Mit leeren Händen…

Simone R. am 16. Februar 2013 um 20:08
Tags , , , , , , , , , , , , , , , ,

…bin ich heute zum Rundgang durch den regennassen Wald aufgebrochen (mal abgesehen von meiner Fotokamera natürlich) und zurückgekommen bin ich mit einem vollgepackten Stoffbeutel!

Die glitzernden Wassertropfen und den umgestürzten Baum mit Graffitti - Verzierung konnte ich natürlich nicht mit einpacken…

Wieso nur steht alles auf dem Kopf, wenn man mal genauer in den Wassertropfen hineinschaut? Wahrnehmung… Die Leute vom Hessenforst, haben schon Humor, oder? Den Baum als “zu Fällen” markieren, obwohl er schon liegt und dann noch ‘nen netten Spruch mit smiley dazu ;-)

Unter dem Wurzelteller fand sich der Eingang zu einem Bau. Nicht nur die Pfotenabdrücke im sandigen Boden verrieten, dass er gerade wirklich benutzt wird - wenn das Internet auch noch Geruchsübertragung ermöglichen würde, dann könntet auch Ihr eindeutig nachvollziehen, dass hier der Fuchs wohnt… An einer ca. 2 Meter hohen Böschung ganz in der Nähe fiel mir ein neon-orange leuchtendes Plastikstück auf, das aus dem Waldboden ragte. Ich musste ganz schön feste daran ziehen - und hatte dann plötzlich einen Metallpfeil in der Hand. Da hat wohl jemand im Wald heimlich Bogen schießen geübt!

Der “Duft”, der diesem Eingang entströmte sprach eine eindeutige Sprache: stinkt nach Fuchs! Der Bogenschütze hat seinen Pfeil im Wald nicht mehr wieder gefunden - mir blieb er nicht verborgen! #Wahrnehmung

Derzeit kann man im Wald oft Büschel dieser weiß-grauen Haare finden. Warum ist das so? Gefunden habe ich auch ganz viele Knochen, einen Schädel und einen Unterkiefer. Von welchen Tieren mögen sie wohl stammen? Bei der Knochenansammlung auf dem zweiten Bild (ich habe zum Größenvergleich eine Packung Taschentücher mit dazu gelegt) war ich überrascht, so viele Knochen auf einem Fleck zu finden. Normalerweise sorgen die Wildschweine schon dafür, dass nicht viel an Überresten bleibt bzw. verteilen diese im großen Umkreis.

Derzeit kann man viele solcher ausgezupften Fellbüschel finden. Warum? Von welchem Tier stammen diese Knochen?
Der Schädel von einem Pflanzenfresser oder Fleischfresser? Den Unterkiefer fand ich an einer anderen Stelle und gehört nicht zum Schädel im letzten Bild. Hier bestätigt sich wieder die Theorie meines Sohnes “Die meisten Knochen kann man unter Nadelbäumen finden!”

Als ich noch so den Unterkiefer betrachtete, hörte ich hinter mir ein Rascheln und Schritte. Ich sah dann noch ein Reh davonlaufen, welches keine 5 Meter von mir unter den Zweigen einer umgestürzten Fichte geruht hatte. Es ist wirklich bis zum letzten Moment liegen geblieben. Wahrscheinlich hätte ich es gar nicht entdeckt, wenn es nicht losgestürzt wäre. Nach der ersten Flucht wurde das Reh aber bald langsamer und schlug einen großen Bogen um mich herum ca. 50m entfernt wieder in meine Richtung. Begegnet bin ich dann auch noch einem Wintergoldhähnchen, welches emsig auf dem Boden nach Nahrung suchte.

Auch die Wildtiere suchen sich bevorzugt ein trockenes Plätzchen zum Ruhen, so wie hier unter den Zweigen der umgestürzten Fichte. Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) :: Es war kaum möglich, ein unverwackeltes Foto von dem quirligen kleinen Kerlchen zu machen, der ständig in Bewegung war.
Pilze: Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica) Sperberrupfung!

Auf dem letzten Bild seht ihr mal eine etwas außergewöhnliche Rupfung. Da wurde der Jäger zur Beute. Hier hat es nämlich einen Sperber erwischt. Da die Federkiele alle herausgezogen und nicht abgebissen sind, kommt nur ein anderer Greif als Feind in Betracht. Also die Jagd hätte ich gerne mit eigenen Augen gesehen!!! Oder hat sich der Habicht den Sperber geholt, während dieser selbst gerade fressend über seiner Beute saß?


Schreibe einen Kommentar»

Schneetage = Spurenlesetage

Simone R. am 13. Dezember 2012 um 22:19
Tags , , , , , , , , ,

Viel Schnee gab es ja nicht hier in Offenbach - aber doch immerhin Schnee genug, um Spuren suchen zu gehen, die die Bewohner des Waldes dort hinterlassen haben! Und natürlich waren die üblichen Verdächtigen unterwegs: Fuchs, Hase, Wildschweine, Reh & Eichhörnchen…dazu eher unscheinbar Mäuse und Vögel.

Ein klirrend kalter, klarer Morgen nachdem es in der Nacht geschneit hatte… Am Feldrand neben dem Weg die ersten Spuren - wer hat hier gesessen und an den dürren Grashalmen geknabbert?
…der Feldhase Lepus war das und ist dann über den Acker weggehoppelt! Was war hier wohl mit dem Reh los? Entspannt war es hier nicht unterwegs und hat einen weiten Satz gemacht! Auf den gefällten Bäumen überall Spuren!! 4 Zehen, Krallen…wer ist hier balanciert???
Eichhörnchen waren auch unterwegs…aber wieso ist an vielen der umgestürzten Baumstämme der Schnee oben weggefegt??? Das müssen wohl die dicken Bäuche der Wildschweine gewesen sein, als sie hinübergesprungen sind! Hier der Beweis: ‘rübergehopst und gleich gewühlt! Und hier nochmal eine Eichhörnchenfährte
Auf dem Baumstumpf “sandige” Pfotenabdrucke…kein Wunder ► …direkt neben dem Fuchsbau!! Frische Erde vor dem Bau zeigt, dass er wohl bewohnt ist!

Allen, die jetzt richtig Lust auf Spurenlesen bekommen haben, möchten wir den nächsten Wurzeltrapp Spurenlesekurs empfehlen ►

Winter Spuren - Spurenlesen in der Nacht ein ganzes Wochenende (26./27. Januar 2013) Spurenlesen im Schnee!

Sehen wir uns dort???


Schreibe einen Kommentar»

Verregnete Schnupperkurstage sind die Besten!

Simone R. am 5. November 2012 um 18:51
Tags , , , , , , , , , , ,

Alle, die sich vom “Sauwetter” nicht abschrecken ließen und trotzdem letzten Samstag zum Schnupperkurs am Schneckenberg erschienen sind, hatten jedenfalls ihren Spaß!

Aber schaut selbst:

Regengeschützt eine erste Einführung zum Thema Spurenlesen. Weg läuft eigentlich auf 2 “Zehenspitzen”? Und dann gings auch gleich los zur Spurensuche rund um den Schneckenberg. 1. Fund: Trittsiegel Hund
Hier haben die Wildschweine gewühlt. Abdrücke hatte jedoch der Platzregen weggewaschen… Von welchem Baum ist wohl der Mistelzweig heruntergefallen? Wir fanden davon einige auf dem Waldwegen… Diese Böschung war bis oben hin mit Wildschweinspuren übersät. Sie können offensichtlich sehr gut klettern!
Am Schlammhügel dann eindeutige Spuren: Hier lief ein Wildschwein! Die Afterklauen sind mit abgedrückt! Leider wie immer auch menschliche Spuren auf die wir verzichten könnten - illegal abgelagerte Müll. Pfui!
Pfützenspringen gehört an einem solchen Regentag natürlich unbedingt dazu! Nasse Füße bleiben da natürlich nicht aus - Spaß gemacht hat’s trotzdem!
Auf dem Rückweg ein Abstecher zum Unterschlupf vom letzten Schnupperkurstag Und zum Abschluss gab es noch das Märchen von der Weberkarde zu hören, einer Verwandten unserer Wilden Karde hier im Bild

Weiter geht’s am nächsten Schnupperkurstag am 01.12.2012…

Wir sehen uns! #RausindieNatur mit Euch!


Schreibe einen Kommentar»

Neue Bilder von der Wildtierkamera am Schneckenberg!

Simone R. am 3. September 2012 um 22:45
Tags , , , , , , ,

Schaut doch nochmal rein bei unserer Wildtierkamera!

hier geht es lang…

Die Fotofalle ist derzeit so eingestellt, dass sie zunächst ein Foto schießt und im Anschluss 10 Sekunden bewegte Bilder als Videoaufnahme liefert.

Kaum zu glauben, wie viele Wildschweine hier in der kurzen Zeit vorbei ziehen…
Täuscht hier die Dunkelheit oder hatten wir nicht Anfang Juli schon ähnlich große Frischlinge gesehen? Gab es da nochmal Nachwuchs? Wie ist das überhaupt bei den Wildschweinen. Wann kommen da denn eigentlich immer die “Frischlinge” - zumindest so wie Mutter Natur das vorgesehen hat?

Aufnahme von vor einem Monat: Frischling


Schreibe einen Kommentar»

Unerwartete Schnupperkurs - Entdeckungen…

Simone R. am 5. August 2012 um 11:56
Tags , , , , , , , ,

…gab es gestern. Kaum in den ersten Waldweg abgebogen erwartete uns dieser Anblick. Dabei hatten wir es doch eher auf Tierspuren abgesehen…

eindeutige Spuren menschlicher Zivilisation, die im Wald nichts zu suchen haben! Aber die Kinder machten das Beste daraus und schnappten sich aus den Müllhaufen brauchbare Schätze…
Das ist doch der Wurzeltrapp, oder??? ;-) Mit den Sinnen wahrnehmen - wie riecht der Waldboden, wie fühlt es sich an dort zu liegen???
Springkraut explodieren lassen - für die Kinder selbstverständlich, für manchen Erwachsenen eine ganz neue, lustige Erfahrung! Wahrnehmung ► Eines der Kinder endeckte sogar eine Ameisenstraße…
…und die jüngste Teilnehmerin dieses mysteriöse Gebilde, was wir als Buchengalle identifizierten. Zwischenstopp am Malbaum, an dem die Wildschweine Fellpflege betreiben…
eindeutig das Beweismaterial, das kleben blieb: Wildschweinborsten! Dann weiter, den Wildwechseln folgend durch den Goldrutenwald…
..zur Wildschweinsuhle, wo wir neben vielen Schalenabdrücken auch einige Pfotenabrücke fanden -Spurenlesen viele schöne Fundstücke vom Rundgang heute Bussardfeder, Graswedel, Kiefernzapfen, Bucheckern & Rinde und der “Affe-auf-Motorrad” Stein!

(Nicht nur) für diejenigen die dabei waren, möchte ich zum Thema “Natursitzplatz” noch etwas nachtragen:

Das regelmäßige Sitzen an einem festen Platz in der Natur kann für Euch zu etwas ganz Besonderem werden - so etwas wie ein guter Freund! Wenn Ihr regelmäßig “euren” geheimen Platz in der Natur aufsucht, werdet Ihr nach und nach kleine Wunder erleben. Besucht ihr öfter diesen einen Ort und verweilt dort, dann lernen die Vögel und anderen Tiere Euch an Eurem Geruch, eurem Gang und dem friedlichen Verhalten, das ihr ausstrahlt “persönlich” kennen und verringern nach und nach ihre kritische Distanz zu Euch. Wichtig ist, an diesem Ort zur Ruhe zu kommen und “still” zu werden. Auch innerlich. Öffnet Eure Sinne und erwartet nichts. Die Tiere werden zu Euch kommen.


2 Kommentare»

Erste Bilder von der erdwissen - Wildtierkamera!

Simone R. am 4. Juli 2012 um 14:49
Tags , , , , , , ,

Schon der erste Test hat schöne Aufnahmen geliefert - aber seht selbst!

► Rehbock unterwegs zum Durchschlupf am Zaun… Fuchs (rechte untere Bildecke) im Dämmerlicht in die gleiche Richtung…
nochmal ein Rehbock… und nochmal ein Fuchs…ob es der gleiche ist, wie auf dem anderen Bild?
Wildsau im Schweinsgalopp… und hier die gefährlichsten Raubtiere - wir selbt auf dem Weg zur Kamerakontrolle… ;-)

Ein paar bewegte Bilder könnt ihr auf unserer facebook - Seite anschauen:

hier klicken

In den nächsten 3 Wochen wird es hier etwas ruhiger sein - auch erdwissen gönnt sich mal eine kleine Sommerpause.

Nicht vergessen: Wir freuen wir uns immer über Eure Beobachtungen und Berichte. Mailt uns unter hallo(at)erdwissen.de und teilt Eure Beobachtungen mit uns! Also - #RausindieNatur mit Euch…


Schreibe einen Kommentar»

Komische Vögel…

Simone R. am 15. Juni 2012 um 10:36
Tags , , , , , , , , , , ,

…hatten wir gestern früh in unserem Garten zu Besuch - behauptet zumindest mein Sohn. Ganz aufgeregt rief er “Mama, Mama guck mal, was für ein komischer Vogel!” und zeigte auf dem Kirschbaum. Dort sind wegen der reifen Kirschen derzeit alle Vögel der Nachbarschaft regelmäßig zu Besuch aber so einen hatte er noch nich gesehen. Ich kam leider zu spät und konnte mir kein Bild mehr machen. Deshalb bat ich Wolf, den Vogel für mich zu beschreiben und zu zeichnen. “Oben schwarz und orange-gelb an den Backen, schwarzer kräftiger Schnabel und weiße Flügel. Der Schwanz war von unten weiß. Und so groß wie eine Elster war er. Eigentlich sehr ähnlich wie eine Elster, nur mit Gelb”. Soweit so gut. Also ich habe keine Ahnung, was für ein Vogel das gewesen sein könnte. Vielleicht ein ausgebüxter Exot? Nunja, vielleicht war auch noch etwas Schlaftrunkenheit mit im Spiel…Ich finde, die Zeichnung hat ‘was von einem Pinguin aber der wird ja wohl kaum hier im Baum gesessen haben…

Wolfs Rätselvogel

Wenn Eure Kinder euch von solchen Entdeckungen berichten, dann tut das nicht einfach so ab! Hakt nach, stellt Fragen und zeigt Interesse. Das schärft die Wahrnehmung und Achtsamkeit - nicht nur die Eurer Kinder! Tauscht Euch regelmäßig über solche Dinge aus und Ihr werdet Euch wundern, wieviel mehr Beobachtungen ihr im Laufe der Zeit machen werdet…

Abends gab es dann noch einen ausgedehnten Streifzug durch den Wald…schaut her, was ich alles entdeckt habe!

Am sonnenbeschienenen Waldrand ein C-Falter (Nymphalis c-album), der wohl auf dem feuchten Boden Mineralien tankt… Warum drängeln sich die Wanzen da alle zusammen…?
Hat die Eiche Windpocken - oder was ist da los?? Diese Schafgarbe hat aber eine sonderbare Blüte…
Erstaunlich viele Pilze habe ich gesehen - hier der “Ziegenbart” als ich einem Wildwechsel folgte, stand ich plötzlich vor dieser halbfertigen “Hütte” mitten im Wald! Die Wildschweine haben die wohl nicht gebaut…
Zum Glück bin ich nicht ausgeruscht und in die Suhle direkt daneben gefallen, wobei ich kurzzeitig mit dem Gedanken spielte es den Säuen gleichzutun, weil mich die Stechmücken verfolgten. Perfekt getarnt, ist dieses Nest hier in einer Kuhle am Baumstamm wirklich kaum zu erkennen. Verblüfft hat mich, dass es sich in gerade mal 1,20m Höhe über dem Boden befand.
Das Blatt des Frauenmantels (Alchemilla vulgaris) mit dem typischen Lotus-Effekt Die Hummel versucht sich hier an der Blüte vom Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum) - dürfte aber wenig Erfolg haben, da “Zielgruppe ” die langrüssligen Nachtfalter sind.

Und jetzt macht Ihr aber mal den Rechner aus und geht selbst #RausindieNatur !!!!


Schreibe einen Kommentar»

Naturerlebnisse rund um den Schneckenberg…

Simone R. am 2. Juni 2012 um 21:47
Tags , , , , , , , , , , , ,

… gab es reichlich beim Schnupperkurs heute am 02.06.2012!
Klickt auf die Bilder, dann könnt Ihr nachlesen, was wir heute alles entdeckt haben. Nunja, eigentlich war es noch viel mehr…

Einführung in die Geheimnisse der Vogelsprache - mit Gratisvorführung von Rotschwänzchen und Eichelhäher… Kaum ein paar Meter gelaufen - schon die erste Entdeckung: Hier hat sich ein Wildschwein gesuhlt!
Direkt daneben - etwas verborgen im Gebüsch- ein Malbaum. Dort reiben und schubbern sich die Wildschweine nach dem Schlammbad. Körperpflege muss sein! Einen Helfer für die Hundespuren hatten wir heute auch dabei…wunderschöne Trittsiegel bekamen wir zu sehen. Ballen, vier Zehen, Krallen - alles da!!!
Die Kinder entdeckten dann diesen Feldsandläufer hier, der sehr schnell unterwegs war! Der Steinsame (Lithospermum officinale) ist uns schon beim letzten Schnupperkurs begegnet - im Herbst kann man an den vertrockneten Pflanzen kleine kugelige Samen finden. Weiß und hart wie Porzellan. Samen wie aus Stein eben…
Hier noch einmal ein Malbaum - sogar festgeklebte Wildschweinhaare konnten wir dort finden! Spurenlesen… Auch diesen Baumstumpf haben die Schweine “bemalt” - und eindeutige Zeichen ihrer Anwesenheit hinterlassen.
Und auch hier waren eindeutig Wildschweine unterwegs - und nicht nur eines! Das hat die Gruppe schnell erkannt - ebenso die Unterschiede von Schalen mit Afterklauen und Pfotenabdrücken!!! Über in der Nähe Wildwechsel, die ins dichte Unterholz führen. Ein Dornröschenschloss für Wildschweine - das ideale Versteck für den Tag.
Dann - plötzlich eine unerwartete Begegnung mit einem kleinen Teufel, mitten im Wald ;-) Am Waldrand gibt es noch viele alte Wildkirschen. Die Wildkirsche, auch Vogelkirsche oder Waldkirsche genannt, ist die Urform der meisten angebauten Sußkirschen.
Unter einem Stück “entsorgter” schwarzer Dachpappe verbargen sich mehrere Ameisennester. Schnell brachten Sie ihre Larven in Sicherheit, bevor wir sie wieder zugedeckt haben. Fellreste auf dem Waldweg. Wie kommen sie da wohl hin und von welchem Tier stammen sie? #Naturrätsel
glitzernder Schneckenschleim…die Kinder nehmen solche Dinge am Wegesrand noch wahr! Woher das Klettlabkraut wohl seinen Namen hat…?

Also Leute - beim nächsten Mal nicht nur mitlesen, sondern mitkommen!!!

Der nächste Schnupperkurstag ist (wie immer am ersten Samstag im Monat) am 07.07.2012.

Hier klicken für deine Anmeldung per eMail oder anrufen unter 069-851586

#RausindieNatur mit Euch!


Schreibe einen Kommentar»

Wildschweinbegegnungen….

Simone R. am 20. Februar 2012 um 16:55
Tags , , , , , , , , , ,

…in freier Wildbahn sind selten und immer ein besonderes Erlebnis. Obwohl ich regelmäßig oft zu allen Tages- und Nachtzeiten draußen in der Natur unterwegs bin, habe ich tatsächlich erst dreimal ein Wildschwein in Offenbachs Wäldern zu Gesicht bekommen. Ihre Spuren aber sind unübersehbar und allgegenwärtig …also wo stecken die ganzen Schweine bloß? Die Tiere sind schlau, äußerst vorsichtig und verfügen über einen hervorragenen Geruchssinn und ein ausgezeichnetes Gehör, so dass sie im Regelfall längst das Weite gesucht haben, bevor wir Menschen auch nur in Sichtweite geraten.

Der Einzelgänger, den ich letzten Freitag aufgescheucht habe, hat entweder tief und fest geschlafen als ich vorüberging oder war vielleicht ebenso in seine Gedanken versunken wie ich bei meinem Spaziergang. Vielleicht habe ich aber auch gerade wegen meiner Gedankenverlorenheit kaum Vogelalarme ausgelöst, die ihn sonst schon vorher gewarnt hätten….

Hier hatte das Wildschwein seine Liegestatt - gut verborgen hinter einem Gestrüpp am Waldrand schön trocken unter einer alten, großen Fichte…

Ich wurde erst aufmerksam, als ich einen bulligen schwarzen Schatten SEHR SCHNELL zwischen den Bäumen von mir wegrennen sah. Mit gesträubter “Rückenmähne”, großen puscheligen Ohren und waagerecht weggestreckten Schwanz. Und das war kein kleines Schwein!!! Erstaunlicherweise fand die doch recht überstürzte Flucht sehr leise statt. Ich habe nicht einen einzigen Zweig dabei knacken hören. Die hochbeinigen Wildschweine bewegen sich erstaunlich elegant und sicher über den unebenen Waldboden.

Weglaufen ist auch die übliche Taktik der Schweine - man braucht im Regelfall also keine Angst zu haben, wenn man sie denn mal zu Gesicht bekommt. Etwas anders ist dies zu Zeiten, wenn die weiblichen Schweine (Bachen) ihre Jungen (Frischlinge) bekommen haben. Sie sind dann äußerst wehrhaft und werden Ihre Nachkommen im Zweifelsfall auch aggressiv verteidigen, wenn sie sich bedroht fühlen.

Die Paarungszeit (Rauschzeit) der Wildsäue dauert in der Regel von Ende Oktober bis März - mit Schwerpunkt November bis Januar. Ca. 4 Monate später kommen dann die Frischlinge zur Welt. Also gerade jetzt im baldigen Frühling sollte man wenn möglich deshalb im Wald auch auf den Wegen bleiben.

Sollte es dann doch eimal zu einer überraschenden Begegnung kommen und ihr dem Tier “Auge in Auge” gegenüber stehen, dann ist eines wichtig: RUHIG BLEIBEN! Keine hastigen und schnellen Bewegungen machen und darauf achten, das Tier nicht in die Enge zu treiben bzw. ihm eine Rückzugsmöglichkeit geben. Nicht schreien oder herumfuchteln! Im Zweifelsfalle beruhigend mit ihm reden und sich dann LANGSAM schrittweise zurückziehen. Nicht weglaufen - das Schwein ist mit Sicherheit schneller - Wildschweine können im Sprint bis zu 50 km/h schnell werden!

Mehr zum Thema “Draußen sicher unterwegs” und zum richtigen Verhalten bei einer Wildschweinbegegnung bei unseren nächsten Schupperkursen.

Kommender Termin ► 03.03.2012 diesmal in Karben


Schreibe einen Kommentar»

Blütezeit…

Simone R. am 21. November 2011 um 18:34
Tags , , , , , , , , , , ,

…haben wir ja schon längst nicht mehr - die blühenden Pflanzenwesen haben bereits Ihre Samen verteilt und so für eine weitere Generation im nächsten Jahr gesorgt. Stauden und ausdauernde Gewächse ziehen ihre Kräfte in den Wurzelstock zurück, um sich für den nächsten Lebenszyklus vorzubereiten.

Dennoch kann man auch jetzt -Mitte November- noch einige “Spätzünder” entdecken. Schaut mal hier, was mir am Wochenende alles ins Auge gefallen ist:

Die Tauben-Skabiose - gleich neben der Hegewiese unter Jäger’s Hochsitz… Die Schafgarbe…
…kräftig gelb leuchtender Löwenzahn… …und ein Gänseblümchen mit geradezu monströs großer Blüte!

Was blüht bei Euch in der Gegend noch? Wenn ihr möchtet, dann könnt ihr hier Bilder eurer Pflanzenwesen mit uns und unseren facebook-Freunden teilen!

Bei unserem Streifzug entlang des Bieberbaches haben wir noch viele andere Entdeckungen gemacht!

An dieser Stelle überquerten die Wildschweine den Bach - ihre Spuren setzten sich am gegenüberliegenden Ufer fort… Wer war hier unterwegs am Wassersaum? (Größenvergleich Münze = 1 ct) Ob wohl ein 5-blättriges Kleeblatt noch mehr Glück bring als eines mit 4 Blättern? Hoffentlich…
Was ist wohl dieser Spitzmaus widerfahren, die wir am Bach im Gras fanden? Unsere Fundstücke auf einen Blick: Blaumeisenfedern, Taubenfeder, Teil eines Wespennestes, 4-blättrige Kleeblätter…

Was waren Eure Naturerlebnisse am letzten Wochenende? Raus in die Natur mit Euch!!!


Schreibe einen Kommentar»