Fuchsnachwuchs

Vor einigen Wochen hat unsere Wildkamera ein wunderbares Bild von einer Fuchs Fähe aufgenommen, die offensichtlich Jungtiere zu versorgen hat. Heute bin ich heute dann auch den Welpen begegnet, die jetzt bereits auf eigene Faust herumstreifen. Einen Fuchs konnte ich auch beim „Mäuseln“ beobachten – wobei das Tier so vertieft war, dass es mich erst bemerkte, als ich auf ein paar Meter heran war. Dann hat er aber ganz schnell Fersengeld gegeben und ist über die Böschung im hohen Gras verschwunden. 😛

 

Es ist eine große Freude zu sehen, dass die Füchse hier offensichtlich alle gesund sind und die schlimme Zeit der Räude, die noch vor 2 Jahren hier grassierte, nun vorbei zu sein scheint.

Die Aufnahmen der Fuchsfähe waren übrigens eine der letzten unsere Wildtierkamera, da uns nun auch die letzte Kamera gestohlen wurde (übrigens aus dem umzäunten und eigentlich nicht zugänglichen Schneckenberggelände heraus!!). Darüber sind wir sehr traurig, da wir Euch nun keine Bilder „unserer“ Wildtiere mehr zeigen können.

Natur Erlebnis Kurs Januar 2017 am 07.01.2017

Herzlich willkommen im erdwissen Jahr 2017! Selbstverständlich gibt es auch weiterhin unsere monatlichen Natur Erlebnis Kurse ( wie immer am 1. Samstag im Monat) – und am kommenden Samstag ist es wieder soweit!

Der kleine Wintereinbruch heute lässt uns hoffen, dass wir am Samstag vielleicht sogar mal im Schnee auf Spurensuche gehen können. Mit Sicherheit werden wir aber auch ohne Schnee herausfinden ob – und ggf. welche Tiere sich so bei uns am Schneckenberg herumtreiben…

Wie immer treffen wir uns um 14.00 Uhr an unserem Vereingelände am Schneckenberg (Am Schneckenberg 63, 63075 Offenbach). Dauer ca. 2 Stunden.

Der Teilnehmerbeitrag für Erwachsene beträgt 5 € und für Kinder 3 € (Vereinsmitglieder frei).

Bitte aus organisatorischen Gründen bis spätestens Donnerstag Abend 05.01.2017  anmelden, wenn ihr mitkommen möchtet. Hier über unser Kontaktformular  oder telefonisch unter 069-851586

Von Spuren, Zeichen und Freundschaft die man im Wald finden kann…

Ja, der letzte Streifzug hat wieder einige unerwartete Fundstücke und Endeckungen parat gehabt, wirklich erstaunlich!  Zunächst stieß ich am Waldrand auf eine Weide, dern Blätter über und über mit Marienkäfer-Puppen bedeckt war. Dazu krabbelten auch noch ein paar Larven herum und einige Marienkäfer waren bereits geschlüpft. Das hat mich dazu gebracht, mich einmal mit der Entwicklung so eines Marienkäfers zu beschäftigen – wirklich spannend!  Vielleicht habt Ihr ja Lust, das auch mal irgendwo nachzulesen.

Außerdem wird dieser Tag nun als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem ich gleich zwei Fuchsschädel im Wald gefunden habe! Schaut Euch das mal näher an – bei dem zweiten Schädel  den ich gefunden habe kann man gut erkennen, dass das Tier richtig alt geworden ist – und vermutlich sogar seine natürliche Lebensspanne erreicht hatte. Die Zähne sind stark abgenutzt, der Schädel wirkt massiv und schwer, die Struktur des Knochens ist rau und der Schädelkamm ausgeprägt. So können uns auch die Überreste noch viel ezählen…

Ein Spurenrätsel haben wir Euch auch noch mitgebracht: Wer hat wohl die umgestürzten Baumstämme mit diesem hellgrauen Schlamm beschmiert? Gefunden mitten im Wald in der Nähe eines Feuchtgebietes.

Der wohl ungewöhnlichste und irgendwie sehr berührende Fund an diesem Tag war für mich ein Bündel Papier, das ein paar Meter von einem Weg entfernt unter einen Moosbüschel herausschaute. Ich habe wirklich FREUNDSCHAFT im Wald gefunden! Ihr könnt das ruhig glauben, denn ich habe es Schwarz auf Weiß: „Freundschaft wirkt nach außen. Sie schließt nicht in eine besitzergreifende Zweisamkeit ein. Sie ist keine Spiegelgalerie, in der man sich selbst sieht. Freundschaft bereichert und entfaltet. Die Freude über eine Freundschaft ist so groß, dass sie sich mitteilen muss. In jeder Freundschaft ist das Erlebnis gemeinsamer Stunden der springende Funke, der auch auf andere übergreift….“

Was mich dazu bewogen hat, das herauszuziehen und einen näheren Blick darauf zu werfen…keine Ahnung! Wie kommt das da hin? Wer lässt so etwas im Wald liegen? Wieso bin ich auf meinem Streifzug genau dort (und nicht 10 Meter weiter?) vorbeigegangen? Fragen, auf die es keine Antwort gibt – und stattdessen nur eine gelassene Heiterkeit über das Erlebnis bei mir zurücklassen.

Man kann wirklich Freundschaft – und mehr in den Wäldern finden. Manchmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes.

Also, worauf wartet Ihr? #RausindieNatur mit Euch!

 

 

 

Ein jähes Ende…

…hat dieser Grünspecht hier heute Mittag gefunden. Als ich nochmal am Schneckenberg unterwegs war, um die Wildtierkamera wieder aufzuhängen, da fiel mir auf dem Weg neben dem Zaun plötzlich eine kleine, gelblich gefärbte kleine Feder auf, die sich im Wind hin und her bewegte. Ich hob sie auf, weil ich so eine noch nie gesehen hatte und bemerkte zwei Meter daneben noch mehr graue Flaumfedern auf einem Haufen. Da dämmerte es mir schon – hier ist wohl ein Vogel gerupft worden!

Also mal  im Umkreis etwas genauer hinschauen…und da lag er dann auch. Ein prächtiger Grünspecht, ein Männchen (wie man an dem roten Wangenfleck erkennen kann). So ein schöner Vogel – und zu meinem großen Bedauern leider mausetot.

Erdspechte leben gefährlich, wenn Sie ohne Deckung am Boden auf Nahrungssuche sind. Offensichtlich wurde dieser her bei seiner üblichen Tätigkeit am Boden überrascht – man konnte ganz genau die Stelle sehen, an der er zuvor noch mit seinem Schnabel im Stamm herumgestochert hatte. Was also ist über ihn gekommen (vermutlich im wahrsten Sinne des Wortes…)?  Äußerlich waren keine Verletzungen zu sehen – nur die paar herumliegenden Federn lassen auf äußere Einwirkung schließen. Im Übrigen war der Vogel noch warm, als ich ihn gefunden habe – vermutlich habe ich also den Angreifer (oder vielmehr Beutegreifer) bei seinem Tun gestört und er ist geflohen, bevor ich ihn entdecken konnte.

Was denkt Ihr, was hier passiert sein könnte? Wir sind gespannt darauf, eure Vermutungen zu hören…

 

 

Bildergalerie Wildtierkamera

In unregelmäßigen Abständen haben wir an unterschiedlichen Standorten immer mal wieder eine Wildtierkamera in Betrieb und freuen uns, Euch damit dann einen kleinen Einblick in das Alltagsleben der Wildtiere geben zu können.

Ältere Aufnahmen könnt Ihr in unserem facebook-Fotoalbum anschauen – und zwar hier: facebook Fotoalbum Wildtierkamera

Bewegte Bilder und Filmaufnahmen (nicht nur) mit der Wildtierkamera findet Ihr auf unserem youtube Kanal: erdwissen e.V. auf youtube

Aktuelle Bilder der Wildtierkamera landen dann ab sofort in unserer neuen Bildergalerie an dieser Stelle hier. Viel Spaß damit!