Impressionen aus der Gusswerkstatt

Am Wochenende 18./19.03.2016 feierten wir eine gelungene Premiere beim Auftakt der Veranstaltungsreihe mit den Steinzeitexperten und Archäologen Josef und Sayuiri, die uns mit ihren einzigartigen Kursideen wirklich begeistert haben.

Bei trockenen aber kaltem Wetter waren alle Teilnehmer froh, dass wir in der Nähe des Feuers arbeiten konnten. Groß und klein waren konzentriert bei der Sache und es sind absolut einmalige und individuelle Kunstwerke entstanden.  Schaut mal hier, wie viel Spaß wir alle hatten:

Am kommenden Sonntag 03.04.2016 geht es weiter mit unserer Holzwerkstatt „Truhen und Tröten“ (nicht nur) für Familien…mehr Information und den Weg zur Anmeldung findet Ihr hier :  Veranstaltung „Truhen und Tröten“

Bitte bis spätestens morgen Abend (Mittwoch 30.03.2016) anmelden, wenn Ihr mitmachen möchtet!

Holz und Erde

 

Ja, in den letzten Tagen haben uns diese beiden Elemente beschäftigt.

Der große Stapel Holzstämme nämlich, der schon lange bei uns auf dem Vereinsplatz darauf wartete, in lagerfeuertaugliche Portionen zerteilt zu werden. Spontan hat sich unser Vereinsmitglied Marcel nach der letzten Mitgliederversammlung dazu bereit erklärt, sich darum zu kümmern. Und da auf unsere Leute wirklich Verlass ist, war es dann letzte Woche auch soweit. Dazu bekamen wir dann noch unerwartet Hilfe von einem unserer Jüngsten, der so großen Gefallen am Holzhacken fand, dass die in handliche Stücke zersägten Holzklötze dann auch gleich noch gespalten wurden.  Mir selbst blieb dann noch die ehrenvolle Aufgabe, einen neuen Holzlagerplatz einzurichten und die Holzscheite stabil aufzuschichten…ein stattlicher Vorrat für viele gute Stunden Gemeinschaft am Lagerfeuer.

 

Wisst Ihr, dass wir uns schon seit fast zwei Jahren wünschen, auf dem Gelände endlich ein Kräuterbeet anlegen zu können?  Eigentlich ist alles bereit, doch uns fehlt schlichtweg Erde, um pflanzen zu können. Naja, und als ich gestern Abend zufällig hörte, dass in Offenbach eine nette Dame Mutterboden zu verschenken hat – da habe ich dann spontan zugeschlagen. Auch wenn es nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“ ist (um mal bei den Elementen zu bleiben) – wir brauchen wirklich VIEL Erde, um unser Natursteinbeet ganz zu füllen.  Gesagt – getan. Einmal den Auto-Kofferraum komplett vollgeschaufelt, alle greifbaren Behälter befüllt, angeschnallt und dann ging es los Richtung Schneckenberg…

Wenn Ihr wüsstet, was mein Auto schon alles transportiert hat – aber guter Mutterboden, das war wirklich eine Premiere!

Die Erde dann eimerweise in das Beet zu verfrachten war zugegebenermaßen mühselig. Morgen wird noch eine Ladung geholt und dann steht zum Glück auch eine Schubkarre zur Verfügung….

Wer uns für unser Projekt „Kräutergarten“ auch noch Mutterboden oder Pflanzerde spenden möchte und eventuell sogar anliefern kann, der kann sich unserer ewigen Dankbarkeit gewiss sein!

So – und nun gehe ich mal die neue Schubkarre zusammenbauen. Weshalb sowas nicht fertig montiert im Baumarkt verkauft wird, ist mir ein Rätsel….

So, der Anfang ist gemacht - aber da fehlt noch jede Menge!

Unsere nächsten Veranstaltungen

Am Wochenende 19./20.03.2016 bieten wir zwei ganz besondere Veranstaltungen an. Beide Tagen stehen im Zeichen althergebrachter Metallverarbeitung – hier werden zwei engagierte Archäologen ihr Wissen mit uns teilen!

Samstag, den 19.03.2016 :: Alles Falschgeld? Arbeiten in der Münzwerkstatt  

►  mehr Info und Anmeldung hier

Geprägte Münzen und Rohlinge liegen in einer selbstgefertigten Holztruhe

Fertige Münzen und Rohlinge

Wer wollte nicht schon immer mal seine eigenen Münzen prägen? Aus diesem Kurs werdet Ihr mit klimpernden Münzen in der Hosentasche nach Hause gehen! Auf einfachste Art und Weise arbeiten wir wie alte Metallhandwerker am offenen Feuer.  Jede/r Teilnehmer/in stellt Münzen nach eigenem Entwurf her – ob in Zinn gegossen oder geschlagen, sie werden einzigartige Unikate sein und im Geldbeutel glänzend aussehen.

 

Sonntag, den 20.03.2016 :: Mit Feuer & Flamme in der Gusswerkstatt  

mehr Info und Anmeldung hier

Ein tönernes Gefäss mit flüssigem Zinn steht am Feuer

Flüssiges Zinn

Zinn wird in Mitteleuropa seit über 4000 Jahren in der Mischung mit Kupfer als Gussmaterial verwendet. Der Guss von Metall ist ein sehr altes Handwerk, das bei uns bis in die jüngste Steinzeit (ca. 4300 v. Chr.) zurückreicht. Seit der Bronzezeit vor über 4000 Jahren vor heute wurden Zinn-Kupferlegierungen in Formen aus Ton, Stein oder Sand gegossen. Seit dieser Zeit haben Metallhandwerker/innen aus verschiedenen Metallgemischen und mit verschiedenen Gusstechniken Waffen, Schmuck und Gerät hergestellt.


 

Bitte unbedingt bis spätestens Dienstag, den 15.03.2016 anmelden über unser Kontaktformular

oder telefonisch unter 069-851586 (Gewünschten Termin und Teilnehmerzahl Erwachsene/Kinder angeben)

 

Achtung: Da inzwischen feststeht, dass beide Kurse stattfinden nehmen wir bis zum Ende der Woche noch weitere Anmeldungen entgegen!

 

Ein jähes Ende…

…hat dieser Grünspecht hier heute Mittag gefunden. Als ich nochmal am Schneckenberg unterwegs war, um die Wildtierkamera wieder aufzuhängen, da fiel mir auf dem Weg neben dem Zaun plötzlich eine kleine, gelblich gefärbte kleine Feder auf, die sich im Wind hin und her bewegte. Ich hob sie auf, weil ich so eine noch nie gesehen hatte und bemerkte zwei Meter daneben noch mehr graue Flaumfedern auf einem Haufen. Da dämmerte es mir schon – hier ist wohl ein Vogel gerupft worden!

Also mal  im Umkreis etwas genauer hinschauen…und da lag er dann auch. Ein prächtiger Grünspecht, ein Männchen (wie man an dem roten Wangenfleck erkennen kann). So ein schöner Vogel – und zu meinem großen Bedauern leider mausetot.

Erdspechte leben gefährlich, wenn Sie ohne Deckung am Boden auf Nahrungssuche sind. Offensichtlich wurde dieser her bei seiner üblichen Tätigkeit am Boden überrascht – man konnte ganz genau die Stelle sehen, an der er zuvor noch mit seinem Schnabel im Stamm herumgestochert hatte. Was also ist über ihn gekommen (vermutlich im wahrsten Sinne des Wortes…)?  Äußerlich waren keine Verletzungen zu sehen – nur die paar herumliegenden Federn lassen auf äußere Einwirkung schließen. Im Übrigen war der Vogel noch warm, als ich ihn gefunden habe – vermutlich habe ich also den Angreifer (oder vielmehr Beutegreifer) bei seinem Tun gestört und er ist geflohen, bevor ich ihn entdecken konnte.

Was denkt Ihr, was hier passiert sein könnte? Wir sind gespannt darauf, eure Vermutungen zu hören…