Neue Mitbewohner am erdwissen Vereinsplatz

Am vergangenen Wochenende gab es leider nur eine einzige Anmeldung für unseren monatlichen Natur Erlebnis Kurs, so dass wir uns schweren Herzens entschlossen haben, den Termin ausfallen zu lassen und stattdessen mal einen (dringend nötigen)  Arbeitseinsatz auf dem Vereinsgelände auszurufen.

Unsere Hütte ist nun wieder aus dem Dornröschenschlaf erwacht und von den um sie herum wuchernden Brennnesseln und Brombeerhecken befreit. Dabei haben wir dann zwei versteckte Haselnusstriebe und eine Heckenrose gerettet und an einen passenderen Standort wieder eingepflanzt.

Die Hütte ist nun bereit für den lang schon geplanten Anstrich – und soll auch mit einem neuen Dach eindeckt werden.

Während der Arbeiten auf dem Gelände entdeckten wird, dass sich dort mitten auf dem Platz ein Ameisenvolk angesiedelt hat. Genau konnten wir die Ameisen noch nicht bestimmen – das holen wir aber bei Gelegenheit noch nach. Es handelt sich auf jeden Fall im Vertreter der Hügel bauenden Waldameisen.

Damit die Tiere sich weiterhin bei uns wohlfühlen, haben wir ihnen eine Schutzvorrichtung gebaut, damit bei den Veranstaltungen niemand aus Versehen in das Nest läuft oder die Tiere unnötig stört.

Wir werden Euch weiterhin über unsere neuen Untermieter und den Fortschritt bei ihrem Nestbau berichten.

Natur Erlebnis Kurs am Samstag, den 03.03.2018

Am Samstag, den 3.03.2018  findet  wieder (wie immer am ersten Samstag im Monat) unser monatlicher Natur Erlebnis Kurs statt!

Wir treffen wir um 14.00 Uhr an unserem Vereinsgelände am Schneckenberg (Am Schneckenberg 63, 63075 Offenbach). Anfahrt: link zu google maps

Wir werden ca. 2 Stunden im Wald rund um den Schneckenberg unterwegs sein, Tierspuren suchen und vielleicht schon die ersten Frühjahrsblüher gemeinsam entdecken.

Der Teilnehmerbeitrag für Erwachsene beträgt 5 € und für Kinder 3 € (Vereinsmitglieder frei).

Bitte  bis spätestens Donnerstag Abend 01.03.2018  anmelden, wenn ihr mitkommen möchtet – entweder  per E-mail  über unser Kontaktformular  oder telefonisch unter 069-851586.

Nachlese Regionalpark Rhein Main Rundroutenfest 2017

Zusammen mit der Wurzeltrapp Wildnisschule  haben wir gestern am Hofgut Patershausen einen erlebnisreichen Tag verbracht – im Rahmen des Rundroutenfestes, welches jedes Jahr am ersten Sonntag im September vom Regionalpark Rhein Main veranstaltet wird.

An unserem Informationsstand gab es Spurenrätsel zum anfassen und um 14.00 Uhr sind wir dann mit einer Gruppe interessierter großer und kleiner Menschen losgezogen um zu sehen, wo die Tiere rund um den Patershäuser Hof in der letzten Nacht so unterwegs gewesen sind. Schaut mal, was wir alles entdeckt haben :

 

#Naturrätsel :: Vögel :: Wessen Horst ist das?

Rund um unser Vereinsgelände befindet sich ein Mischwald aus alten Buchen, Eichen, einigen Waldkiefern und wenigen (jungen) Fichten. Leider wurde dort vor einiger Zeit viel durchforstet, so dass einige Bäuem nun recht frei stehen, die vorher dicht wachsende Nachbarn hatten. Das offenbart nun aber Dinge, die vorher nicht sichtbar waren.

Was ist das nur für ein rundes, dunkles Ding da in der Astgabel der großen Buche? Bestimmt 15 Meter weit oben! Einmal den Baum umrundet und ich konnte sehen, dass es sich um ein riesiges Nest handelt – und zwar ein richtig großes mit mindestens 1 Meter im Durchmesser.

Im Umkreis unter dem Baum fand ich jede Menge weiße Kotspritzer, Knochen, Speiballen udn Federn verschiedenster Vögel. Die Federn von Eichelhäher, Taube, Grün- und Buntspecht sowie einiger  weniger kleinerer Singvögel konnte ich sofort erkennen. Die Speiballen enthielten Größtenteils Federn und nur etwas (Vogel-)Knochen. Die Überreste (besonders die Brustbeine) sahen angefressen aus.

Das Nest schien übrigens nicht mehr besetzt zu sein. Während ich die Fotos machte, hörte ich in der unmittelbaren Nachbarschaft mindestens 2 Vögel rufen, die zu dem großen Nest passen würden. Und einer davon zeigte sich dann sogar noch…

Also, was denkt Ihr – wer mag wohl in dem Nest bzw. Horst seine Jungen aufgezogen haben? #Naturrätsel

 

Zauberhafte Baumperlen

Heute haben wir einen ganz wundervollen Gastbeitrag von Sonja Langguth für Euch. Sonja hat sich im vergangenen Jahr ganz, ganz  intensiv mit diesen besonderen „Anhängseln“ der Baumwesen beschäftigt und Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen auf unsere Bitte hin einmal niedergeschrieben, damit wir dieses Wissen mit Euch teilen können.

Nochmal vielen lieben Dank dafür, liebe Sonja!

Wer jetzt neugierig geworden ist, der klickt jetzt einfach auf das Zauberwort 🙂   Baumperlen

 

Baumperlen kann man im Prinzip an jeder Baumart finden – es gibt jedoch Bäume, die anscheinend eher dazu neigen. Vielleicht achtet Ihr einfach mal bei eurem nächsten Waldspaziergang darauf und teilt Eure Beobachtungen diesbezüglich mit uns – und mit Sonja? Eine Kontaktmöglichkeit zur Autorin findet ihr am Ende ihres Beitrages.

 

 

Spuren im Januar

Kaum zu glauben, dass der erste Monat des Jahres 2017 nun schon fast hinter uns liegt. Der unerwartet sonnige Sonntag heute lud daher nochmal zu einem Monatsabschlusstreifzug ein.  Fast die ganze Zeit über begleiteten mich die hohen, zirpenden Kontaktrufe der Wintergoldhähnchen (Regulus regulus), die zu den kleinsten unserer europäischen Vögel gehören. Unterwegs sah ich auch immer mal wieder eines durch Büsche und Gestrüpp huschen. Sie sind ständig in Bewegung aber dabei gar nicht menschenscheu. Schaut mal, was wir Euch sonst noch an Eindrücken und Bildern mitgebracht haben (auf die Bilder klicken für mehr Text):

Ganz besonders habe ich mich heute über das Pappelknospengeschenk gefreut. Normalerweise kommt man ja nicht so einfach an die hoch oben in den Baumronen sitzenden Knospen heran – und wirklich häufig sind Pappelbäume auch nicht mehr. Also habe ich fleißig eingesammelt, was da auf dem Boden lag. Wofür? Ja, das werdet Ihr bald noch erfahren hier in unseren blog. Also, schaut bald mal wieder vorbei!

Ach ja – falls Ihr es noch nicht bemerkt habt – unser Veranstaltungskalender 2017    ist online!

Spuren und Zeichen an ungewöhnlichen Orten

Letzte Woche verbrachte ich die Wartezeit während des Winterreifenwechsels mit einem Rundgang über den Offenbacher Hauptfriedhof. Die Morgensonne zauberte eine ganz besondere Stimmung an diesem Ruheort, der an drei Seiten von Hauptverkehrsadern (Bahnlinie und zwei Hauptstraßen) umschlossen ist.

An einer Stelle fand ich im Umkreis von 20 Metern jede Menge Taubenfedern auf dem Boden und in den Büschen hängend. Und zwar eine Anzahl, die man nicht auf simples Mausern zurückführen kann. Was ist da wohl passiert?  Ob der menschenfreundliche, samtpfotige Friedhofsbewohner etwas damit zu tun hat?

Und wer hat wohl den großen Pilz angeknabbert? Von welchem Baum stammt das wirklich große Blatt?

Friedhöfe sind übrigens ein guter Ort, um sich mit Bäumen und Sträuchern vertraut zu machen, denn dort findet man meist eine große Anzahl unterschiedlichster Arten auf kleinem Raum. Wie man sieht, kann man dort auch jede Menge Spuren und Zeichen entdecken. Für viele Wildtiere sind Friedhöfe ein wichtiger Lebensraum – gerade mitten in der Stadt. Du kannst hier viele Singvögel und sogar Greifvögel wie Eulen, Eichhörnchen und kleinere Nager, Kaninchen, Marder und sogar Füchse antreffen – oder Ihre Spuren finden…