafür sehr schön ruhig. Als es Zeit ist zu gehen, zeigt sich die Sonne und mir fällt diese frische Losung auf (Reh…?)

Losung

Und die unvermeidlichen Flieger…a lot of traffic

Traffic

Dazu am Wegesrand (musste ich wegen der leuchtenden Farben einfach ablichten…)

Blume

17.10.08
Heute sind wir zunächst zum Ententeich im Bieberer Wald gelaufen. Dort schlagen wir uns in die Büsche und gehen am lehmigen, schlammigen Ufer entlang. Massenhaft Spuren…offensichtlich kommen die Rehe zum Trinken dorthin. Hinter dem Teich kommen wir wie vermutet an unserem „Sitzplatz 3“ heraus. Dort entdecken wir diese sonderbar geformten Pilze, die beiden unteren in der schrillen Farbe Lila!:

Alienpilz Moospilze
Gehirnpilz

Wolf hört zuerst das Reh, das wir aufgescheucht haben und sieht es auch fortspringen, während ich mit meinen verschlammten Schuhen beschäftigt bin… Dieses Netz fanden wir an einem enorm langen Haltefaden (bestimmt 3 m lang!) gespannt zwischen zwei Bäumen, unglaublich wie stabil diese Spinnenfäden sind!

Spinne im Netz

24.10.08
Ich bin heute schon sehr früh unterwegs, die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Heute gab es den ersten Nachtfrost. Man sieht jeden Atemhauch als Wölkchen in der Luft. Als ich an der Wiese ankomme, ist alles mit Reif überzogen. Bei jedem Schritt knistern die gefrorenen Halme unter meinen Füßen und der Frost hat zudem überall abstrakte Muster aus Eiskristallen hingezaubert: Spinnennetz, Gräser und Klee

Frost Gräser
Klee

Langsam geht die Sonne auf, noch ist es dämmrig (das Bild natürlich ist nur ein müder Abklatsch der Wirklichkeit draußen)

Sonnenaufgang Aufgang 2

Auch die Vögel werden langsam munter. Nach einer Weile fällt mir eine Stimme besonders auf, die ich bisher am Platz nie gehört habe. Erst hinter mir im Gestrüpp, dann neben mir im Haselstrauch: Ein hohes, fast schrilles, plapperndes Gezwitscher. Das macht mich wirklich neugierig. Ich höre die Vögel in den Zeigen über mir umherhüpfen. Plötzlich fliegt einer auf einen Zweig „meiner“ Eiche – nur knapp 1 m von meiner Nase entfernt. Der winzige Kerl schaut mich an (zumindest empfand ich das so !), zwitschert wieder los und fliegt zum nächsten Zweig, wo er wie ein Kolibri flatternd in der Luft schwebend an einem Blatt herumpickt.

Das sonderbare war, dass ich das alles wie in Zeitlupe wahrgenommen habe und jedes Detail sich eingeprägt hat. Ich sehe jetzt noch genau die Szene vor mir – die schwirrenden Flügelchen und die leicht angezogenen Vogelbeinchen mit gekrümmten Krallen währenddessen. (Es war übrigens ein Wintergoldhähnchen, konnte ich dann zu Hause ja leicht im Bestimmungsbuch nachschlagen…).

Jedenfalls ein ganz besonderer Morgen, den ich so schnell nicht vergessen werde!

26.10.2008 Fasanerie Klein Auheim: Rotwild und Kolkrabe

Rot und Wild Rabe

Ich wusste gar nicht, dass Kraniche rote Augen haben! Weisstörche…

Kranich mit rotem Auge Störche

30.10.2008 Regenbesuch am Platz

Am Platz

Ein Admiral - Auf dem Rückweg zum Auto sahen wir dieses Prachtexemplar (saugte zuerst an faulem Obst)

Admiral


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Bilder Rätsel

Simone R. am 15. Oktober 2008 um 12:17
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Wenn wir ruhig im Wald an unserem Platz sitzen, hört man es zur Zeit überall knistern rascheln. Das sind nicht nur die Blätter, die jetzt von den Bäumen herabfallen (denn das kann man auch HÖREN, versucht es mal!). Es hört sich eher an, wie ein leichter Regen, der sanft auf die Blätter prasselt. Hier stehen viele alte Eichen und wenn man sich den Boden mal genauer ansieht, liegen dort viele weißliche flache runde Dinger, die wie Linsen aussehen.

G_Linsen

Da haben wir uns auch die abgefallenen Blätter mal genauer angesehen und festgestellt, dass die runden Scheibchen an der Unterseite der Eichenblätter haften.

G

Was kann das nur sein? Wir haben es schon herausgefunden….!

Auf dem angrenzenden Feld haben wir diese Spur gefunden. Der Boden daneben war ganz durchwühlt. Wer hier wohl sein Unwesen getrieben hat?

Spur

In der letzten Woche haben wir diese goldgelben, mit braunem Flaum überzogenen Früchte geerntet.

Früchte

Daraus kann man leckeres Gelee kochen. Und wenn Ihr nur riechen könntet, wie herrlich sie duften. Unser ganzes Wohnzimmer riecht danach! Und warum die Natur hier Buchstaben mit Wurzeln schreibt ist, auch ziemlich rätselhaft, oder?

X

Geht hinaus und haltet die Augen offen – es gibt so viel zu entdecken!!


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Beobachtungen August/September 2008

Simone R. am 18. September 2008 um 18:07
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Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu – dafür bietet die Natur reich gedeckten Tisch. An den Sträuchern und Bäumen leuchten farbenfroh dicke, bunte Früchte. Rote Hagebutten, schwarzer Holunder, Äpfel, Birnen, Zwetschgen und die sich bereits einfärbenden Blätter bieten Anregung für alle Sinne.

Speierling Beeren
Und noch viel mehr Beeren
Noch mehr Beeren

An unserem Sitzplatz sind endlich auch wieder vermehrt die Stimmen unserer Vogelfreunde zu vernehmen, die in den Wochen der Sommerhitze nur sehr selten zu vernehmen waren. Dafür begleitete uns in dieser Zeit das beruhigende Gezirpe unzähliger Insekten auf der Wiese. Viele Schmetterlinge und Insekten sind zur Zeit noch unterwegs – begegnen sich zwei Kohlweißlinge, so fliegen Sie kurze Zeit umeinander herum, was wie ein taumelnder, federleichter Tanz wirkt.

Schmetterling Bläuling

Am letzten Sonntag sind wir spontan zu einem Streifzug quer durch den Wald aufgebrochen. Unglaublich, was uns da wieder alles begegnet ist. In einem abgestorbenen Baumstamm hat mein Sohn Wolf sofort das Gesicht eines Mannes erkannt!

Baumgesicht

Am Fuße dieses Baumes fiel mir dann diese Spinne ins Auge, da sie am Hinterleib diese unregelmäßige, taubenblaue Färbung hatte. Als ich sie näher betrachtete, erkannte ich, dass sie tatsächlich ihren ganzen Nachwuchs auf dem Buckel mit sich herumtrug: unzählige winzige blaugraue Spinnenbabys!!

Spinnenkindergarten

Wolf fand dann unter einem Stück Baumrinde diese marmorierte Nacktschnecke und später entdeckten wir diesen sonderbaren Schneckenreigen

Marmorschnecke Schneckenreigen

Trockener Kommentar meines 7-jährigen Sohnes: „Die paaren sich!“. Überhaupt waren viele Schnecken unterwegs – auch diese hier fanden wir an einem Pilz fressend.

Pilzschnecke

Morgens kann man auf der Wiese Unmengen von Spinnenweben finden, die mit Tautröpfchen behaftet silbrigweiß glitzern. Ein wunderschöner Anblick, auch wenn wir uns -wie ein Storch staksend- ehrfürchtig drumherumschleichen müssen, um zu unserem Platz zu gelangen….

Spinnennetz Noch ein Spinnennetz


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Beobachtungen 23.07.-10.08.08

Simone R. am 18. August 2008 um 13:18
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Da in diesem Jahr ein Wespenvolk den Rollladenkasten an unserer Terrassentür als Behausung gewählt hat, können wir direkt hier am Haus spannende Beobachtungen machen. Ich war zunächst selbst sehr skeptisch, wie wir mit den fliegenden Untermietern den Sommer über so klarkommen werden und bin wirklich sehr überrascht, wie gut das Zusammenleben funktioniert. Es herrscht den ganzen Tag – und sogar nachts(!) reges Treiben. Unermüdlich wird Baumaterial und Nahrung herangeschafft und geschickt durch die engen Schlitze im Rollladen bugsiert.

Wespennest

Erstaunlicherweise hatten wir in diesem Sommer bisher nur ein einziges Mal (!) eine Wespe im Haus – obwohl die Terrassentür fast immer offen steht. Dafür plagen uns keine Stechmücken und sonstiges Getier, da die Wespen uns diese vom Haus fernhalten. Vor der Terrasse habe ich frühzeitig eine kleine Wespen-Futterstelle (Klecks Marmelade, etwas Wurst) angelegt und so können wir auch relativ ungestört von „unseren“ Wespen im Garten oder auf der Terrasse essen, da sich die Tiere an die gewohnte Nahrungsquelle halten.

An unserem Sitzplatz hörte man an den vergangenen heißen Tagen kaum noch Vögel singen – dafür umso lauter das Gezirpe der Insekten auf der Wiese. Es sind jetzt auch viel mehr Schmetterlinge unterwegs. Bei unseren Abendbesuchen konnte ich am Waldrand die Flugkünste der Libellen bewundern – faszinierend, zu welchen Manövern sie bei der Jagd fähig sind.

Aus dem Wald hört man jetzt zur Abendstunde unheimliche Geräusche. Richtig laut, heiser und bellend, fast wie Husten – regelmäßig wiederkehrend und den Standort wechselnd. Was (bzw. wer) könnte das wohl sein? Ich habe die Rehe (vielmehr die Rehböcke) in Verdacht, denn die begegnen uns an unserem Platz regelmäßig bzw. haben in der Nähe ihre Schlafplätze. Wolf meint, dass der Fuchs solche Geräusche macht – er gehört schließlich zur Familie der Hunde…oder was meint Ihr ?

Hier noch ein paar Eindrücke, was uns letzten Zeit so unter die Augen kam:

Fussabdruck Spuren von Menschen

Zebraspinne Eichelhäher

Diesen schönen Pfotenabdruck haben wir letzten Sonntag am Waldrand im feuchten Sand entdeckt – wir vermuten, hier lief ein Fuchs entlang.
Wer die Müllspuren hinterlassen hat, wohl eindeutig – schäme dich, Mensch!
Dieses Prachtexemplar einer Zebraspinne hat Wolf in einem Graben entdeckt, über den sie quer Ihr Netz gespannt hatte.
Den Eichelhäher haben wir in der „Krankenstation“ der Fasanerie Klein-Auheim bewundern können. Er war sichtlich froh über etwas Alblenkung und beschäftigte sich ausgiebig mit den Eicheln, die Wolf ihm zugesteckt hat.


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Erlebnisse am Sitzplatz 12. bis 18.07.08

Simone R. am 21. Juli 2008 um 15:29
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Nach mehr als 2 Wochen Abwesenheit waren wir doch gespannt, an unseren Platz zurückzukehren. Und was sich da alles getan hat in der kurzen Zeit! Die Rapsfelder und teilweise das Getreide ist schon abgeerntet. Die saftige, fast oberschenkelhohe Wiese ist während unserer Abwesenheit von Sonne und fehlendem Regen ausgetrocknet und zudem von einer Herde vierbeiniger „Rasenmäher“ stark gelichtet worden. Woher ich das weiß? Schaut mal hier – die Besucher haben Spuren hinterlassen.

Wolle

Direkt unter „meinem“ Baum habe ich in den letzten Tagen immer wieder leere Haselnussschalen gefunden – hier die Ausbeute von heute morgen.

Nüsse

Jetzt hat uns aber doch interessiert, wer da solchen Appetit auf die Nüsse hat. Fraßspuren von Zähnen konnten wir keine entdecken, aber auf der Innenseite der Schalen waren überall kleine Löcher und zudem schienen viele der Nüsse geradezu gespalten zu sein. Heute hörte ich dann wieder das klappernde Geräusch (wie wenn man zwei Steine gegeneinander schlägt). Ich hatte die ganze Zeit immer gedacht, das sei mein Sohn Wolf, der hinter mir (statt ruhig am Platz zu sitzen) Im Wald herumspielt, aber da habe ich ihn wohl zu Unrecht in Verdacht gehabt, denn er war heute Morgen ja gar nicht mit. Also weiter beobachtet und tatsächlich – nach einiger Zeit flog ein Buntspecht aus dem nahen Haselbusch heraus – im Schnabel eine Nuss!. Er hat an einem Baum eini richtige Werkbank, wo er die Nüsse bearbeitet.

Schmiede

Dann fiel mir noch eine eigenartige Pflanze auf, die fast einen kleinen Busch auf der Wiese bildet.

Pflanze_01 Pflanze_02

Sie hat sehr feste und spitze Blätter, die wie Disteln kratzen und pieksen. Die kugeligen weißlichgrünen Blüten sind eher unscheinbar, doch anscheinend sehr begehrt bei den Hummeln, von denen sich verschiedene Arten darauf tummelten.

Hummel_01 Hummel_02

Und dann noch eine Überraschung – da habe ich doch diesen wundervollen großen Käfer auf einer der Blüten sitzen sehen. Er ist ca. 2 cm groß und schimmerte glänzend in Grün – Gold.

Goldglanzkäfer

W U N D E R B A R!. Der Große Goldkäfer lebt überwiegend in lichten Laubwäldern und an sonnigen Waldrändern mit Altbaumbestand. Dort entwickelt sich seine Larve in der Wipfelregion alter Bäume, zumeist Eichen, im Holzmulm am Grunde von Baumhöhlen (oft in alten Spechthöhlen). Da er diese Bedingungen nur noch selten vorfindet, ist er auch leider einer jener Vertreter der Tierwelt, welche in der Roten Liste Deutschland als „vom Aussterben bedroht“ und in der Roten Liste Hessen als „stark gefährdet“ gelistet sind.

Umso schöner zu wissen, dass es in Offenbach doch noch einige Nischen gibt, die vielen Tieren die nötigen Lebensbedingungen bieten.

Ameisen Bläulinge

Heupferd Schnecke


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Urlaubserlebnisse 08.07.2008

Simone R. am 10. Juli 2008 um 15:00
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Vorgestern haben wir hier unseren „geheimen Platz“ entdeckt! Schon am ersten Tag ist mir ein wunderschöner einzelstehender Baum am gegenüberliegenden Ende des angrenzenden Rapsfeldes aufgefallen.

Baum

Doch wie dort hinkommen ? Das Rapsfeld ist riesig und querfeldein ist kein Durchkommen. Letztendlich sind wir dann einer Fahrspur des Treckers gefolgt, welche uns am Feldrand entlang direkt dorthin hingeführt hat. Auf dem Weg wurden wir vom Gesang einer Goldammer begleitet.

Goldammer

Dann die Überraschung: Am Fuße des Baumes fanden wir einen kleinen, versteckten Tümpel – umsäumt von Schilfgras und bedeckt mit Wasserpflanzen. Als wir uns näherten, sahen wir gerade noch ein paar bräunliche, etwas mehr als amselgroße Vögel ins Ufergestrüpp flüchten und ein großer Graureiher erhob sich und flog davon. Nach ein paar Minuten trauten sich zumindest die erwachsenen Bewohner wieder aus Ihrem Versteck.

Teichhuhn01 Teichhuhn02

Sogar das Nest konnten wir entdecken; es war völlig frei auf Wasserhöhe aus Gräsern in die Ufervegetation hineingebaut.

Den Platz werden wir sicher noch öfter besuchen…im nächsten Urlaub sicher regelmäßig.

Gestern haben wir dann an einer Führung durch Schleswig-Holsteins einzige Höhle – die Segeberger Kalkhöhle teilgenommen. Sie ist das größte Winterquartier für Fledermäuse in Deutschland, die teils aus mehreren hundert Kilometern Umkreis jedes Jahr zum Überwintern dorthin kommen. Im letzten Jahr wurden dort rund 21.000 Überwinterungsgäste gezählt! Hier an der „Haupteinflugschneise“ ist ein kompliziertes Lichtschrankensystem installiert, welches die einziehenden Tiere erfasst.

Eingang

Fledermäuse haben wir in der Höhle selbst leider nicht sehen können, da diese in den Sommermonaten die Höhle nicht aufsuchen. Bei der Führung hatten wir auch das große Glück einen weiteren Höhlenbewohner zu sehen – den Segeberger Höhlenkäfer. Ihn gibt es nur in der Segeberger Kalkhöhle und sonst nirgendwo auf der Welt!!! Ein ca. 0,5 cm. großer länglicher, kastanienbrauner Käfer mit verhältnismäßig langen Beinen und Fühlern. Dass wir gleich 2 Exemplare auf der Führung gesehen haben, hat selbst den Führer überrascht – ein seltener Glücksfall und sehr beeindruckend. Leider habe ich kein Foto, da man in der Höhle nicht fotografieren darf. Die kleinen Tierchen ernähren sich von Fledermauskot und reinigen so das Winterquartier der fliegenden Mitbewohner – eine perfekte Symbiose, die schon seit mehreren tausend Jahren reibungslos funktioniert.

Nach einer regnerischen Nacht jagte auch heute Morgen ein Regenschauer den anderen. Deswegen überraschten mich auch die Vogelstimmen auf der Terrasse – lautes geschwätziges Zwitschern vieler Rauchschwalben. Aufgereiht auf dem Geländer saßen dort laut bettelnd 6-8 junge Schwalben, während die Eltern sie fliegend fütterten. Vermutlich durften sie heute ihre ersten Flugversuche unternehmen, denn der Wind stand günstig so dass sie sich einfach nur auf die nächste Windböe legen und lossegeln mussten. Nach und nach hoben sie alle ab und stürzen sich ins Leben.

Rauchschwalbe01 Rauchschwalbe02

So, das war der letzte Bericht aus unserem Sommerurlaub an der Ostsee – morgen geht es zurück Richtung Heimat.


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