Ein jähes Ende…

…hat dieser Grünspecht hier heute Mittag gefunden. Als ich nochmal am Schneckenberg unterwegs war, um die Wildtierkamera wieder aufzuhängen, da fiel mir auf dem Weg neben dem Zaun plötzlich eine kleine, gelblich gefärbte kleine Feder auf, die sich im Wind hin und her bewegte. Ich hob sie auf, weil ich so eine noch nie gesehen hatte und bemerkte zwei Meter daneben noch mehr graue Flaumfedern auf einem Haufen. Da dämmerte es mir schon – hier ist wohl ein Vogel gerupft worden!

Also mal  im Umkreis etwas genauer hinschauen…und da lag er dann auch. Ein prächtiger Grünspecht, ein Männchen (wie man an dem roten Wangenfleck erkennen kann). So ein schöner Vogel – und zu meinem großen Bedauern leider mausetot.

Erdspechte leben gefährlich, wenn Sie ohne Deckung am Boden auf Nahrungssuche sind. Offensichtlich wurde dieser her bei seiner üblichen Tätigkeit am Boden überrascht – man konnte ganz genau die Stelle sehen, an der er zuvor noch mit seinem Schnabel im Stamm herumgestochert hatte. Was also ist über ihn gekommen (vermutlich im wahrsten Sinne des Wortes…)?  Äußerlich waren keine Verletzungen zu sehen – nur die paar herumliegenden Federn lassen auf äußere Einwirkung schließen. Im Übrigen war der Vogel noch warm, als ich ihn gefunden habe – vermutlich habe ich also den Angreifer (oder vielmehr Beutegreifer) bei seinem Tun gestört und er ist geflohen, bevor ich ihn entdecken konnte.

Was denkt Ihr, was hier passiert sein könnte? Wir sind gespannt darauf, eure Vermutungen zu hören…