WM-Kontrastprogramm: Der erdwissen-Samstag mit Natur-Erlebnis-Kursen!

Simone R. am 28. Juni 2010 um 20:08
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Natur-Erlebnis-Kurse in Offenbach

Wann - Samstag 03.07.2010
Beginn - 1400h
Treffpunkt - Parkplatz an der Käsmühle Offenbach
Dauer - ca. 2 Stunden
Kostenbeitrag - Kinder 3 €, Erwachsene 5 € 

(Vereinsmitglieder kostenlos)

Alle Kurse sind für Familien geeignet und finden bei jedem Wetter statt!
Bitte keine Haustiere mitbringen.

Gänsefingerkraut Raupe vom Tagpfauenauge

Bitte meldet euch vorher an, damit wir wissen, mit wieviel Teilnehmern wir rechnen können.

Anmeldung hier ganz einfach per eMail unter hallo@erdwissen.de  oder telefonisch unter 069-851586

Diesmal könnt ihr mit uns zusammen essbare Wildkräuter und ihre Heilkraft kennen lernen und wir werden spielerisch eure Wahrnehmung und Aufmerksamkeit schulen. Baut mit uns einen warmen und regenfesten Unterschlupf - nur mit den Dingen, die wir im Wald finden.
Und wer dann noch nicht genug hat, kann sich in die Geheimnisse des Spurenlesens einweihen lassen….

Einstieg ist jederzeit möglich, es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Anmelden, vorbeikommen und mitmachen!


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07.11.2009 Schnupperkurse - und das war los:

Simone R. am 8. November 2009 um 20:10
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Samstag Nachmittag - kurz vor 14.00 Uhr an der Käsmühle. Es regnet in Strömen. Wer wohl bei diesem Wetter Lust auf Naturerlebnisse hat? Ob diesmal überhaupt jemand kommen wird?

Aber diesmal werden wir positiv überrascht - rund 15 kleine und große Leute wollen heute mitmachen. Die Kinder bestimmen das Programm, denn von Ihnen kam der Wunsch, Wildschweinspuren zu sehen. In der Runde wurde daraufhin erst einmal besprochen, wie so ein Schweineabdruck wohl aussehen könnte und wie er sich z.B. von dem eines Rehs unterscheiden lässt. Die Bezeichnungen “Schalen” und “Afterklauen” konnten die Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes “begreifen”, da wir entsprechende Präparate mitgebracht hatten und jeder so einen Fuß mal in die Hand nehmen und befühlen konnte.

Als der Regen etwas nachlässt, ziehen wir los Richtung Wald. Angesichts des Regens sollten die Teilnehmer erst einmal herausfinden, wo man im Wald am besten ein trockenes Plätzchen findet. Wer bietet besseren Regenschutz: Laub- oder Nadelbaum? Wer dabei war, weiss jetzt, wo er sich beim nächsten Regenschauer lieber unterstellen wird…

nasser Stamm.jpg Wer hat an diesem Pilz geknabbert.jpg
Spurensuche.jpg Wildschweinfährte.jpg
Spur Fuchs.jpg Spurensuchen.jpg
Spiel und Spaß.jpg Bachüberquerung.jpg

Wie man sieht, wurden alle vom Fieber der Fährtensucherei gepackt und gemeinsam haben wir wirklich viel entdeckt dort draußen auf dem Feld! Mit schlammverschmierten Hosen und Schuhen aber guter Stimmung ging es dann zurück zum Treffpunkt.

Wir alle hatten jedenfalls eine Menge Spaß - also lasst Euch nicht von ein paar Regentropfen abschrecken. Beim nächsten Schnupperkurstag wollen wir wieder spannende Dinge mit Euch erleben. Nicht vergessen: an jedem 1. Samstag im Monat an der Käsmühle…


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Über uns

wurzeltrapp am 21. September 2009 um 12:50
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Du möchtest die Verbindung zu Tieren, Pflanzen, der Landschaft in der Du lebst und den Elementen wieder herstellen? Deine Kinder sollen erfahren, dass es auch draußen spannende Dinge zu erleben gibt?

Durch gemeinsame Naturerlebnisse und Sinneserfahrungen fördern wir Gemeinschaft und verbinden Generationen. Erlebe und erfahre mit uns die natürliche Umgebung, die Geschichte und Geschichten des Ortes und die Rhythmen des Jahreskreislaufs. Werde am eigenen Wohnort wieder heimisch!

In unseren Kursen vereinen sich uralte und moderne ökologische Weisheiten. Wir vermitteln Wissen über alte Handwerks- und Kulturtechniken in und mit der Natur.

Unsere Themen sind:

  • Gefahren
  • Tiere und Spurenlesen
  • der natürliche Kreislauf
  • Pflanzen und Bäume als Nahrung,Medizin und Werkzeug
  • Orientierung und Survival
  • Vögel und ihre Sprache
  • Sinne und Wahrnehmung
  • Natur und Kreativität
  • Altes Handwerk

Natur Erlebnis Kurse gibt es an jedem ersten Samstag im Monat um 1400h in Offenbach an der Käsmühle. Erwachsene zahlen einen Kostenbeitrag von 5 Euro Kinder 3 Euro - Für Mitglieder sind diese kostenlos!

Zusätzlich bieten wir Wochenendkurse an wechselnden Orten an (Termine nach Ankündigung).

Unterstütze mit Deiner Mitgliedschaft unsere wichtige Arbeit. Werde aktiv!
HILFE! Erdwissen e.V. sucht ein Grundstück mit Wald, Wiese, Wasser…

Hier noch unser Flyer zum download [PDF 2MB] bitte weitergeben!

 erdwissen flyer

Erdwissen e.V. ::: Naturwissen und altes Handwerk mit allen Sinnen erfahren, erlernen und bewahren…


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Bilder von der Küste (3)

Simone R. am 17. August 2009 um 11:55
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Habt ihr Euch schonmal überlegt, wie eigentlich Seile gemacht werden? Wir konnten das gestern “live” erleben und kennen nun auch den Unterschied zwischen dem alten Handwerk der Reepschläger und der Seiler. Die für die Seefahrt und Schiffsbau hier benötigten Taue wurden in fast 400 Meter langen “Reeperbahnen” hergestellt - die später einfach in Straßen umgewandelt wurden.

Reepschlägerei1.jpg Reepschlägerei2.jpg
fertiges Tau.jpg Moschusbock.jpg
Rehbock.jpg Halo-Nebensonne.jpg

Auf dem dritten Bild seht ihr das fertige Tau - übrigens ein reines Naturprodukt: es besteht komplett aus Hanf. Es fühlt sich erstaunlich weich an.Mein Sohn meint, es riecht nach Schaf und ich finde, er hat recht…

Der große, metallisch glänzende Käfer ist ein Moschusbock. Trotz seiner Größe durchaus in der Lage zu fliegen - kurz nach dem Foto hob er von meiner Hand ab und flog davon.

Jeden Abend sehen wir Rehe auf dem abgeernteten Getreidefeld, die dort hinkommen um Kräuter und junge Blätter an den angrenzenden Sträuchern und Bäumen zu fressen. Auf dem Foto könnt Ihr noch ein weiteres Säugetier entdecken, welches zum Glück wieder öfter auf den Feldern zu sehen ist. Wer ist es?

Also nichts wie ‘raus und eigene Beobachtungen machen! Wir freuen uns auch übere eure Geschichten und Erlebnisse!


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alles neu macht der…April

Simone R. am 16. April 2009 um 11:44
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Kaum zu glauben, was das fast schon sommerliche Wetter der letzten Tage in der Natur für einen Entwicklungsschub ausgelöst hat. Waren die Bäume vor 2 Wochen noch kahl und grau, leuchtet uns jetzt überall frisches Grün und das duftige Weiß der Kirsch- und Apfelblüten entgegen.

buchen.JPG bluhende-eiche.JPG
Hummel auf Blüte.JPG Apfelbluete.JPG

Alle möglichen vier-, sechs,- und achtbeinigen Bodenbewohner sind aktiv und eifrig mit Nahrungssuche beschäftigt oder genießen ganz einfach so wie wir Zweibeiner die wärmenden Sonnenstrahlen.

spinne-im-klee.JPG Rote Waldameisen.JPG
Dreihornmistkäfer-Stierkäfer.JPG Igel im Garten.JPG

Dem Igel gefällt offensichtlich unser naturbelassener Garten, den manche Menschen sicher als unordentlich und verwuchert bezeichnen würden. Ich will mehr »


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Frühlings-Erwachen

Simone R. am 12. März 2009 um 12:21
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Heute hatten wir das, was man als klassisches “Aprilwetter” bezeichnen würde. Viele bauschige, strahlend weiße Wolken - dazu stahlblaue regenschwere Wolken - Wind -Sonne und Regen, immer schön im Wechsel. Und der blaue Himmel zwischen den Regenschauern strahlt jedesmal wie ein kleines Versprechen, dass der Frühling jetzt mit goßen Schritten naht.

Jetzt, wo der Boden nicht mehr gefroren ist, zeigen sich langsam auch wieder die ersten kriechenden und krabbelnden Lebewesen:

Spinne.JPG Weinbergschnecke.JPG

Diesem hilflos auf dem Rücken strampelnden Bodenbewohner haben wir wieder auf die Beine geholfen. Seht nur die wundervoll blauviolett schimmernde Bauchseite - von oben ist der Käfer unscheinbar schwarz. Wieso nur hat die Natur ihn mit solcher Schönheit ausgestattet, nur um diese dann auf der Unterseite zu verstecken? Fasziniert beobachten wir, wie der Waldmistkäfer (kaum dass er wieder auf eigenen Füßen stand) sofort damit begann, sich mühevoll in den Boden zu graben.

Waldmistkäfer strampelt.JPG Waldmistkäfer gräbt.JPG

Also Augen auf und los! Wer sich die Mühe macht, sich auf einer Wiese oder im Wald einmal auf die Knie zu begeben und ein paar Blätter umzudrehen, der wird neue Welten entdecken!


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Winterstreifzüge

Simone R. am 7. Januar 2009 um 11:59
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Der kalendarische Winter scheint in diesem Jahr auch tatsächlich einmal stattzufinden. Seit Tagen herrschen frostige Temperaturen und es gab seit langer Zeit hier im Rhein-Main-Gebiet wieder einmal einen nennenswerte Menge Schnee. Die sonnigen und trocken-kalten Tage “Zwischen den Jahren” luden zum Spazierengehen ein. Auf unseren Streifzügen haben wir wieder einiges entdeckt. Da war zum Beispiel dieser riesige, pilzüberwucherte Baumstumpf, der tatsächlich einem Waldbewohner als Esstisch und Toilette gleichzeitig (!) diente und die Wespen, die sich einen Spalt zwischen loser Baumrinde als Unterschlupf gesucht hatten. Leider wurde ihnen zum Verhängnis, dass sich mein Sohn gerade diese Stelle zum Klettern ausgesucht hat Ihnen so den Schutz raubte. Zum Glück sind sie dann ganz langsam einfach etwas tiefer gekrabbelt und so nicht mehr ganz schutzlos der Kälte ausgeliefert.

fuchsspuren.JPG wespen.JPG

Die Vögel haben es jetzt in der kalten Jahreszeit besonders schwer und es ist erstaunlich, wie fröhlich und munter sie trotz der Kälte und der damit einhergehenden Nahrungsknappheit unterwegs sind. Und das schon früh am Morgen (dazu mal als Gegensatz die Abendstimmung am gleichen Platz):

meise-fliegt.JPG meise-fliegt-2.JPG

venusklein.JPG

Der Frost verwandelt Wasser in die irrwitzigsten Formen und mein Sohn Wolf bemerkte dazu treffend: “Das ist Natur-Kunst!”

eiskunst2.JPG raureif1.JPG

froschtod.JPG schwingenabdruck.JPG

Der Frosch hätte sich wohl nicht auf das Eis wagen sollen - das war sein Ende. Diesen zarten Abdruck von Vogelschwingen (einer Krähe, der Größe nach zu urteilen…) fanden wir im frischen Schnee am Straßenrand - er ist wohl entstanden, als der Vogel fortgeflogen…wunderbar!

Und dass außer uns auch noch viele Tiere unterwegs sind, blieb uns auch nicht verborgen:

fahrte2.JPG hasenspur.JPG

spur3.JPG fuchs.JPG

Und zum guten Schluß noch etwas zum schmunzeln…schon mal einen Eis leckenden Wolf gesehen? Diesen Polarwolf hier haben wir in der Fasanerie in Hanau Klein-Auheim erwischt, wie er mit sichtlicher Wonne die gefrorene Pfütze abgeschleckt hat. Wie man sieht, ist der Tierpark dort auch im Winter einen Besuch wert!

wolf-leckt-eis-1.JPG


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Was so zu sehen war…13./14.12.2008

Simone R. am 17. Dezember 2008 um 18:40
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Am letzten Wochenende haben wir wieder spannende Beobachtungen an unserem Natursitzplatz gemacht.

Bei kaltem Wetter um die 0°C und bedecktem Himmel sind wir losgezogen, um Gipsabdrücke von Tierspuren zu machen. Das ist ganz einfach: Aus Pappe einen Ring ausschneiden und mit Tesa zusammenkleben. Dann muss man sich einen schönen, möglichst gut erhaltenen Abdruck suchen und den Ring drumherum etwas in die Erde drücken. Dann Gips mit Wasser anrühren (nicht zu dick und nicht zu flüssig) und vorsichtig in die Spur gießen. Einige Zeit warten, bis es fest wird und dann den überschüssigen Sand entfernen. Wenn Ihr einen Sandkasten zu Hause habt und ein Haustier dann geht das wunderbar auch dort! Hier könnt Ihr den Gipsabdruck sehen, den wir am Samstag gegossen haben - wer kann erraten, von welchem Tier er wohl stammen könnte?

gipsspur.JPG

Als wir in der Zwischenzeit still an unserem Platz am Waldrand saßen, konnten wir einen Falken bei der Jagd beobachten. Er “rüttelte” über der Wiese, d.h. er stand quasi mit schnellen Flügelschlägen still in der Luft und visierte seine Beute an. Nach und nach kam er stufenweise tiefer, bis er aus recht niedriger Höhe steil und pfeilschnell herabstieß. Eine mühselige und nicht immer von Erfolg gekrönte Jagdweise - es brauchte einige Versuche, bis der Vogel erfolgreich war. Was uns sehr erstaunt hat war, dass er mit seiner Beute hoch auf den Wipfel eines Baumes geflogen ist, um dort zu fressen. Später folgten noch einige Beuteflüge direkt vom Baum aus, jedoch alle erfolglos. Hier ein paar Bilder (leider aus einiger Entfernung, mehr gibt meine Kamera nicht her):

falki3.JPG falki2.JPG

Sonntags waren wir dann einfach nur an einer anderen Stelle am Waldrand spazieren und auch hier jagte wieder ein Falke über dem abgeernteten Feld. Die Kinder spielten am Bach auf einem umgestürzten Baum und hatten Ihren Spaß… Schaut nur die leuchtenden Farben dieser Flechten auf einem abgebrochenen Ast! Und welcher Baum hat trägt diese zwei unterschiedlichen Anhängsel? Die Tautropfen auf den Grashalmen vergrößern wie kleine Lupen!

flechten2.JPG querschnitt1.JPG

grashalme.JPG baumbluten5.JPG

Ich wette, Ihr könnt da draußen auch solche tollen Sachen finden - also, Augen auf!


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Beobachtungen Oktober / November 2008

Simone R. am 17. November 2008 um 22:22
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15.10.2008
Freitag – mein „Frei-Tag“ d.h. nachdem Wolf zur Schule abgezischt ist, geht es für mich los zum Platz – auf diese Zeit „mit mir selbst“ freue ich mich immer schon die ganze Woche. Es ist noch etwas dämmerig und bedeckt, aber dafür sehr schön ruhig. Als es Zeit ist zu gehen, zeigt sich die Sonne und mir fällt diese frische Losung auf (Reh…?)

Losung

Und die unvermeidlichen Flieger…a lot of traffic

Traffic

Dazu am Wegesrand (musste ich wegen der leuchtenden Farben einfach ablichten…)

Blume

17.10.08
Heute sind wir zunächst zum Ententeich im Bieberer Wald gelaufen. Dort schlagen wir uns in die Büsche und gehen am lehmigen, schlammigen Ufer entlang. Massenhaft Spuren…offensichtlich kommen die Rehe zum Trinken dorthin. Hinter dem Teich kommen wir wie vermutet an unserem „Sitzplatz 3“ heraus. Dort entdecken wir diese sonderbar geformten Pilze, die beiden unteren in der schrillen Farbe Lila!:

Alienpilz Moospilze
Gehirnpilz

Wolf hört zuerst das Reh, das wir aufgescheucht haben und sieht es auch fortspringen, während ich mit meinen verschlammten Schuhen beschäftigt bin… Dieses Netz fanden wir an einem enorm langen Haltefaden (bestimmt 3 m lang!) gespannt zwischen zwei Bäumen, unglaublich wie stabil diese Spinnenfäden sind!

Spinne im Netz

24.10.08
Ich bin heute schon sehr früh unterwegs, die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Heute gab es den ersten Nachtfrost. Man sieht jeden Atemhauch als Wölkchen in der Luft. Als ich an der Wiese ankomme, ist alles mit Reif überzogen. Bei jedem Schritt knistern die gefrorenen Halme unter meinen Füßen und der Frost hat zudem überall abstrakte Muster aus Eiskristallen hingezaubert: Spinnennetz, Gräser und Klee

Frost Gräser
Klee

Langsam geht die Sonne auf, noch ist es dämmrig (das Bild natürlich ist nur ein müder Abklatsch der Wirklichkeit draußen)

Sonnenaufgang Aufgang 2

Auch die Vögel werden langsam munter. Nach einer Weile fällt mir eine Stimme besonders auf, die ich bisher am Platz nie gehört habe. Erst hinter mir im Gestrüpp, dann neben mir im Haselstrauch: Ein hohes, fast schrilles, plapperndes Gezwitscher. Das macht mich wirklich neugierig. Ich höre die Vögel in den Zeigen über mir umherhüpfen. Plötzlich fliegt einer auf einen Zweig „meiner“ Eiche – nur knapp 1 m von meiner Nase entfernt. Der winzige Kerl schaut mich an (zumindest empfand ich das so !), zwitschert wieder los und fliegt zum nächsten Zweig, wo er wie ein Kolibri flatternd in der Luft schwebend an einem Blatt herumpickt.

Das sonderbare war, dass ich das alles wie in Zeitlupe wahrgenommen habe und jedes Detail sich eingeprägt hat. Ich sehe jetzt noch genau die Szene vor mir – die schwirrenden Flügelchen und die leicht angezogenen Vogelbeinchen mit gekrümmten Krallen währenddessen. (Es war übrigens ein Wintergoldhähnchen, konnte ich dann zu Hause ja leicht im Bestimmungsbuch nachschlagen…).

Jedenfalls ein ganz besonderer Morgen, den ich so schnell nicht vergessen werde!

26.10.2008 Fasanerie Klein Auheim: Rotwild und Kolkrabe

Rot und Wild Rabe

Ich wusste gar nicht, dass Kraniche rote Augen haben! Weisstörche…

Kranich mit rotem Auge Störche

30.10.2008 Regenbesuch am Platz

Am Platz

Ein Admiral - Auf dem Rückweg zum Auto sahen wir dieses Prachtexemplar (saugte zuerst an faulem Obst)

Admiral


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Naturerlebnisse September 2008

Simone R. am 8. Oktober 2008 um 14:52
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Mein Sohn hat vor ein paar Tagen den September in „Spinnenmonat“ umgetauft – überall begegnen wir den achtbeinigen Netzbaukünstlern. Die umherfliegenden unsichtbaren Spinnenfäden verschaffen einem im Altweibersommer unverhoffte „Streicheleinheiten“ wenn man durch den Wald oder über Wiesen wandert.

Minispinne Spinne

Der beginnende Herbst wartet mit kräftigen Farben auf und jeden Tag färben sich die Blätter schon etwas mehr ein. Die Roteichen auf Wolfs Schulweg gleichen mit ihrer gelb-rot-orangenen Färbung einem Flammenmeer.

Pfaffenhütchen Schwebfliege

Am letzten Sonntag sind wir bei herrlichem Spätsommerwetter quer durch den Bieberer Wald gestreift. An einer Stelle, an der Wolf schon öfter an einem Haselstrauch „Specht“ gespielt hat, fiel uns der aufgewühlte Boden auf. Ob dies die Wildschweine waren? Leider lag auch wieder viel Müll an der Stelle und mein neugieriger Sohn fing an zu graben. Plötzlich hielt er einen ganzen Packen Bankkarten, persönliche Dokumente und einen Personalausweis in der Hand. Offensichtlich der Inhalt eines kompletten Portemonnaies. Anhand des Personalausweises konnte ich die Sachen der glücklichen Besitzerin wieder übergeben. Die Sachen waren vor 2 Monaten aus einem aufgebrochenen Auto gestohlen worden! So sind wir nichtsahnend in einen richtigen Krimi geraten…Auf dem Rückweg durch eine ungemähte Wiese haben wir ein Reh aufgescheucht, das hier geschlafen hat.

Rehbett


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