Neue Mitbewohner am erdwissen Vereinsplatz

Am vergangenen Wochenende gab es leider nur eine einzige Anmeldung für unseren monatlichen Natur Erlebnis Kurs, so dass wir uns schweren Herzens entschlossen haben, den Termin ausfallen zu lassen und stattdessen mal einen (dringend nötigen)  Arbeitseinsatz auf dem Vereinsgelände auszurufen.

Unsere Hütte ist nun wieder aus dem Dornröschenschlaf erwacht und von den um sie herum wuchernden Brennnesseln und Brombeerhecken befreit. Dabei haben wir dann zwei versteckte Haselnusstriebe und eine Heckenrose gerettet und an einen passenderen Standort wieder eingepflanzt.

Die Hütte ist nun bereit für den lang schon geplanten Anstrich – und soll auch mit einem neuen Dach eindeckt werden.

Während der Arbeiten auf dem Gelände entdeckten wird, dass sich dort mitten auf dem Platz ein Ameisenvolk angesiedelt hat. Genau konnten wir die Ameisen noch nicht bestimmen – das holen wir aber bei Gelegenheit noch nach. Es handelt sich auf jeden Fall im Vertreter der Hügel bauenden Waldameisen.

Damit die Tiere sich weiterhin bei uns wohlfühlen, haben wir ihnen eine Schutzvorrichtung gebaut, damit bei den Veranstaltungen niemand aus Versehen in das Nest läuft oder die Tiere unnötig stört.

Wir werden Euch weiterhin über unsere neuen Untermieter und den Fortschritt bei ihrem Nestbau berichten.

Die fleißigsten Forstmitarbeiter…

…sind in der Regel nachts unterwegs und arbeiten sogar ohne Lohn. Nunja, wenn man die Früchte des Waldes als Lohn versteht, dann bekommen sie wohl schon, was Ihnen zusteht. Die Rede ist von den Wildschweinen! Wer zur derzeit mit offenen Augen durch die Wälder geht, der wird vielleicht umfangreiche „Erdarbeiten“ bemerken. Tief zerwühlte Stellen und aufgeworfene Erde zumeist am Fuße von Baumstümpfen oder drumherum. Die Eingriffe in den Boden sind so massiv, dass man sich mit Sicherheit nicht einem Schwein zuschreiben würde. Eher einem Bagger… Warum also machen die Schwarzkittel das und was suchen sie dort?

Wildschweine sind ausgesprochene Allesfresser (wobei der Pflanzenanteil bei Weitem überwiegt). Im Spätsommer und Herbst spielen stärkehaltige Früchte wie Eicheln und Bucheckern sowie Wurzelstöcke eine große Rolle bei der Ernährung. Als Ausgleich muss nun eiweißhaltiges Fressen her – und dies finden Sie in Form von Larven wie z.B. Engerlingen am Fuße oder im Holz eben solcher vermodernder Baumwurzeln.

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Hört man hier in Stadtnähe in der Presse von Wildschweinen, so geschieht dies meist in Zusammenhang mit Wildunfällen oder wenn eine Rotte mal wieder Gärten oder einen Sportplatz „verwüstet“ hat. Im Wald jedoch ist das Umgraben (in der Jägersprache nenn man dies „Brechen“) sehr nützlich, da die oberste nährstoffreiche Humusschicht mit dem tieferliegenden Erdboden durchmischt wird. Der Boden wird aufgelockert und mit Sauerstoff angereichert. Das bietet optimale Bedingungen für die jungen Baumkeimlinge. In den von den freiwilligen Waldarbeitern durchforsteten Waldgebieten wachsen übrigens 3-4 mal mehr neue Bäume als in ähnlichen anderen Waldgebieten.

Abgesehen von den Wühlereien kann man aber noch viel mehr Wildschweinspuren im Wald finden…

Ein Malbaum - Wildschwein Wellness und Nachrichtenbaum in einem…¦ relativ frische Zahnmarken/Spuren der Hauer am Malbaum…¦seht Ihr die Harztropfen glänzen?
…¦und auf der Rückseite noch mehr davon…¦ Hier am Wasserlauf sind immer Wildschweinspuren zu finden.

Wer noch mehr über unsere heimischen Wildschweine erfahren möchte, dem empfehlen wir den Besuch der sehr informativen Internetseite wildschweine.net ? hier entlang zu den Wildschwein Infos

Und wenn Ihr Lust habt, dann können wir das Treiben der Schweine am Schneckenberg beim nächsten Natur Erlebnis Kurs am 07.02.2015 gemeinsam unter die Lupe nehmen. Bitte bis spätestens Freitagmorgen 06.02.2015 Bescheid geben, wenn ihr mitkommen möchtet:
Hier klicken für deine Anmeldung per eMail oder anrufen unter 069-851586

Spinnen, Spinnen, überall Spinnen…

Nunja, immerhin haben wir Altweibersommer und da schweben oft zarte Spinnenfäden durch die Luft. Auf diese Art und Weise gelangen die Jungtiere der Baldachinspinnen zu ihrem neue Lebensraum und suchen sich dort einen Unterschlupf. Wer dieser Tage so wie ich heute am sonnigen Waldrand entlangspaziert, läuft fast zwangsläufig Gefahr, selbst im Radnetz einer Kreuzspinne zu landen oder gegen einen der Spannfäden zu laufen. So wirklich mag ich das Gefühl im Gesicht auch nicht gerade und außerdem tut es mir dann immer leid, dass die Spinne mit Ihrer Arbeit ganz von vorne anfangen muss…

Bevorzugt an sonigen Waldrändern werden die großen Radnetze aufgespannt…¦ Diese Kreuzspinne hier hatte auch schon fette Beute gemacht…¦
Aber auch Spinnen ohne Netz sind ein Stockwerk tiefer zwischen den Brennnesseln unterwegs…¦ Der Herbst ist los!!!  Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
Dieser abgestorbene Baum ist trotzdem voller Leben. Deswegen kommen auch die Spechte, um hier nach Larven und Insekte zu suchen. Wie im Urwald! Was für ein toller Balancier- und Kletterbaum! Eine mächtige, uralte Eiche habe ich auch gefunden. Zu zweit hätte man sie vielleicht gerade so umfassen können…¦
Noch mehr “Urwald… - und das direkt neben der Autobahn A 661. Spaziergang mit ständigen Autolärm. Bleibt hier nahe der Stadt leider nicht aus. Zunderschwamm (Fomes fomentarius)

Wer auch Lust auf solch einen herbstlichen Naturstreifzug hat, der kann uns am Samstag 04.10.2014 beim nächsten Natur Erlebnis Kurs begleiten.

Beginn – 14.00h (Dauer ca. 2 Stunden)
Treffpunkt – Vereinsgelände Am Schneckenberg 63, 63075 Offenbach (vom Lämmerspieler Weg aus dem Schild OVO 1997 e.V. folgen)
Kostenbeitrag – Kinder 3 Euro, Erwachsene 5 Euro (für Vereinsmitglieder kostenlos !)

Bitte bis Freitag Abend 03.10.2014 Bescheid geben, wenn ihr mitkommen möchtet:
Hier klicken für deine Anmeldung per eMail oder anrufen unter 069-851586

Altweibersommer…

…damit verbindet man meistens Bilder von tauglitzernden Spinnweben – getaucht in goldenes Sonnenlicht.

Spinnen gibt es in der Tat derzeit sehr viele zu entdecken und auch Charlotte hatte eine solche Begegnung, wie sie uns schreibt…

Kreuzspinne

„Größe allein des Körpers 2 – 3 cm. Ich dachte erst, es ist ein kleiner Frosch…“

Diese Kreuzspinne wohnt übrigens an einem öffentlichen Mülleimer neben einer Parkbank in Mainufernähe bei der Gerbermühle in Frankfurt Sachsenhausen – falls ihr das Prachtexemplar mal besuchen möchtet…

Begegnung am Waldrand…

Heute morgen schreckte ich beim Spaziergang dorch den Offenbacher Lohwald einen Rehbock auf, der unter einem Brombeergestrüpp am Waldrand in der Sonne lag.

Schaut mal, wie er darauf reagiert hat: ?? hier geht’s zum Video

Der Rehbock versucht zu orten, woher die Störung kam. doch lieber weglaufen?

Erst sprang er ein paar Meter fort, blieb stehen, sicherte in meine Richtung, um dann mehrere Minuten unschlüssig weiter dort herumzulaufen. Offensichtlich wusste er wohl ungefähr, wo die Störung auszumachen ist, denn er blickte immer wieder in meine Richtung, und stieß dabei ab und zu die typischen „Schreckrufe“ aus, die fast wie ein Bellen klingen. Ruhig stehen bleiben ist hier der Schlüssel und jegliche Bewegung vermeiden, die das Tier weiter verschrecken könnte. Bisher war der Bock nur etwas beunruhigt, zumal es auch windstill war und mein Geruch nicht bis zu ihm herüber getragen wurde.

Zum Glück hatte ich die Kamara noch in der Hand, weil ich zuvor einen Pilz fotografiert hatte. Bewegt habe ich mich nur, während der Bock selbst in Bewegung war und sich hinter einem Baum befand und mich da nicht sah. Auf diese Weise konnte ich mich dann auf einem Baumstamm niederlassen und bewegte Bilder schießen. Leider störte eines der in Offenbach unvermeidlichen Flugzeuge die Tonaufnahme, so dass die Schrecklaute nicht so gut zu hören sind. Evtl. die Lautsprecher etwas mehr aufdrehen…

Ach ja, wenn auch Ihr frei lebende Wildtiere beobachten möchtet, dann solltet Ihr lernen, wie man Vogelalarme vermeidet. Denn diese verstehen auch die anderen Wildtiere und verschwinden dann natürlich lange bevor Ihr sie seht. Wir empfehlen Euch dazu unseren Wochenendkurs „Geheimnis der Vogelsprache“, welcher am 15.-16.09.2012 im Outdoor Zentrum Lahntal stattfindet. Mehr Infos hier

Wildschweinbegegnungen….

…in freier Wildbahn sind selten und immer ein besonderes Erlebnis. Obwohl ich regelmäßig oft zu allen Tages- und Nachtzeiten draußen in der Natur unterwegs bin, habe ich tatsächlich erst dreimal ein Wildschwein in Offenbachs Wäldern zu Gesicht bekommen. Ihre Spuren aber sind unübersehbar und allgegenwärtig …also wo stecken die ganzen Schweine bloß? Die Tiere sind schlau, äußerst vorsichtig und verfügen über einen hervorragenen Geruchssinn und ein ausgezeichnetes Gehör, so dass sie im Regelfall längst das Weite gesucht haben, bevor wir Menschen auch nur in Sichtweite geraten.

Der Einzelgänger, den ich letzten Freitag aufgescheucht habe, hat entweder tief und fest geschlafen als ich vorüberging oder war vielleicht ebenso in seine Gedanken versunken wie ich bei meinem Spaziergang. Vielleicht habe ich aber auch gerade wegen meiner Gedankenverlorenheit kaum Vogelalarme ausgelöst, die ihn sonst schon vorher gewarnt hätten….

Hier hatte das Wildschwein seine Liegestatt - gut verborgen hinter einem Gestrüpp am Waldrand schön trocken unter einer alten, großen Fichte…¦

Ich wurde erst aufmerksam, als ich einen bulligen schwarzen Schatten SEHR SCHNELL zwischen den Bäumen von mir wegrennen sah. Mit gesträubter „Rückenmähne“, großen puscheligen Ohren und waagerecht weggestreckten Schwanz. Und das war kein kleines Schwein!!! Erstaunlicherweise fand die doch recht überstürzte Flucht sehr leise statt. Ich habe nicht einen einzigen Zweig dabei knacken hören. Die hochbeinigen Wildschweine bewegen sich erstaunlich elegant und sicher über den unebenen Waldboden.

Weglaufen ist auch die übliche Taktik der Schweine – man braucht im Regelfall also keine Angst zu haben, wenn man sie denn mal zu Gesicht bekommt. Etwas anders ist dies zu Zeiten, wenn die weiblichen Schweine (Bachen) ihre Jungen (Frischlinge) bekommen haben. Sie sind dann äußerst wehrhaft und werden Ihre Nachkommen im Zweifelsfall auch aggressiv verteidigen, wenn sie sich bedroht fühlen.

Die Paarungszeit (Rauschzeit) der Wildsäue dauert in der Regel von Ende Oktober bis März – mit Schwerpunkt November bis Januar. Ca. 4 Monate später kommen dann die Frischlinge zur Welt. Also gerade jetzt im baldigen Frühling sollte man wenn möglich deshalb im Wald auch auf den Wegen bleiben.

Sollte es dann doch eimal zu einer überraschenden Begegnung kommen und ihr dem Tier „Auge in Auge“ gegenüber stehen, dann ist eines wichtig: RUHIG BLEIBEN! Keine hastigen und schnellen Bewegungen machen und darauf achten, das Tier nicht in die Enge zu treiben bzw. ihm eine Rückzugsmöglichkeit geben. Nicht schreien oder herumfuchteln! Im Zweifelsfalle beruhigend mit ihm reden und sich dann LANGSAM schrittweise zurückziehen. Nicht weglaufen – das Schwein ist mit Sicherheit schneller – Wildschweine können im Sprint bis zu 50 km/h schnell werden!

Mehr zum Thema „Draußen sicher unterwegs“ und zum richtigen Verhalten bei einer Wildschweinbegegnung bei unseren nächsten Schupperkursen.

Kommender Termin ? 03.03.2012 diesmal in Karben

“Natur erleben… August 2011

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 Wurzeltrapp - Natur erleben August 2011